Der VoIP-Adapter Sipura 2000

Der Sipura 2000 VoIP-Adapter ist in etwa so gross wie ein kleiner 4-Port Switch oder DSL-Router. Das Gehäuse verfügt oben über ein paar Löcher, die das Gerät auch benötigt denn es wird recht warm. Auf der einen Stirnseite befinden sich eine Link-Leuchte und die Strom- und Ethernet-Buchse. Während sich auf der anderen Seite zwei RJ11-Buchsen für Endgeräte (Telefon oder FAX) und eine Status-Leuchte befinden. Das Netzteil ist recht klein und verträgt 100-240V, es ist daher auch für den Einsatz im Ausland geeignet, denn es verfügt zusätzlich über austauschbare Einsätze für deutsche und amerikanische Steckdosen. Rein theoretisch könnte man das Gerät also mit auf Reisen nehmen und überall wo eine freie Ethernet-Dose und ein Internet-Zugang vorhanden ist, wäre man über seine Telefon-Nummer erreichbar – soweit die Theorie, aber dazu später mehr.

Wie schon eben angesprochen verfügt der SPA-2000 über keinen eigenen DSL-Router oder ähnlichem, daher ist er auf ein vorhandenes Ethernet und Internet-Zugang angewiesen. Praktischerweise sollte man DHCP im Einsatz haben, denn so wird dem Gerät nach dem Einschalten am einfachsten eine IP-Adresse zugewiesen. Damit man die zugewiesene Adresse auch erfährt kann man am angeschlossenen Telefon durch Eingabe von ****100# eine Sprachausgabe abhören. Über diese Funktionalität ist es weiterhin möglich die wichtigsten Netzwerk-Einstellungen vorzunehmen und einen Reset auszuführen. Näheres dazu erfährt man im Handbuch, welches leider für Anfänger keine grosse Hilfe ist, sondern nur so vor Techsprech und Kauderwelsch strotzt.

Für die Konfiguration verfügt der SPA-2000 über einen eigenen Web-Server und ist damit über einen Browser zu administrieren. Hier setzt sich fort, was sich schon im Handbuch andeutete, nämlich das man als Neuling vor vielen Bömischen Dörfern steht. Konfigurations-Wizard? Fehlanzeige. Trotzdem lässt sich mit ein paar Einträgen schon ein Telefonat führen und spätestens dann ist die Sache vergessen, weil sich später an der Konfiguration nichts mehr ändert.

Das Gerät ist (bei entsprechender Konfiguration) voll NAT-aware, d.h. es sind keine Portforwardings auf dem Internet-Router notwendig, er sollte allerdings die Kommunikation nach aussen grundsätzlich erlauben. Zudem sollte der Router in der Lage sein den Internet-Verkehr zu priorisieren, um zu verhindern das ein Download beim Telefonieren die Verbindung zum stottern oder gar abreissen bringt. Wer einen Linux-Router betreibt kann hier recht einfach mit dem SuperShaper behelfen, bei dem es eigentlich nur zweier Einträge braucht um korrekt zu funktionieren.

Im nächsten Teil werde ich dann auf die konkrete Konfiguration eingehen.

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