Überwachung im Kinderzimmer
9. Januar 2005
Bei Plus können sich all die besorgten oder gleichgültigen Eltern dieser Welt eine Überwachungskamera (Bild unten, gross durch Anklicken) für das liebe Kleine kaufen. Nun kann man also nicht nur hören, sondern auch sehen was im Kinderzimmer so vor sich geht. Als Ergbniss hat man sicher später Kinder die genau wissen das Mami oder Papi sowieso ein Auge drauf haben und das Kind wird es mit Unselbständigkeit danken. Wenn ich soetwas sehe frage ich mich immer, wie die Menschen in den letzten 20000 Jahren es geschafft haben die Kinder gross zu kriegen.
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Ich gebe anderen ja grundsät
Ich gebe anderen ja grundsätzlich keine ungefragten Erziehungsratschläge, da das in der Regel schlecht aufgenommen wird, und zwar mit Recht. Solche Ratschläge sind etwas für Omas und für Leute, die selbst keine Kinder haben und genaue Vorstellungen darüber haben, was sie eines Tages als Eltern besser machen werden als die anderen.
Bei diesen Kameras, die es ja schon vor einigen Jahren überall gab, ist dann allerdings der Punkt erreicht, wo ich dann doch mal genau nachfrage. Unser Babyphon (PMR-Gerät mit Rauschsperre, bei dem wirklich nur Gebrüll durchkommt und man nicht _jedes_ Geräusch hört) steht ja momentan unbenutzt in der Ecke, aber so eine Kamera kann man praktisch in jedem Alter und zu jeder Tages- und Nachtzeit einsetzen. Während wir abwarten müssen bis die Tür aufgeht, können Kamerabesitzer gleich durch die Funkverbindung das Kind anraunzen, wenn es aus dem Bett springt, obwohl es eigentlich schlafen soll. So ein Ding käme mir nicht ins Haus, denn obwohl wir nicht gerade eine Musterfamilie sind, zählt hier Vertrauen deutlich mehr als Überwachung.
Das die Dinger auch Duplex k
Das die Dinger auch Duplex können war mir neu, erschickt mich aber noch mehr. So muss Mami oder Papi nichtmal mehr den Hintern vom Sofa hochbekommen, um das Kind anzubölken.
Wir haben als Babyfone ein Gerät von Angelcare, das zusätzlich die Atemaktivität überwacht, was wir bei Paul auch im Einsatz hatten. Bei Max sind wir doch um einiges Gelassener. An den Einsatz einer Videokamera habe ich noch nie gedacht.
Den Atemsensor von Angelcare
Den Atemsensor von Angelcare haben wir beim Großen nach ungefähr zwei Nächten ausrangiert. Das war uns zu bescheuert, da stundenlang nach der richtigen Einstellung zu suchen. Als uns das Gerausche von Angelcare zu nervtötend wurde, sind wir dann auf die teuren PMR-Geräte umgestiegen. Die kann man wenigstens auch im Alltag benutzen, und die Reichweite beträgt mehrere Kilometer.
Daß die Dinger duplex können, habe ich aus meiner PMR-Erfahrung extrapoliert. Sehr gut möglich, daß sie es in Wirklichkeit nicht können. Konsequent wäre sowas aber allemal. :-/
Ich finde es toll, dass es Überwachungsgeräte überhaubt gibt.
Es gibt soviele, dass jeder sich das aussuchen kann, was er benötigt.
Einige Kinder haben z. B. bestimmte Krankheiten:
Mein ältester Sohn hat sich im Schlaf erbrochen und es nicht bemerkt.
Mit so einer Überwachungskamera hätte man einfach mal nachsehen können, ob alles OK ist, ohne das Kind mit klappernen Türen zu stören.
Mein Sohn hat ein Herz- und Atmungsüberwachungsgerät mit Sensoren, da sein Bruder an einem Herzfehler verstarb.
Plötzlich schlafe ich und er durch…….