Noch mehr verkehrte Welt
Gebhardt begründet die Zustimmung zur pauschalen Überwachung zudem mit zwei Vergleichen: So gebe jeder, der heute einen Brief verschicke, damit auch die dazu gehörenden “Verkehrsdaten” in Form von Absender und Empfänger etwa an den Postboten preis. Jeder Autofahrer müsse sich ferner bewusst sein, dass seine Fahrzeughalterdaten immer schon gespeichert und etwa beim Blitzen an einer roten Ampel ermittelt und für eine Untersuchung herangezogen werden dürften.
Heise Newsticker
Das ist die beschissenste Begründung für Überwachung die ich je gelesen habe. Da kann einen echt die Galle hochkommen. Natürlich stehen meine Daten auf allerlei Dingen drauf, aber mit einen ganz entscheidenen Unterschied: Sie werden nicht gespeichert um daraus später irgendwelche Profile ableiten zu können.
Natürlich könnte mein Postbote wissen, wem ich so schreibe und von wem ich Post bekomme, aber nicht für die Dauer von 24 Monaten. Genauso weiss das Verkehrs-Register ins Flensburg wieviele Punkte ich habe, kennt aber weder die genauen Umstände noch weiss wo ich den ganzen Tag so herumfahre. Nein, hier werden nur fadenscheinige Argumente ausgetischt um die Leute einzulullen und unsere Freiheitsrechte immer mehr zu beschneiden. Die Frage ist allerdings warum? Eine Notwendigkeit kann ich da nicht hinter erkennen!
Veröffentlicht am 14.Januar 2006 | Kommentare: keine | Artikel 806mal angeschaut