Upgrade auf Ubuntu Dapper Drake
Die Jungs von Canonical sind mittlerweile beim Flight 7 genannten Pre-Release von Ubuntu 6.06 LTS (steht für Long Time Support von 5 Jahren) angekommen und der endgültige Release ist für den 1. Juni avisiert, Zeit den Updater anzuwerfen und zu schauen, was passiert. Gegeben ist ein Kubuntu Breezy mit KDE 3.5.2 aus den Kubuntu eigenen Backports und einen 2.6.14.7 Kernel, da der 2.6.12er vom Dachs leider nicht mit meiner DVB-T Karte wollte.
Die Anfänge des Updates überraschten mich doch stark, denn es wurden sämtliche Kubuntu-Elemente gelöscht und nur ein paar KDE-Pakete upgedated. Im Nachhinein hat sich aber herausgestellt, das ich irgendwann mal das Paket kubuntu-desktop entfernt hatte und damit den Update-Prozess ziemlich verwirrt habe - also nicht alles was irgendwann mal eine gute Idee war, muss immer so bleiben :) Nach weiteren 500MB war denn auch wieder KDE komplett drauf und es stand der erste Reboot an, der auch prompt schief ging. Ich musste dem grub-Bootloader ein zusätzliches VGA=775 mitgeben, damit ich überhaupt den Splashscreen zu sehen kam, nur um sehen das sich der Rechner beim mounten des Root-FS aufhängte. Dafür habe ich im Moment keine Erklärung, aber das Booten von 2.6.15.7-21 (nicht 2.6.15.6-22(!)) löste das Problem vorerst. Positiv: Meine DVB-T Karte funktioniert ohne Murren und sogar meine Netzwerkkarte tut wie sie soll, das war beim Dachs und sogar den letzten Suse 10.1 RCs nicht der Fall. Auch Bluetooth funktioniert zwar noch nicht ganz, aber der BT-Stick wird erkannt und Kitchensync findet mein Handy.
Fazit: Etwas rumpelig, aber das war wohl eher auf mich zurückzuführen. Ansonsten kein allzu grosser Schritt nach vorne, aber trotzmdem sinnvoll.
Veröffentlicht am 8.Mai 2006 | Kommentare: 6 | Artikel 1719mal angeschaut
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2. Kommentar von martin | Datum: 9.Mai 2006
So viel schlimmer als die Erzählungen von Leuten, die unter XP mit Grafiktreibern und DirektX herumfrickeln müssen, bis ihr Ding läuft, klingt das ja eigentlich nicht. Ehrlich.
3. Kommentar von cycloon | Datum: 9.Mai 2006
Die Kernelstory wäre einen Bugreport Wert, oder?
4. Kommentar von kiesow | Datum: 9.Mai 2006
@martin: also ich muss ganz ehrlich sagen, mein windows lief weitaus unkomplizierter als mein kubuntu. mal läuft der adept nicht richtig durch, alle paar systemstarts will der KDM nicht richtig hochfahren und braucht einen restart …
mal ganz abgesehen davon, das ich unter windows nie software selber compilieren musste, weil es kein passendes .deb-paket gibt ;-)
5. Kommentar von joern | Datum: 9.Mai 2006
@kiesow: Keine Angst, so schlimm wie das hier erscheinen mag war es nicht :)
@martin: Linux ist und bleibt nunmal ein Frickel-OS. Daran konnten Suse und Redhat nichts ändern und Herr Shuttleworth wird noch ein paar Milliönchen investieren müssen um das zu ändern.
6. Kommentar von martin | Datum: 10.Mai 2006
Naja. Die einfachen Sachen können unter “Windows” aber auch ganz schön kompliziert sein. Z.B. erkennt die Windows-XP-Installations-CD mit Service Pack 2 bis heute bei der Installation nicht die onboard-Netzwerkkarte auf meinem vier Jahre alten Intel-Motherboard und verlangt die ebenso alte Treiber-CD. Ich gebe zu, seinerzeit im damals aktuellen Linux 2.4.19 hat die auch nicht funktioniert, wurde dann aber kurze Zeit darauf in 2.4.20 ohne Murren als Etherexpress-Karte erkannt. Daran hat sich seitdem nichts geändert. Und auch sonst: Neue USB-Maus? Muß erstmal eine Minute lang von der Hardware-Erkennung eingebunden werden. USB-Geräte alle ausgestöpselt und andersrum bunt gemischt wieder drangesteckt? Leider verloren, bitte ein Dutzend Treiber-CDs bereithalten.
Von den diversen Verzögerungen (mein Laptop legt nach dem Booten immer zwei Gedenkminuten ein) und sonstigen “Windows”-Aussetzern ganz zu schweigen. Das Nokia-Handy funktioniert z.B. trotz bunter Nokia-Software kein bißchen, und im Gegensatz zu Linux, wo ich nach Herzenslust frickeln kann, bleibt mir bei bei “Windows” nur, dumm zu kucken.
Das einzige, was “Windows” - zumindest bei mir - nicht macht, obwohl sich die planlosen Linuxer immer wieder schenkelklopfend Geschichten davon erzählen, sind Abstürze und Bluescreens. Das ist ja immerhin schonmal etwas. Aber absturzfrei laufen, das kann Linux eigentlich auch.
“Windows” ist mit seinen Treiber-CDs keinen Deut weniger frickelig. Nur gibt es viel viel mehr leichtsinnige Kids in der Nachbarschaft, die gerne mal zum Frickeln vorbeikommen und den Rechner so leidlich glattziehen.
Der wirkliche Fehler bei Linux waren bisher die viel zu kurzen Supportzyklen. Ich konnte bisher nicht mal eben irgendwo einen Linux-Rechner hinstellen und mich - wie bei “Windows” - auf fünf Jahre Update-Versorgung einstellen. 12-18 Monate sind für Oma und Opa einfach viel zu kurz. Ich bin gespannt, was Ubuntu in dieser Hinsicht bringt, und auch, in welchen Intervallen neue “LTS”-Releases kommen werden.
1. Kommentar von kiesow | Datum: 8.Mai 2006
du machst einem echt mut