Nochn Upgrade auf Ubuntu Dapper Drake
Nach meinen durchwachsenen Erfahrungen beim Upgrade von Ubuntu Breezy zu Dapper auf meinem PC zuhause hatte ich heute morgen zuerst den Gedanken verworfen meinen Arbeitsplatz-Rechner in der Firma auch upzugraden. Aber wie es nunmal so ist, überwiegt irgendwann der Abenteurer und man wirft doch das Upgrade an. Wieder wurde alles von Kubuntu/KDE desinstalliert und es wurde noch eine Schippe draufgelegt, indem der Rechner beim Updaten der PCMCIA-Pakete komplett einfror. Leider war zu diesen Zeitpunkt der neue Kernel noch nicht konfiguriert, so das ich zu einer grml-CD (sollte übrigends jeder in der Tasche haben, der mit Debian/Ubuntu zu tun hat) griff. Grml erkannte das Software-RAID korrekt und so konnte ich dieses ersteinmal recovern. Anschließend die MD gemountet, in die Ubuntu-Installation ge-chrooted und mit dpkg –configure -a die restlichen Pakete konfiguriert. Dann kubuntu-desktop, kde und kdesktop installiert, damit der richtige Desktop wieder da ist. Diesmal machte der aktuelle Kernel (2.6.15-22) keine Mucken und nach ein bischen Spass durch meine selbstgefrickelten iScsi-Pakete und dem wiederhinzufügen einer Partition zum Software-RAID war dann auch alles OK.
Mittlerweile bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ob ich zu blöd bin oder Dapper Drake noch zu buggy. Sollte letzteres zutreffen ist der 1.Juni wohl etwas zu euphorisch gewählt und man könnte das LTS als Long Term Suffer interpretieren…
Hallo Aumund,
ich glaube, auch das schaffts du wieder. Bin gespannt, berichte bitte, wenn du es geschafft hast, auch über die Fallstricke. Dann werde ich mich auch daran machen. Bis dann! Und grosses Lob für diesen Block!
ich habe relativ früh auf Dapper geupdatet, ohne Probleme!
Gut, ich nutze KDE eh nicht, daher kann ich darüber nix sagen, aber Gnome funktioniert einwandfrei. Man muss halt fast täglich einen Haufen Pakete updaten, aber auch das funktioniert einfach.
(PS: wollte gestern schon mal kommentieren, hatte aber keine E-Mail eingetragen, dann war mein langer Kommentar wech…)
Bei solch einem exzentrischen Setup würde ich mir das Upgrade dreimal überlegen, ich bewundere Dein konsequentes “Ja zum frickeln”. ;-)
Ich hatte auch schon mal geupdatet, aber mein gnome verhielt sich komisch und alle drei tage 300 mb saugen war auch nicht mein ding, also habe ich das image von Breezy zurück geholt und warte auf den 1. Juni.
Entsschuldige, aber das was hier nach Absenden passiert, mit “Headers already sent”-Warnungen und Deinen Pfaden für jedermann zu sehen – ich würde lieber ein anständiges Blogsystem nehmen als mir so ein Wordpress-Gebastel mit Captcha und nicht richtig funktionierenden psx-soundso zu zimmern. Schlimm, ein System wo so etwas notwendig ist.
Kann sein, das manche meiner Schilderungen anderen Leuten einen Schauer über den Rücken jagt, aber ich empfinde die ganzen Probleme bei Ubuntu als nicht sooo schlimm. Rein Zeitmässig waren das immer nur Minuten, nur das Warten auf die Raid-Syncronisation hat viel Zeit gekostet.
Letztlich bin ich sogar Dankbar, das dpkg derart robust ist und die meisten Pakete doch sehr sauber arbeiten, mit RPMs hätte ich größte Bauchschmerzen bei solchen Aktionen.
Ich fahre seit längerem Debian sid und gucke gelegentlich mal in Ubuntu rein. Mein _persönlicher_ Eindruck:
Im Gegensatz zu Debian meint Ubuntu, wenn sie “unstable” sagen, auch “unstable”.
Bei mir auf den Servern laufen die finalen Ubuntu-Versionen gut, aber alle Vorabtests auf meiner Kiste gehen mit schweren und schwersten Fehlern in die Hose. Kein Netz, kein X, Installercrash,…
Ich hab’s immer gefixt gekriegt, aber unterm Strich: sid als “Heimarbeitsplatz” kann man machen. Mit Ubuntus ubstable nie und never, immer schön Dualboot.
Gruß,
Jörg