Journalisten hatten mal den Ruf unabhängig und kritisch gesellschaftliche Vorgänge zu hinterfragen. Diese Ideale starben zuerst bei den Privatsendern, die zu Stichwortgebern und zur Profilierungs-Platform von Politikern verkommen sind. Jetzt hat es auch die taz erwischt. Anstatt den Leuten die Gefahren der Videoüberwachung klar zu machen, werden wir nun auch von dort mit Beschwichtigungen eingelullt:
In einer demokratischen Gesellschaft mit Videoüberwachung leben die Menschen unbeschwerter als in einer Diktatur ohne Videoüberwachung. Es macht also wenig Sinn, den Menschen Angst vor Videokameras einzureden, wenn sie keine haben. Es ist vielmehr ein Zeichen für die Stabilität unserer freiheitlichen Gesellschaft, dass die Menschen diese Angst nicht haben.
taz – Keine Angst vor Videokameras
Naja, die TAZ war schon immer die BILD der Möchtegern-Intelektuellen und Linken…
Bleibt die Frage, ob es besser ist den Menschen Angst vor Terroranschlägen einzureden…
Wieso? Es gibt manche Menschen die mehr Angst vor den Machenschaften unserer “Politiker” haben als vor “Terroranschlägen”. Und “Angst” einreden… da gehört noch immer eine Partei dazu, die den Gründen GLAUBT. Ich finde nicht das grosse Medien und Politiker es verdient haben, das man ihnen ohne Kritik und zu hinterfragen glaubt.
Ich weiss nicht, was ein Kommentar mit Glaubwürdigkeit zu tun hat, aber ja in der Tat das ist duch eine sehr unreflektierte Provokation der TAZ.
Die Reihenfolge ist falsch. Seit Jahren ändern sich die Polizeigesetze massiv, Medien wie die taz informieren, die Datenschützer und Bürgerrechtsaktivisten geben Interviews und machen Aktiönchen – und keinen scheint es zu jucken.
Und genau das steht ja auch in dem taz-Kommentar:
Man kann diese Popularität jetzt ignorieren oder man darüber reflektieren. Eine denkende taz ist mir lieber als eine, die immer die “richtige” Meinung absondert um “glaubwürdig” zu sein.