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Linksys WRTG54gl – Router Installation als Bewegungs-Therapie

20. Oktober 2006

Gestern also hab ich ihn ausgepackt und wollte loslegen. Vielleicht hätte ich mir vorher überlegen sollen, ob es eine gute Idee ist den Router im Keller aufzubauen.

Hinten auf den vier Switchports war ein grosser Aufkleber, der mir dringends anriet erst die CD einzulegen und dann erst die Kabel einzustecken. Ok, Windows gebootet und CD rein. Ich solle doch bitte das Netzwerk-Kabel am Computer abziehen, war der erste Befehl. Gelesen, ignoriert (da der Router an den Switch im Keller soll). Weiter. Nun das Kabel vom Modem in den Internet-Port des WRT. Gelesen, in den Keller, getan, wieder rauf. Weiter.Nun das mitgelieferte Netzwerk-Kabel in den Computer. Gelesen, ignoriert. Weiter. Das andere Ende des Kabels in einen LAN-Port des WRTG. Gelesen, in den Keller, Kabel vom Switch in den WRTG, wieder rauf. Weiter. Netzteil auspacken und anschließen. Gelesen, in den Keller, angeschlossen, wieder rauf. Weiter. Ich soll Leuchten angucken. Gelesen, ignoriert. Weiter. Er prüft die Einstellungen. Fertig. DSL-Einstellungen. Gelesen, getippt. Weiter. Router-Passwort. Gelesen, getippt. Weiter. Ich soll 10 Sekunden den ‚Easy Secure Setup-Button‘ vorn am Router drücken. Gelesen, in den Keller, Knopf gedrückt, wieder rauf. Weiter. Ah, der Router sucht nach (Wireless)-Clients, ich soll warten bis der blinkende ‚Easy Secure Setup-Button‘ aufgehört hat zu Blinken. Gelesen, in den Keller, 60 Sekunden warten, wieder rauf. Weiter. Gemachte Einstellungen bestätigen? Klar. Weiter. Der Router wird konfiguriert – bitte warten. Kein Problem. Norton Internet Security installieren? Hilfe, Nein! Schnell ‚Fertigstellen‘ drücken. Done.

Und nun? Wie komme ich auf den Router? Auf dem Beipack-Zettel mit dem Titel ‚Häufig gestellte Fragen‘ steht:

[..](die Standard-IP-Adresse lautet 192.168.15.1)[..]

IP-Adresse am Rechner angepasst. Nix. Linux booten. Nmap anwerfen – Ping flood starten. Nix. Handbuch lesen. Ah, 192.168.1.1. Bingo!

Fassen wir zusammen: Ich bin fünfmal in den Keller gelaufen, um die sinnloseste Installations-Prozedur zu überstehen, die ich je erlebt habe, um am Ende nichteinmal die wichtigsten Daten zu haben.

Der Rest ist schnell erzählt: Die Firmware tut was sie soll, nämlich routen und bis auf das Qos-Feature bietet sie keine sonderlich tolle Funktionalität. Ich kann gut verstehen, warum man eine alternative Firmware installieren will.

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  1. 20. Oktober 2006, 22:21 | #1

    Hehe. Diese Aufkleber kleben nahezu an jedem Router mittlerweile. Doch hat man einen Router gesehen, hat man alle gesehen. Das Prinzip ist überall gleich – einzige mir bekannte Ausnahme, bilden die Lancom Geräte. Die haben Optionen, um Handbüche (in Deutsch) mit mehreren hundert Seiten zu füllen.

    Was die IP angeht, so sind es immer die klassischen:


    192.168.0.1
    192.168.1.1
    192.168.2.1 (T-Com)
    192.168.178.1 (AVM)

  2. Stefan
    20. Oktober 2006, 23:30 | #2

    OpenWRT ist schon klasse für Teile. Ich betreibe seit über einem Jahr einen mir installierten IPSec um eine VPN-Verbindung zu nutzen. Funktioniert super.
    Und da man per Shellscript auch weitere Funktionen in das Webfrontend Basteln kann sehe ich keinen Grund daran was zu ändern. Mittlerweile hat ein Arbeitskollege auch einen WRT54G mit OpenWRT in Betrieb und mein GF hat alle LevelOne APs verbannt und einen entsprechend großen Haufen WRTs für uns und unsere Wartungskunden gekauft.

    Gruß
    Stefan

  3. Torsten
    21. Oktober 2006, 00:02 | #3

    Und wenn ich Dir sage, dass ich den gleichen Router habe, sollte ich vielleicht nicht erwähnen, dass die Installation für Nicht-DAUs völlig unnötig ist? Kabel eingesteckt, Router und PC gestartet habe und dann Webadmin-Interface ansteuern.

    Der beschriebene Installationsprozess zielt eher auf die automatische Konfiguration der Verschlüsselung für Windows-Nutzer.

  4. 21. Oktober 2006, 08:27 | #4

    Mal kurz zusammenfassen: Du hast es unmännlich gefunden, den Router mal kurz back-to-back am Rechner anzuschließen, hast Dich wie ein Anfänger von der Setup-Routine verschaukeln lassen und siehst die Schuld dafür, daß Du fünfmal in den Keller laufen mußtest bei der Linksys-Firmware und nicht beim mitgelieferten „Windows“-Setup. Daß die bei Routern mitgelieferte Installationssoftware Schrott ist, weiß doch seit den ersten ISDN-Routern wirklich jedes Kind. :-)

  5. Torsten
    21. Oktober 2006, 09:03 | #5

    Martin: Immerhin bemüht sich Linksys darum, dass Otto Normaldau sein Funknetz unverschlüsselt lässt, weil er nicht kapiert, was WEP ist.

  6. 21. Oktober 2006, 09:55 | #6

    @Deny: Ich könnte zu Deiner Liste noch 196.168.168.168 hinzufügen.

    @Torsten & Martin: Und wenn ich nicht so vorgegangen wäre hätte ich mir RTFM anhören dürfen :)

  7. 21. Oktober 2006, 12:51 | #7

    Ich empfehle DD-WRT. Parktisch die selben Funktionen wie OpenWRT, aber alles bequem über das Webinterface administrierbar. Man kommt mit alternativer Firmware dann auch an den preisgünstigsten VLAN-fähigen Switch, den man kaufen kann…. (und das noch lüfterlos!)

  8. 21. Oktober 2006, 16:48 | #8

    ich habe mit mehreren Versionen von DDWRT schlechte Erfahrungen gemacht. Das Webinterface tat öftr mal nicht das was behauptete zu tun und tat nach ein paar Einstellungen (Verschlüsselung und manchmal auch nur nach der Änderungen der Default IP, überhaupt nichts mehr – klicken konnte man nach wie vor, aber am Verhalten des Routers änderte sich nichts).

    Für Openwrt gibt es ein eigenes komfortables Paketmanagement und es sollte mich sehr wundern, wenn die gleiche funktionalität nicht genauso darüber zu realisieren wäre.

    Ein Tipp noch, wer verschiedene Firmwares auf den WRT getestet hatte sollte veilleicht mal ein NVRAM-reinigungsscript drüberlaufen lassen für OpenWRT.

  9. 25. Oktober 2006, 07:21 | #9

    OpenWRT verfügt mittlerweile auch über ein „Webinterface“ (Wenn man es denn wirklich so nennen möchte). Zumindest die White Russian RC5.

    Gruß
    Stefan

  10. 31. Oktober 2006, 15:28 | #10

    Wenn du mal mit dem WRTG was WIRKLICH Sinnvolles machen willst, bei uns laeuft inzwischen ein Nepenthes Honeypot drauf… :P

    SG

  11. 31. Oktober 2006, 20:30 | #11

    Das Problem an Honeypots ist, das man damit die IP-Adresse die man nutzt verbrennt. Man kann nirgends Mail loswerden oder ins IRC.

  12. bernd
    31. Dezember 2006, 14:54 | #12

    wrt54gl router
    ich komme in der installationsroutinenicht weiter
    beim erkennen des pc block das programm und ich kann nicht auf den router zugreifen jemnad eine idee?
    bernd

  13. Franz
    17. Januar 2007, 20:10 | #13

    also wir haben derzeit über 400 wert54gl mit ddwrt als client und ca 20 als AP und Bridges in Einsatz, alle in fernwartung, die einrichtung geht normal so, irgend computer an WRT angehängt, Webinterface (derzeit noch, durch scirpt arbeit daran das ich dann auch firmware einfach per konsole aufspiele) aufgerufen 192.168.1.1 ddwrt firmware drauf, unser standard config drauf und ist damit sofort im großen netz, schöner kann es kaum gehen, derzeit versuche ich noch mehr zu automatisieren, damit wir fehlerlogs und auch verbindungverschlechterung durch kismet relativ schnell mitbekommen, auch experimentiere auf einem WRT das dieser als asterix (voip anlage) laufen kann, sollte funktinieren, weis es noch nicht

    mfg franz@wieser.at

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