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Schon wieder ein Jahr vorbei

1. Januar 2007

So, 2006 ist vorbei, nun kann man in Ruhe drüber lästern. Die erste Hälfte des Jahres war zweifellos geprägt von den Problemen mit meinen ehemaligen Arbeitgeber. Zwar habe ich schon mitte Januer eine neue Stelle angetreten, aber Arbeitsgerichte, Gerichtsvollzieher und Pfändungen brauchen so seine Zeit. Letztlich sind wir wohl mit einen blauen Auge davongekommen, trotzdem hat es sehr viel Nerven gekostet.

Meine neue Arbeit hingegen erwieß sich als Volltreffer. Nette Kollegen, selbstständiges Arbeiten und viele Herausforderungen - was will man mehr? Hier im Blog merkt man davon nicht allzuviel, was zum Teil damit zusammenhängt, das ich nicht weiss wie mein Arbeitgeber zum Thema Bloggen steht (vielleicht mal ne Aufgabe für dieses Jahr es herauszufinden). Andererseits sind einige Dinge nicht auf meinem Mist gewachsen oder nicht weiter der Rede wert.

Grosses Highlight war natürlich die Geburt von Michel. Die ersten Wochen mit seiner Verlegung auf die Intensiv-Station, Meikes bei ihm bleiben und Max und Paul abwechselnd bei den Grosseltern unterbringen, entlockt im nachhinein ein kleines Lächeln, aber bei genaueren Erinnern waren doch viele Ängste und Stress dabei.

Meine anderen beiden Jungs haben mir natürlich auch viel Freude bereitet. Paul hat sich einfach aufs Fahrrad gesetzt und ist losgefahren - ohne Stützräder! Max wiederum ist ganz anders als sein grosser Bruder, er geht Dinge ganz anders an. Hat seinen eigenen Kopf und ist trotzdem ein ganz Lieber. Es macht Spaß so unterschiedliche Persönlichkeiten aufwachsen zu sehen. Sie sind das Salz in der Suppe des Lebens.

Und Bloggen? Bloggen ist Mainstream geworden, Don Alfons redet immer offener wie Opa vom Krieg und plant seine Zukunft anscheinend als Landser-Autor, es entstehen immer mehr Ghettos neudeutsch Communities. Paradoxen entstanden wie die des ‘Sozialen Netzwerkes’, die so garnichts mit Sozial zu tun haben. Es geht nur darum, das der Besitzer deine Daten an die Börse bringen oder anderweitig verjubeln kann. Wir brauchen ein Gegenstück zur Wikipedia in dem Bereich. Second Life entsteht - für Leute die im Real Life gescheitert sind. Ansonsten sind viele Dinge passiert, die im Flurfunk der Blogosphäre voller Aufgeregtheit besprochen wurden, nur um auch mal was gesagt zu haben oder in aller Munde zu sein. Mir fehlt immer noch der eigenständige Content bei vielen und genauso fehlen wirklich gute Linux, BSD, Solaris und IT-Blogs. Vereinzelt trifft man sie, aber leider halten viele nicht lange durch. Mit Podcasts bin ich noch immer nicht warm geworden und wenn mich etwas wirklich geärgert hat, dann die mit Videos vollgekleisterten Blogs. In meinen Augen steigert soetwas nicht die Qualität, wie man am Fernsehen jeden Tag aufs neue merkt.

Und was erwarte ich vom neuen Jahr? Etwas mehr Ruhe. Seit ich Meike kennengelernt habe ist eigentlich jedes Jahr grosses passiert. Wir sind zusammengezogen, haben geheiratet, Paul bekommen, ein Haus gekauft und Renoviert, Max bekommen, den Stress mit meinen Ex-Arbeitgeber überstanden und letztlich Michel bekommen. Ich hoffe dieses Jahr passiert nicht soviel aufregendes, ich könnte es mal dringend brauchen ;)

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