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Nahtod-Erfahrung
Ich hab eben das erste mal seit Jahren wieder Redhat (CentOS 4.4) installiert, jetzt weiss ich wieder warum ich immer einen Bogen drum herum mache *flame*
8 Kommentare zu „Nahtod-Erfahrung“
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Jetzt mal ganz ehrlich, welche Distribution will man denn ausser Redhat im Unternehmensumfeld einsetzen, in dem man in Deutschland praktisch überall einen Bogen um Debian macht? Suse? Mandriva? Da nehm ich doch lieber Redhat… (auch wenn es 3x so viel kostet wie ein Windows-Server…)
Also Debian und Ubuntu tun ganz gut und ich fühle mich wohl damit.
Und was genau hast du gegen Redhat?
Moin,
Solange es das perfekte Betriebssystem nicht gibt, muss man nehmen, was für den Einsatzzweck und die geplante Lebensdauer eines Systems das Beste ist. Wenn ich also ein Betriebssystem brauche, das über einen langen Zeitraum mit Patches und Fixes versorgt wird, das über einen excellenten HW- und SW-Support (“zertifiziert”) verfügt und das zudem auch noch “rock solid” läuft, dann sind RHEL/CentOS erste Wahl.
Auf einem aktuellen HP DL-385 mit SmartArray läßt sich Sarge z.B. nicht mal installieren, Ubuntu ist aus mehreren Gründen indiskutabel, ebenso Suse. Wenn ich dann noch von Debian-internen Diskussionen lesen muss, die den Sinn von Stable-Releases in Frage stellen, dann stelle ich für mich den Sinn eines Einsatzes von Debian in Frage, auch wenn ich in den letzten Jahren mit Woody/Sarge ganz gut gefahren bin.
Im Übrigen bin ich in dieser Sache völlig neutral, mein Herz schlägt ohnehin für FreeBSD. ;)
Gruß,
kaasboer
Wenn’s als Server dauerhaft produktiv sein soll, gibt es derzeit keine Alternative zu CentOS. Das einzige, was mir noch besser gefallen würde, wäre ein freier SLES-Nachbau, wegen der freien Filesystem-Auswahl.
@Marcel: An Redhat haben mich schon immer Kleinigkeiten geärgert. Vor ein paar Jahren war an Online-Updates nicht zu denken, Debian hatte das zu dem Zeitpunkt schon seit Jahren. Bei CentOS 4.4 hat es genau 2 Minuten gedauert, denn mkswap erzeugt keine UUIDs. Da UUIDs schon im letzten Jahrtausend eingeführt wurden, frage ich mich was Redhat da treibt, an ein Betrieb im SAN wie ich es kenne ist so nicht zu denken.
@kaasboer: Zertifizierung ist eine nette Sache, aber für mich nicht Ausschlaggebend, denn wenn ich etwas in meiner ehemaligen Firma gelernt habe dann, das man sich im Notfall Zertifizierung und Verträge mit 4 Stunden Wiederherstellung sonstwo hinschieben kann. Das einzige ‘tolle’ daran ist, das man auf andere zeigen kann wenn nix mehr geht.
@Joern: mir geht’s bei der Zertifizierung nicht so sehr darum, dass ich irgendwelchen Support in Anspruch nehmen kann, sondern darum, dass das System auf aktueller Hardware ohne große Umstände funktioniert. Der zweite Punkt ist, dass sich ein kommerzieller SW-Anbieter im Falle eines eindeutigen Bugs nicht damit herausreden kann, dass man ein nicht unterstütztes System verwendet.
Gruß,
kaasboer
@kaasboer: Das mit dem ‘herausreden’ ist so eine Sache. Ja, er kann und meiner Erfahrung nach wird er es auch, wenn es ihm zuviel Umstand ist. Auch hat man trotz zertifizierter Hard- und Software keinerlei Garantie, das nach einem Update noch alles funktioniert, geschweige denn das man einen Anspruch darauf hat zeitnah eine Lösung zu haben. Ich bin da zutiefst Pessimist, denn ich habe zuviele Geschichten in dem Bereich erlebt.
Das es nicht immer einfach ist bestimmte Linuxe auf neuer Hardware zu installieren, damit hast Du Recht. Allerdings ist es eine Frage des kleineren Übels :)