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Umzug auf die Linksys NSLU2

7. April 2007

Als ich mir vor über einen Jahr das Energiemessgerät kaufte wusste ich nicht, welche langfristigen Konsequenzen das haben sollte. Mir wurde klar, das es so mit meinen Heim-Server nicht weitergehen konnte, 150W fürs nix tun sind einfach zu viel.

Zuerst versuchte ich den Server selbst zu optimieren. Ein AMD Geode Prozessor musste her und mit eigenen Kernel backen lag ich bei 71 Watt im Idle und 110 Watt unter Vollast. Ein kleiner Schritt, aber noch nicht das Wahre.

Als nächstes kam mir der Linksys WRT54GL mit OpenWRT ins Haus geflattert. Er brachte zwar adhoc keine Entlastung, sondern 13 Watt mehr auf den Stromzähler. Das macht aber auch nichts, denn er war Teil eines größeren Plans.

Schließlich die Linksys NSLU2. Mit Debian hatte ich sie recht schnell versorgt, ich wollte aber vor dem Umzug meine MP3s zu Ogg konvertiert haben und das dauerte etwas. Hat leider nicht funktioniert, weil die ID3-Tags zum Großteil zerstört wurden. Am Freitag war also der grosse Tag. Die Daten von /home, meinem allgemeinen Daten-Verzeichnis und Mail wurden vom alten Server transferiert. NFS-Server und Sendmail konfiguriert, Samba mit Windows-Domäne fertiggemacht, was zuerst einfacher ging als gedacht. Die Probleme mit den Profilen haben mich dann heute eingeholt.

NSLU2 aufgebaut mit 2 USB-Festplatten
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Die 32 MB RAM der NSLU2 ist mit NFS, Mail, IMAP4, Samba, SSH und den anderen Systemteilen zur Hälfte ausgelastet. Später hinzukommen wird noch CUPS. Von der gefühlten Performance ist das System mehr als Ausreichend. Gut, man sollte es mit Verschlüsselung nicht übertreiben (scp frisst die CPU), aber es ist gut benutzbar.

Heute habe ich alles im Rack eingebaut und nochmal nachgemessen. Mein alter Server mit USV, DSL-Modem und 5 Port-Switch lag bei 125W im Idle. Nach dem Umbau und Abschalten lag die NSLU2 mit 2 USB-Festplatten (einmal System, einmal Backup) und obigen Foo bei 52 Watt. Rechnet man noch die 13 Watt des WRT54GL hinzu bin ich bei 65 Watt, also knapp die Hälfte. Das kann alles noch ein bischen nach oben und unten schwanken, da die Seagate-Festplatten sich im Idle selbsttätig herunterfahren (auch die Systemplatte obwohl da ständig Betrieb drauf ist).

Nun fehlen noch Kleinigkeiten. Die Systemplatte soll nachts auf die Backupplatte gesynced und CUPS muss konfiguriert werden. Vielleicht tausche ich noch Programme aus, also ein kleinerer MTA (sollte SMTP-AUTH können) und Dovecot statt UW-IMAP. NFSv4 soll auch noch kommen.

Das gesamte Rack
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Was mir wirklich fehlt ist ein Tastatur- und Monitoranschluß an der NSLU2. Man kann wohl eine serielle Schnittstelle anlöten und könnte ein serielles Terminal anschließen, aber das wäre mir zuviel gebastel.

Nachtrag: Martin hat die Spassbremsen-Frage nach den Kosten der Aktion gestellt. Nun, bei 3,5KWh am Tag, wie in der Ausgangssituation, entstehen bei einen KWh Preis von 20 Cent jährliche Kosten von ca. 256 Euro (21 Euro im Monat). Der WRTG54GL-Router kostet 55 Euro, die NSLU2 75 Euro und die beiden Festplatten je 90 Euro macht 310 Euro. Also nach 1 Jahr und 3 Monaten rechnet sich soetwas. Bei den späteren 70 Watt sieht die Sache natürlich schon anders aus und man liegt bei über 2,5 Jahren.

Die letzten 24 Stunden verbrauchte die neue Lösung 1,6KWh, macht im Jahr 117 Euro oder 9,75 Euro im Monat.

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  1. 8. April 2007, 07:57 | #1

    Und wieviel Jahre muß das jetzt laufen, bis die Investition sich amortisiert hat?

  2. 8. April 2007, 14:35 | #2

    Das spielt doch bei uns Com_Puter_Mukel keine Rolle Martin ;)

  3. kaasboer
    8. April 2007, 14:46 | #3

    …wegen der Windows-Profile: wenn man die SID(s) vom alten System mit rübernimmt, sollte es keine Schwierigkeiten geben (net getlocalsid, net setlocalsid, User-SIDs). Oder ist Dein Problem ein anderes?

    cu,
    kaasboer

  4. Magnar Hirschberger
    8. April 2007, 18:15 | #4

    Eine alte Cobalt RaQ2i (CPU: MIPS R4100, bis 32 GByte HDD) ließe sich mit Debian oder mit NetBSD bestücken und käme auf ca. 40 W im Idle. Via SCSI zusätzlich ext. HDs möglich …

  5. 8. April 2007, 19:42 | #5

    @kaasboer: Mein Problem lag in fehlenden lokalen Berechtigungen

    @Magnar: Von einer Mips-Cobalt träume ich schon lange, leider gab es noch keine Gelegenheit günstig an eine zu kommen.

  6. neri
    8. April 2007, 20:47 | #6

    Hast du fuer die Server loesung ueber courier-mta/imap nachgedacht? Kann SMTP-AUTH, authentifiziert alle dienste gegen seinen eigenen Auth Dienst(courier-authlib) welcher wiederum BDB,MySQL,PostgresSQL oder LDAP benutzten kann, und hat meiner meinung nach einen recht vertretbaren footprint. Ich habe aber noch nie versucht es auf einem derart kleinen System unterzubringen.

  7. 8. April 2007, 21:10 | #7

    Na, na, na. Wenn schon, dann 310 / (21 - 9,75) = 28 Monate. Das wäre mir zu lang. Aber 150 Watt waren auf der anderen Seite wirklich ziemlich viel. Und das bei der aktuellen CO2-Diskussion. Örgs. ;-)

    Ich muß mir auch mal ein eigenes Verbrauchsdings besorgen und nicht immer bei ‘nem Bekannten ausleihen. :-)

  8. Peter
    14. April 2007, 10:58 | #8

    Auch alte PC Hardware kann noch recht interessante Leistung erbringen. Hier werkelt ein Fujitsu-Siemens Scenic XS mit Celeron 666 / 512 MB und 2 x 250 GB. Verbrauch im idle 39 Watt. Dienste: Mail, Imap, Clamav, Spamassasin, SSH, Samba, Mysql, Apache. Und noch was > Superleise!

  9. Markus
    3. Mai 2007, 08:46 | #9

    Die genannten Verbrauche scheinen mir doch etwas hoch. Ich habe zur Zeit einen NSLU2 (Debian) mit 2.5 Zoll Festplatte laufen und messe einen Verbrauch von 6-12 Watt. Das deckt sich auch mit Angaben, die ich schon anderswo gelesen habe.
    Was verbrauchen denn Eure NSLU2 ohne USB-Platten?

  10. 3. Mai 2007, 08:52 | #10

    Die NSLU liegt nackt bei 6 Watt, je Platte 13 Watt, sowie USV und DSL-Modem/Switch. Alles mit nen Energie-Meßgerät nachgemessen.

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