Wer einmal OpenSolaris testen möchte kann sich entweder die DVDs bestellen oder sie selbst herunterladen (kostenlose Anmeldung notwendig oder auch nicht). Der Vorteil in der heruntergeladen Version liegt darin, das sie aktueller ist. Ich habe z.B. Build 57 auf DVD bekommen, aktuell ist aber im Moment Build 63.
Bevor man die DVD einlegt gibt es ein paar Punkte zu beachten. Da wäre zum einen die Hardware-Unterstützung. Sie ist noch ein Stück bescheidener als sie unter Linux ist. Wer sicher gehen will das sein System unterstützt wird kann sich durch die HCL (Hardware Compatibility List) wühlen oder das Check Tool herunterladen, aber auch DVD booten und gucken was passiert ist ein passables Mittel um zum Ziel zu kommen. Wenig schiefgehen kann wer einen AMD Athlon Prozessor, AMD- oder Nvidia-Chipsatz und mindestens 800MB an RAM sein eigen nennt, denn ähnliches steckt in den Sun Servern.
Die interaktive Installation (hier Screencasts zum aufwärmen) ist mehr als selbsterklärend, beim Partitionieren muss man allerdings genau lesen und das richtige anklicken, sonst wird der vorhandene Partitiontable verworfen und damit verschwinden bei der Installation bereits vorhandene Betriebssysteme. OpenSolaris lässt sich nur in eine primäre, aktive Partition installieren und man sollte es auch ordentlich Swap spendieren, bei der alten Regel Arbeitsspeicher mal zwei man ruhig ein paar Schippchen drauflegen. Wenn es darum geht,was zu installieren werden soll, ist die Voll-Installation mit ca. 5GB Umfang zu Anfang sicher eine gute Wahl.
Multiboot ist möglich, allerdings sollte man immer den grub von OpenSolaris benutzen. Der Eintrag für Windows würde dann so aussehen:
title Windows
rootnoverify (hd0,0)
chainloader +1
Vista braucht eine Extra-Behandlung die sich gewaschen hat.
Wie man sieht ist das alles nichts für den Computer-Anfänger. Profundes Grundwissen über Festplatten-Partitionierung und den Boot-Loader grub sollte man schon mitbringen. Hat man das aber alles hinter sich lächelt einen dieser Boot-Screen an:

1. die Screencasts sind nett und “bullet proof”
2. Vista booten geht mit GRUB bei Ubuntu wesentlich einfacher:
title Windows Vista
rootnoverify (hd0,1)
chainloader +1
makeactive
In diesem Beispiel liegt Vista auf /dev/sda2.
GRUB bringt es! Es kann nämlich Partitionen “für zwischendurch” aktivieren – dafür gibt es “makeactive”.
GRUB? ja und? besser als lilo und HeulSuSE allemal!
Grub frisst alles, macht alles, kann alles. Außer Kaffeekochen natürlich.
cu, w0lf.
Die Installation war einfacher als die von Windows. Ohne Witz. Dafür hab ich sogar kurzfristig mein Etch geopfert=)
Mal ne Frage: Mir hat es der Gnome Desktop von Solaris angetan. Wie kann ich exakt dieses Look&Feel auf nen beliebiges Gnome übertragen ? (wird wohl wieder Etch sein oder BSD)
Grüße, dial-r
Ich habe eine Installationsanleitung für Solaris 10 11/06 auf VMware geschrieben, prinzipiell laesst sich das natuerlich auf eine Solaris Express Community Edion uebertragen. VMware bietet den Vorteil gegenueber einer Multiboot-Installation, dass fuer einen ersten Test weniger schief laufen kann. Zu finden auf meiner Homepage…
Otmanix