1000 geheime Linux-Tricks und deren Folgen
Nachdem Linux mehr und mehr zum Mainstream wird tauchen die obligatorischen Tips und Tweaks, wie sie seit Jahren ganze Zeitschriften im Windows-Bereich füllen. Sie versprechen alles mögliche, meistens mehr Performance und die Leute übernehmen es meist unreflektiert. So wie damals[tm] bei FasterDapper das einigen Leuten die Rechner zerlegt haben dürfte.
Aktuell gibts beim Ubuntugeek unter der tollen Überschrift How to Increase ext3 and ReiserFS filesystems Performance ein bischen Voodoo. Er propagiert darin das Rumschrauben an den Optionen für das Journalling vom ext3-Filesystem, die nicht ganz ohne Folgen sein können. Leider werden sie nur in einen Nebesatz erwähnt, daher nochmal in deutlich:
The price to pay is that it may allow old data to appear in files after a crash and journal recovery.
Das ist irgendwie nichts, was ich von einen Filesystem erwarten würde. Anzumerken ist noch, das der Artikel doch ziemlich schludrig aus anderen Seiten und man-pages zusammengeklatscht ist.
Normalerweise wird dir_index und das “volle Journal” empfohlen, also journal_data. Soll die Performance und Stabilität erhöhen. Hängt natürlich davon ab für was man das FS in der Regel einsetzt.
http://www-128.ibm.com/developerworks/linux/library/l-fs8.html#4
Um Himmels Willen, Filesystemtuning. Muß man das bei Reiser wirklich machen? Wir nehmen hier immer mkfs.xfs und fassen weiter nix an. Ist das unprofessionell? ;-)
@Oli: dir_index wird seit längeren per default aktiviert
@Martin: Gerade am Finger still halten erkennt man den Profi :)