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Vom Umgang mit dem Worst-Case

Mit Ausfällen Leben ist in der IT an der Tagesordnung, vermeiden lassen sie sich nicht, daher sollte man lernen mit ihnen zu umzugehen. Meistens sind es nur Kleinigkeiten, hier mal eine Festplatte, da ein kaputter Server. Auf richtige Worst-Case Szenarien trifft man selten, dann sollten Notfall-Programme ablaufen, die es aber A) vielfach nicht gibt oder B) im konkreten Fall nicht funktionieren, dann sollte gesunder Menschenverstand einsetzen:

Ruhe bewahren - Es nützt nichts in hektische Betriebssamkeit zu verfallen, lieber einen Augenblick zurück lehnen und nachdenken. Aktionismus macht mehr Probleme als es löst.

Lage besprechen - Was ist genau los? Wo steht man? Welche Optionen gibt es? Bei längeren Ausfällen in regelmäßigen Abständen besprechen.

Prioritäten setzen - Welche Services sind wichtig, welche nicht? Was brauche ich um die Dinge wieder ans laufen zu bekommen?

Aufgaben teilen - Festlegen wer was macht. Einteilen wer Probleme fixt, wer die Kommunikation zu anderen Teams, Abteilungen und Vorgesetzen hält, wer den Ablauf dokumentiert. Wer gelangweilt auf dem Flur rumläuft kann eingespannt werden.

Dokumentieren - Bei aller Betriebsamkeit nicht vergessen, das man irgendwann auch wieder den Regelbetrieb aufnehmen muss und grob niederschreiben was, wo gemacht wurde, damit ein Rückbau möglich ist.

Review - Wenn alles ausgestanden ist Besprechen was passiert ist. Was war der Auslöser? Gute und schlechte Punkte ansprechen, nicht nur im technischen, sondern auch im organisatorischen Bereich.

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1. Kommentar von Andreas | Datum: 26.September 2007

Gibt es einen bestimmten Anlass für diesen Beitrag, oder ist Dir das einfach so eingefallen? Natürlich hast Du Recht und besonder der Punkt “Wer gelangweilt auf dem Flur rumläuft kann eingespannt werden” gefällt mir - nennt sich “Management by corner”… wer gerade um die Ecke biegt, bekommt den Auftrag ;-)

2. Kommentar von Otmanix | Datum: 26.September 2007

Wahre Worte, dem ist fast nichts hinzuzufügen.
Noch etwas kürzer ist die Liste, wenn man alleine mit der Siuation fertig werden muß. Das Thema Abstimmen, etc. heißt hier vielmals überlegt handeln. Gerade alleine ist es wichtig nicht in Panik und hektische Betriebsamkeit zu verfallen - das hat noch nie Probleme gelöst. Wer Ruhe gegenüber anderen ausstrahlt und nicht vergißt relevante Personenkreise zu informieren hat zur eigentlichen Behebung des Problems i.d.R. den Rücken frei.

3. Kommentar von martin | Datum: 26.September 2007

Oh Mann. $KUNDE hat beim Thema “Prioritäten setzen” schon gleich im Vorfeld Probleme. “Eingeschränkt verfügbar” ist derart undenkbar und indiskutabel, daß man lieber den Kopf in den Sand steckt und erst garnicht über den K-Fall redet.

4. Kommentar von TabTwo | Datum: 26.September 2007

@Andreas: Das Schöne an der EDV, nach dem Gau ist vor dem Gau. Nur wann der kommt weiss halt keiner.

5. Kommentar von Joern | Datum: 27.September 2007

@Andreas: Natürlich gibt es einen Grund, zumindest um darüber Nachzudenken und zu schreiben.

@Otmanix: Thomas Schaaf, der Trainer von Werder Bremen, hat mal auf die Frage, warum er meistens so ruhig auf der Trainerbank sitzen würde, gesagt: Ich kann von meinen Spielern nicht erwarten ruhig und besonnen zu bleiben, wenn ich an der Seitenlinie den Kasper gebe. Dem ist nichts hinzuzufügen :)

@martin: Probleme zu ignorieren ist eine veritable Möglichkeit mit ihnen Umzugehen. Sie ist auch erfolgreich, denn sonst müsste sie laut Darwin ausgestorben sein :)

6. Kommentar von Klaudio | Datum: 28.September 2007

Jaja, Ruhe bewaren ist gut.
Nur meistens sind so viele Leute betroffen, dass unser Instinkt eben keine Ruhe bewahrt. Ich denke, dass ist fast eine Kunst.

7. Kommentar von martin | Datum: 28.September 2007

@Klaudio: Wenn’s _wirklich_ kracht, ist das aber keine Kunst, sondern überlebenswichtig.