Viele Passwörter unter Linux verwalten
Wer kennt das nicht: Je mehr Computer, Programme oder Internet-Applikationen man hat umso mehr Passwörter muss man verwalten. Vielen helfen sich damit immer das gleiche Passwort zu nutzen, wieder andere verlassen sich auf die Passwort-Verwaltung ihres Browsers. Keine schöne Lösung.
Um der Passwort-Flut her zu werden gibt es für Linux das kleine Kommandozeilen-Tool pwsafe.
Nach der Initialisierung der Datenbank
joern@kif:$ pwsafe --createdb
Kann man den ersten Eintrag machen:
joern@kif:$ pwsafe -a Enter passphrase for /home/joern/.pwsafe.dat: name: zap group []: host username: root password [return for random]: Generate random password? [y] y Use WGgsrjEg^3T=N$703VDlC~^=YLNhB+b%$4Y type alpha/digit/symbol, length 36, 160 bits of entropy [y/N/ /+/-/q/?] ? - [..] Use ?EJL$O0fD type alpha/digit/symbol, length 9, 40 bits of entropy [y/N/ /+/-/q/?] ? y notes: Add another? [n]
Wie zu sehen ist kann pwsafe auch Passwörter generieren, die aber leider zu lang und zu schwer zu merken sind. Besser eignet sich hierfür apg. Durch die Angabe einer Gruppe kann man Einträge mit gleichen Namen haben.
Für das spätere Auffinden ist es hilfreich, das es ausreicht nur einen Teil des Namen anzugeben
joern@kif:$ pwsafe -up ki Enter passphrase for /home/joern/.pwsafe.dat: username for kif: root password for kif: ?EJL$O0fD
und wer so garnichts mehr weiss kann einfach die gesamte Datenbank dumpen:
joern@kif:$ pwsafe --exportdb Enter passphrase for /home/joern/.pwsafe.dat: # passwordsafe version 2.0 database uuid group name login passwd notes "402982f6-5416-fb36-d507-74956a0de12f" "host" "kif" "root" "?EJL$O0fD" ""
Einfaches und effektives Tool wie ich finde.
Veröffentlicht am 15.Januar 2008 | Kommentare: 6 | Artikel 1523mal angeschaut
Tags: Linux,Sicherheit,Software
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2. Kommentar von Joern | Datum: 16.Januar 2008
Der Witz der Verwendung eines solchen Programmes ist für mich, das man nicht viele Passwörter (seien sie kompliziert oder nicht) im Kopf herumtragen muss.
3. Kommentar von Treibholz | Datum: 16.Januar 2008
Ich hab mir dafür mal ein Script gebaut, das die Passwörter rot auf rot auf dem Terminal ausgibt und gpg für die Verschlüsselung verwendet. Damit kann man dann auch mit mehreren Administratoren arbeiten und jeder hat sein eigenes Passwort dafür.
4. Kommentar von martin | Datum: 16.Januar 2008
Ich weiß, daß _meine_ Kennwörter viel komplizierter geworden sind, seit ich sie verschlüsselt abspeichere. Und Du wirst mir sicher zustimmen, daß das auch gut so ist. :-)
Ich muß allerdings einräumen, daß “WGgsrjEg^3T=N$703VDlC~^=YLNhB+b%$4Y” vielleicht wirklich für die eine oder andere Anwendung ein wenig übers Ziel hinausschießt. ;-)
5. Kommentar von Francois | Datum: 17.Januar 2008
Hallo
ich muss unbedingt auch so ein System einbauen. Finde ich genial.
6. Kommentar von Stefan Waidele | Datum: 18.Januar 2008
“O@R-V-Mmbctta!+1#” - Ganz einfach zu merken :)
1. Kommentar von martin | Datum: 16.Januar 2008
Und ich dachte, daß die Benutzbarkeit sehr komplizierter Kennwörter grade der Witz bei der Benutzung solcher Programme ist. Wenn ich es mir merken kann, brauche ich es ja schließlich nicht speichern.
Eine nicht allzu schlechte Alternative ist übrigens das GnuPG-Plugin für vim. Da muß man zumindest nicht lange herumsuchen, wenn man wissen will, mit welchem Algorithmus die Kennwörter denn nun verschlüsselt werden.