Einen Kaffee, einfach einen Kaffee
Früher[tm] war die Welt so einfach. Bestellte man einen Kaffee wurde genickt, in seltenen Fällen wurde noch ‘koffeinfrei?’ gefragt und die Bestellung ausgeführt. Heutzutage ertönt ein monotoner Sprechgesang der Bedienung:
Cappucino, Latte, Latte Machiato, Espresso, Mokka, French, Americano, Arrabica, Ristretto oder Lungo?
Sagt man dann ‘Einen Bohnenkaffee, bitte’ erntet man meistens seltsame Blicke, aber immerhin man bekommt ihn (noch). Die Welt ist kompliziert geworden, selbst bei so scheinbar einfachen Sachen wie Kaffee. Das schoss mir heute durch den Kopf, als wir in der Elektrowaren-Abteilung standen und diese neumodischen Kaffeemaschinen zu Preisen von Kleinwagen anschauten. Was die nicht alles können! Die haben LCD-Display, Internet-Zugang und Klingelton-Download – könnte man meinen. Wir haben dann auch eine gekauft, aber die ist Senoiren-Kompatibel. Ein paar Druckknöpfe und zwei Drehregler müssen reichen – zu mehr Fortschritt bin ich im Moment nicht bereit.
Bohnenkaffee? Diese unsägliche Tropfkaffee-Plörre, die hierzulande als Inbegriff des Kaffeegenuß angesehen wird, ist der Grund dafür, daß ich grundsätzlich verneine, wenn mir Kaffee angeboten wird.
Das gleiche Problem hatten wir auch im Januar. Es ist dann eine Maschiene mit nur einem Knopf geworden. Die kann sogar ich bedienen.
Das hab ich auch schon erlebt. Ich war ein mal in meinem Leben bei Starbucks. In Zürich. Als ich einfach nur einen schwarzen Kaffee bestellt hab hat die Frau am Tresen mich angesehen als käme ich von einem anderen Stern. Es hat länger gedauert ihr klar zu machen was ich will als den Kaffee dann zu trinken. Ganz angenehm war es heute hier im Ort beim Kaffee Kränzchen, einmal “Kafffee, schwarz, möglichst gross” gesagt und sofort den Becher mit dem Heissgetränk bekommen. Es geht also, auch wenn die Karte an der Wand voll ist mirt allenm möglichem was nur “Kaffeeinspiriert” ist, natürlich wahlweise auch Bio von glücklichen Kaffeepflanzen.
Meine Kaffeemaschine ist seit 15 Jahren ein klassischer ‘Filetr4′-Apperat von Siemens, der geht hoffentlich nie kaputt. Dazu gekommen ist zu Weihnachten eine Pad-Maschine (Artenso Latte). Die kann zwar viel aber hat auch nur zwei Knöpfe (ein und Start), einen Drehknopf für die Menge den man eh nur einmal einstellt und einen Schieberegler für das gewünschte Produkt (Kaffee, Milchschaum, Heisswasser). Ich mochte das Konzept hinter den Pad-Dingern eiggentlich nie aber seit ich sie habe trinke ich sogar mehr Kaffee als vorher. Immer dann wenn ich nur ein oder zwei Kaffee trinke und mir sonst keine ganze Kanne aufgesetzt hätte, z.B. vor der Arbeit.
@martin: Du bist Tee-Trinker?
@rowi: Sag mal, hast Du viel mit IBM zu tun?