Upgrade - Top oder Flop?
Martin und ich sind unterschiedlicher Ansichten was das Upgraden angeht: Ihm macht das keinen Spass, ich finde das voll Klasse. Das mag an unterschiedlichen Erfahrungen oder persönlicher Präferenzen liegen. Wie seht Ihr das? Welche Erfahrungen habt Ihr beim Versionswechsel gemacht und wie hat sich das auf zukünftige Vorhaben ausgewirkt?
Veröffentlicht am 13.April 2008 | Kommentare: 14 | Artikel 589mal angeschaut
Tags: Linux,Upgrade
Verwandte Artikel
2. Kommentar von besn | Datum: 13.April 2008
Ich kann beide Ansichten verstehen. Einerseids das gängige Argument: “Never touch a running System” das gegen das upgraden sprich solang eh alles funktioniert und auf der andren Seite möchte man ja all die neuen coolen Features einer neuen Version (oder neuem Distri-Release) ausprobieren. Ich würd mich selber zur Upgraderseite zählen, ich teste gerne neuen Versionen von Programmen (natürlich mit Backups meiner Daten damit ichs im falle des falles nicht bereue).
3. Kommentar von Timo Zimmermann | Datum: 14.April 2008
Upgrade ist immer gut, auch wenn ich dabei meist ein schlechtes Gefühl habe wenn alles funktioniert…
4. Kommentar von Sil53r Surf3r | Datum: 14.April 2008
Vorab, außerhalb von embedded Devices nutze ich derzeit ausschließlich Debian. Darum: Upgrade. Bei Debian funktioniert das seit Woody prima. (Auch wenn ich ein System schon von Potato über Woody und Sarge nach Etch gezogen habe. Aber das will man nur, wenn man auf Schmerzen steht.)
5. Kommentar von martin | Datum: 14.April 2008
Meine Erfahrung mit Upgrades unter Debian ist nicht die rosigste. Mit etwas Gefrickel bekommt man die Kiste aber wieder tadellos sauber. Wenn die Debian-Fans vom reibungslosen Upgrade sprechen, ist dabei meiner Erfahrung nach ein gutes Stück weit die rosarote Brille im Spiel. Allerdings muß ich anmerken, daß es mit etwas Frickeln auch bei mir unter Debian zumindest am Ende immer funktioniert hat.
Im vollen Produktionsbetrieb bin ich immer dafür, Distributionen mit ausreichend langer Supportzeit (da bietet sich derzeit ausschließlich CentOS an) einzusetzen und neue Distributionen nur im Zuge von Hardware-Tauschaktionen einzuführen.
6. Kommentar von Sil53r Surf3r | Datum: 14.April 2008
Bei einem Upgrade gehe ich von einigen - IMHO selbstverständlichen - Voraussetzungen aus: 1. Es sind ausschließlich saubere Debian-Pakete installiert, 2. die Paketliste ist fehlerfrei, 3. die Upgrade-Dokumentation wird befolgt, 4. Altlasten werden anschließend konsequent beseitigt.
Für die Allgemeinheit kann ich nicht sprechen. Für mich persönlich zählt eine dreistellige Anzahl Produktivserver als Erfahrungswert, nicht als Fanboy-Attitüde.
7. Kommentar von kero | Datum: 14.April 2008
Debian Upgrades haben so gut wie immer ohne groessere Probleme funktioniert. Besonders beim Letzten (sarge zu etch) gab es bei keiner Kiste Probleme. Haengt natuerlich, wie schon erwaehnt, von den installierten Programmen ab. Mir sind Systeme lieber die ab und an mal aktualisiert werden muessen, denn dann muss man sich manchmal wieder mit den installierten Diensten beschaeftigen. Bei manch alter Kiste im “Keller” ist vielleicht nicht immer klar was da eigentlich warum laeuft. Suse, ohne Neuinstallation, auf eine neue Version zu bringen ist meines Wissens nicht moeglich ;-).
8. Kommentar von Mudder Seemann | Datum: 14.April 2008
Ich mag nicht, wenn Du Updates an meinen Sachen machst. Ich find mich danach immer nicht zurecht und muss viel suchen - ich bin ein Freund von *never change a running system* ;)
9. Kommentar von martin | Datum: 14.April 2008
Wenigstens der weibliche Teil der Leserschaft hält zu mir. :-p
10. Kommentar von tscherno | Datum: 14.April 2008
Bier trinken macht spass, upgraden eher weniger…
11. Kommentar von Denny | Datum: 14.April 2008
Ich wurde mit Upgrades unter Windows nie glücklich und unter den diversen Linux Distributionen meist auch nicht so wirklich. Oft wird Debian die tollsten Eigenschaften nachgesagt, was dieses Prozedere angeht, doch seit ich mit Potato eingestiegen bin, hatte ich ausnahmslos immer hinterher aufzuräumen. Dabei hatte ich keine großen Installationen.
Also ich setze erst ein Upgrade in Gang, wenn der daraus folgende Nutzen höher ist, als die zu erwartende Arbeit.
12. Kommentar von Andreas | Datum: 15.April 2008
Als eingefleischter Gentoo-Nutzer kommen mir regelmäßig neue Versionen unter, die auch immer fröhlich kompiliert werden. Wobei ich dazu sagen muss, dass sämtliche Daten des Laptops in mehreren Backups liegen und ich keine Sorge davor habe ein System auch mal ordentlich kaputt zu machen.
Bevor ich jedoch Updates auf einem produktiven Serversystem einspiele, werden diese immer erst auf einem identischen System ausprobiert. Da halte ich mich doch schon an den Grundsatz “Never touch a running system”.
13. Kommentar von Laborsklave | Datum: 18.April 2008
Ich hasse Upgrades.
Ich möchte ein System, was ich über Jahre hinweg in kleinen inkrementellen Schritten aktuell halten kann, ohne irgendwann den grossen Hammer rauskramen zu müssen, weil die alte Version
a) keine Sicherheitsupdates mehr erhält
b) keine neue Hardware unterstützt
c) keine aktuelle Software mehr unterstützt
oder ähnliches. Nur, um dann herausfinden zu müssen, dass
a) das Powermanagement *wieder* subtil andere Bugs hat
b) Desktop / Paketmanagement / Administrationswerkzeuge *wieder* komplett umgekrempelt wurde(n)
c) meine alten 3rd-Party Pakete beim Upgrade gnadenlos entfernt wurden oder aufgrund irgendwelcher Abhängigkeiten entfernt werden mussten
d) ich auf Suche nach aktuellen Versionen von all denen Programmen gehen muss, die nicht distributionsintern verwaltet werden, ob nun aus Lizenz-, Patent-, Religions- oder sonstigen Gründen.
usw.
Ich wünsche mir ein Linux, was ich 5 Jahre lang benutzen kann (mindestens), ohne dass ich nach einem Jahr von den Entwicklern höre, “ja, foobar braucht aber ab Version x.y zwingend python-2.6 und das unterstützen wir nur noch in der neuen Version. Kannst dir ja 500MB -lib und -devel Pakete ziehen, selbst kompilieren und danach dann berichten, was alles kaputt gegangen ist.”
Ich habe einen Linux-PC, ein Macbook und ein dienstliches Windows-Notebook. Das einzige wirklich verlässliche ist das Macbook.
14. Kommentar von Mebus | Datum: 25.April 2008
Nach dem ich gerade beim Update-Versuch nur Fehlermeldungen bekommen habe und ich meine Nvidia-Treiber auch nicht zu laufen bekomme, werde ich Ubuntu jetzt mal sauber neu installieren.
Mebus
1. Kommentar von Matthias | Datum: 13.April 2008
Da ich auch noch nie einen Debianer nach Neuinstallation krähen gehört habe: Upgrade.