OpenSolaris – Unstable since birth

Bei Otmanix gibt es eine wundervolle Zusammenfassung zum Thema Solaris als Storageserver. Leider kommt darin zu oft das Wort OpenSolaris vor. Versteht mich nicht falsch, ich finde es toll das es OpenSolaris gibt, nur ist das ein Äquivalent zu Debian Sid. Quasi ein offenes Versprechen seitens Sun. Möchte man soetwas im täglichen Betrieb haben? Ich hab da, bei aller Begeisterung, mein Zweifel.

14 Kommentare zu „OpenSolaris – Unstable since birth“

  • Das OpenSolaris keine Betriebssystemdistribution ist sondern nur eine Code-Basis sollte Dir aber schon klar sein. Daher hinkt der Vergleich mit Debian aber sowas von gewaltig.

  • Hach, hier bleib ich.
    Gleich fliegen die Fetzen. =)
    Meanwhile greif ich erstmal zum Debian Installationsmedium.
    Ohne Quatsch!

  • Und ganz nebenbei, das sage ich als langjähriger LVM-User unter AIX, HP-UX und Linux, finde ich die Euphorie dieser ZFS-Fanboys ziemlich Banane.

  • Dann hast Du noch nicht richtig mit ZFS gearbeitet martin…

  • Hast Du’s denn, Doomshammer? Hast Du schonmal einen LVM benutzt oder zählst Du den linientreuen Solaris-Usern, die die Solstice Disksuite vor 5 Jahren noch für die Speerspitze des technischen Fortschritts gehalten haben?

  • Ja, hab ich. Ich setze ZFS bereits auf 2 Produktivsystemen erfolgreich ein und ausserdem auf einigen Testsystemen… und auch ja- ich arbeite seit ca. 2000 mit LVM bzw. jetzt LVM2 und die beiden sind einfach nicht vergleichbar was Handling und Integration ins OS angeht. Hier ist ZFS ganz klar mein Favourit… was nicht heiss soll, dass ich LVM schlecht finde.

  • @martin: SVM/SDS funktioniert zwar wunderbar und zuverlässig – die Bedienung ist aber gelinde gesagt eine Krankheit. Ich habe beim Wechsel von HP-UX 10.x auf Solaris 9 vor 5 Jahren beinahe einen Schreikrampf bekommen.
    @Joern: Zum Thema zu viel OpenSolaris: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich habe mir in meinem Artikel zugegebenermaßen nicht die Mühe gemacht zu jedem Feature Produktionstauglichkeit mit anzugeben. Wer sich für (Open)Solaris interessiert kann sich aber mit den zahlreichen Verweisen ein eigenes Bild über den Stand der Dinge machen. Ansonsten eignen sich solche Beiträge wunderbar um flamewars ums Lieblings-OS o.ä. anzuheizen.
    @Moellus: Es ist noch verdächtig ruhig (sachlich) hier. Was ist denn nun los? Frühjahrsmüdigkeit? … bei slashdot und heise wäre das sicher nicht passiert ;)

  • 1. Mal allgemein gesprochen: Opensolaris 2008.05 steht vor der Tür … die erste Relesaseversion einer Opensolarisumgebung fuer die es auch Support geben wird.

    2. Martin: LVM+(filesystem of your choice) ist nicht Vergleichbar mit ZFS. Die Konzepte sind zu unterschiedlich. Die ext* Filesystem fangen gerade erst an, mit Checksummen beim Log zu arbeiten. Ausserdem brauchst du beim LVM immer noch die getrennte Filesystemkomponente. Schon daher ist ein Vergleich wenig zielfuehrend.

    ZFS ist eben nicht nur ein einfacher zu bedienender Volumemanager: COW, seperated ZIL, L2 ARC, validierbare Datenintegrität, validierbare Datenkorrektur uswusf, die sich aus der Kombination von FS und VM ergeben.

  • @topic: ´Muss jetzt auch meinen Senf dazu geben :) :
    Grundsätzlich muss ich dem Author recht geben, ich sehe schon parallelen zwischen OpenSolaris und Sid. Versteht mich nicht falsch: OpenSolaris ist eine nette Sache (genauso wie Sid auch), aber wenn ich wirklich produktiv arbeiten muss (heißt für mich: Stabilität, zukunftssicherheit und SUPPORT), dann greife ich halt eher zu Sol10 (oder eben RedHat).

    *duck and cover*

  • Jörg: Ich finde es auffällig, daß in Artikeln über ZFS immer erstmal davon geschwärmt wird, daß Platten zu einem Pool zusammengefaßt werden, aus dem man dann Volumes bildet. Das ist nun wirklich ein alter Hut. Ob man RAID, LVM und FS wirklich integriert haben muß, ist davon abgesehen nochmal ein anderer Streitpunkt (“rampant layering violation”). Ich für meinen Teil habe LVM unter AIX und HP-UX mit eingebautem RAID kennengelernt und bin heute nicht mehr unbedingt der Auffassung, daß das eine gute Sache ist, einfach weil ich bei getrennten Ebenen keinen einzigen Gedanken an die Hardware verschwenden muß, wenn ich den LVM benutze. Und an der freien Auswahl des Dateisystems (es gibt unter Linux auch andere FS als ext3) kann ich auf Anhieb auch nichts schlechtes finden. Damit, daß die FS-Vergrößerung zwei Schritte braucht (1. lvresize, 2. xfs_growfs) habe ich bisher auch keine Probleme gehabt.

    Wirklich interessant wird es natürlich bei den anderen Goodies, die ZFS so mit sich bringen soll. Ich behaupte aber mal, daß 80% der Solaris-Admins von ZFS genau wegen der “Pool”-Funktionalität aus den Socken gehauen werden, weil sie in ihrer bisherigen Karriere einfach zu extrem unter SDS gelitten haben.

  • Martin: Die Idee des Pools ist ja auch, das ich eben nicht mehr resizen muss. Die Filesystem vergroesserung ist damit erledigt, die Platte einzubinden. In diesem Moment steht allen Filesystem des Pools der neue Storage zur Verfügung. Volumes gibt es in dem Sinne nicht mehr. Man kann allerdings sogenannte emulates Volumes zur Verfügung stellen, für applikationen die partout ein eigenes raw-device sehen moechte, wobei ich das dann auch sparse provisionieren kann, das heisst, das emulated Volume 10T gross definieren, aber erstmal nur ein 1TB zur Verfügung stellen.

    Es ist nicht die einfache bedienbarkeit, sondern eben solche Fähigkeiten, die die meisten Solaris-Admins interessiert. Das man sich hier eben nicht mehr um die genaue Aufteilung kuemmern muss.

    Die Integration der Ebenen birgt eine Reihe von Vorteilen: Einer davon ist das selective Resilvering. Wenn das Gesamtkonstrukt weiss, wo Daten liegen, braucht man bei der Wiederherstellung eines Spiegels, nur die Plattenteile resynchronisieren, die wirklich Nutzdaten ernthalten.

  • @Doomshammer: Das ist Wortklauberei. Beides stellt einen grossen Software Haufen dar, der sich ständig ändert und einen undefinierten Zustand hat. Wie man das nennt ist doch vollkommen egal.

    @martin: Ich kenne mich zu wenig mit ZFS aus, um dazu öffentlich eine Meinung äußern zu wollen. Das liegt daran, das ich a) noch kein Problem hatte das ich mit ZFS lösen müsste und b) der Jet Installations-Server mit ZFS noch nicht umgehen kann.

    @Otmanix: Das war keine Kritik an Dir. Irgendwie macht es einem OpenSolaris nicht leicht der Entwicklung zu folgen da viele Informationen nur einen bestimmten Stand haben und von da an nicht weitergepflegt werden. Oder das Project Indiana aufeinmal unter OpenSolaris 2008.05 firmiert und es Solaris Express anscheinend weiterhin gibt muss man ersteinmal Wissen. Unterschiede? Keine Ahnung. Generell fehlt mir ein bischen der rote Faden und das Release-Modell mit den Builds überzeugt mich auch nicht.

    Nein, ich habe keine Lust auf Flamewars, aber ein bischen kitzeln wird man doch dürfen oder?

  • @Joern: Du hast vollkommen recht was die Informationspolitik bei (Open) Solaris betrifft. Interessanterweise bekommt man manch echte News nur durch Zufall durch Lesen von Sun Blogs mit.
    ZFS eignet sich genial zum Polarisieren. Statt ZFS als “work in progress” zu sehen und sich über die bereits nutzbaren produktiven Features zu freuen ist es für manche das Allheilmittel (siehe Artikel mit “ZFS rettet die Welt” im Text) und für andere ein Werkzeug Satans. Letztere sind auch meistens leidenschaftliche Gegner der CDDL…

  • [...] Joern findet gerade eine interessante Diskussion zum Thema Opensolaris statt. OpenSolaris – Unstable [...]

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