Fedora 9 - Fürchterlich, einfach fürchterlich
Ok, das wird ein kurzer Verriss. Ich war ja nie ein Freund von Fedora, daher war ich über meine durchaus positiven Erfahrungen mit Fedora 8 umso überraschter. Nun gibt es also den Nachfolger und natürlich habe ich mich in erfreudiger Erwartung ans Updaten gemacht.
Mein erster Versuch mit Preupgrade ging schief. Nach dem Neustart erzählte es mir, das ein Image nicht gefunden werden konnte, obwohl es da war. Leider bietet Preupgrade keinerlei Möglichkeit eine Shell zu starten, weder offiziell noch durch Hintertürchen, so das ich es einfach hinnehmen musste. Also das gemacht, was schon immer bei Redhat funktionierte: Installations-Medium herunterladen und Upgraden. Das funktionierte auch Tadelos.
Die Idee der Fedora-Leute KDE 4.0 zu integrieren habe ich nie verstanden und ich hatte auch so meine Vorbehalte, die sich leider voll bestätigen sollten. Oben sieht man meinen Desktop. Die Uhr zu gross, die Tray-Icons an der falschen Stelle und Wechseln des Themes nur halb gelungen. Nach 30 Minuten hatte ich keine Lust mehr. Egal, was es alles tolles neues unter der Haube gibt oder geben soll, hinter diesen Fiasko steht das alles zurück. Ich werde vorerst zuhause wieder auf Kubuntu umstellen und die Neuinstallation in der Firma bleiben lassen.
Veröffentlicht am 3.Juni 2008 | Kommentare: 5 | Artikel 1092mal angeschaut
Tags: Desaster,Fedora,Linux
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2. Kommentar von Patrick | Datum: 4.Juni 2008
Aber auch Ubuntu Hardy ist meiner Meinung nach höchstens Beta. Seit dem Release kommen subjektiv fast genau soviele Updates wie während der Alpha-Phase. Ständig werden Pakete auf neue Upstream-Versionen gehoben. Seit dem letzten Kernelupdate funktioniert bei mir Suspend2ram nicht mehr, was auch mit dem heutigen Kernel-update nicht behoben wurde.
Einzig, die Entscheidung ob KDE 3 oder 4 ist dann noch was Wert.
3. Kommentar von Oliver | Datum: 4.Juni 2008
>Aber auch Ubuntu Hardy ist meiner Meinung nach höchstens Beta.
Ich bin Lichtjahre davon entfernt ein Ubuntu Fan zu sein, aber es ist schneller installiert, schneller für joe average eingerichtet und flinker zu Updaten. Unterm Strich funktioniert es weitaus besser.
>Seit dem letzten Kernelupdate funktioniert bei mir Suspend2ram nicht mehr
Tja das sind die Tücken des Linux-Kernels per se, selbst Vanilla. Und bei Patches wie TuxOnIce etc. wirds ohnehin haarig. Ich hatte da auch bei einem Bekannten die liebe Not ob eines DVB Treibers der in .22 klasse lief, in .23 nur minimale Aussetzer hatte und in .24/.25 deutlich oft herummuckt. Vielleicht wirds mit .26 wieder besser :)
4. Kommentar von earl | Datum: 4.Juni 2008
Wähle niemals KDE auf eine KDE-not-default Distri!
KDE funktioniert nur da, wo der Distributor sich vollkommen darauf konzentriert, aus dem Mist von KDE.org was benutzbares zu zaubern. Deshalb ist im Enterprise-Bereich (Nach RedHat und Ubuntu ja auch SuSE endlich) mittlerweile GNOME der Standard.
5. Kommentar von lukas | Datum: 5.Juni 2008
> Wähle niemals KDE auf eine KDE-not-default Distri!
Naja, ich kann nicht behaupten, dass Archlinux eine KDE Distri ist, aber KDEmod ist so ziemlich die angenehmste Version von KDE, die ich kenne. Ich bin auch schon gespannt auf KDE 4.1, weil das alles-ist-ein-widget prinzip klingt ja toll, aber in der 4.0 war KDE nicht zu verwenden…

1. Kommentar von Oliver | Datum: 4.Juni 2008
Wundert nicht wirklich, F8 konnte ich zumindest in einem Test auch noch etwas abgewinnen - aber das ist seit FC3 Leid mit dem Schlapphut, von Release zu Release arg durchwachsen. F9 hat zuviel der Marke Beta drin und für einen Einsteiger ist imho wohl da noch Ubuntu der beste Weg. Hat zwar auch seine Tücken, bietet aber zum direkten Loslegen in diversen Bereichen deutlich mehr.