Feste Release-Zyklen sind Augenwischerei

Bei meinen Ausflug zu Fedora 8 fiel es mir zum erstenmal auf: Obwohl veröffentlicht, kamen fast jeden Tag Updates rein. Keine Sicherheits-Updates, sondern Updates für normale Programme. Es scheint bei denen zur Policy zu gehören, aber auch bei Ubuntu? Ich bin erstaunt, das sich fast jeden Tag der Update-Agent meldet. Kann passieren, aber die Menge und was dort alles Upgedated wird erstaunt doch sehr.

Anscheinend war es Ubuntu wichtiger den Release-Termin zu halten, als auf eine ausreichende Stabilität der mitgelieferten Pakete zu achten. Man wollte sich wohl nicht die Blöße geben wie bei Dapper, als man um 2 Monaten nach hinten verschieben mußte. Zumindest haben sie Glück gehabt und keinen großen Bock dabei geschossen – das ist ja auch schon was.

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12 Comments.

  1. Dem kann ich nur zustimmen. Leider ist es nicht nur bei Fedora oder Ubuntu so, sondern bei ziemlich vieler Software. Wenn ich mich recht erinnere, war es auch beim 2er Firefox so, dass bereits nach kurzer Zeit die Version 2.0.0.1 nachgeschoben werden musste.

    Bei Ubuntu zeigt sich das Problem jedoch nicht nur durch die Unmengen an Updates ganz offensichtlich, sondern auch dadurch, dass es bereits 2 Monate nach dem Main-Release mit 8.04.1 das erste “ServicePack”-Release geben wird. Es wurde sogar die Alpha 1 von Intrepid Ibex (8.10) auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben um sich erstmal dem 8.04.1er-Fix widmen zu können…

  2. Peter Donner

    Ich sehe das genauso, ich war mit dem 8.04er Ubuntu so unzufrieden, dass ich (nachdem ich über 2 Jahre zufriedener Ubuntu-User war) wieder zurück zu Debian ging. Hätten die mal lieber den Release-Termin verschoben und dann was Ordentliches geliefert.

  3. was erwartest du auch wenn eine Distri die für den LTS Betrieb gedacht ist RC’s liefert?

  4. ich finde es ehrlich besser sie liefern einen rc aus und schieben die finale version nach (fedora) als wenn sie einen rc (und dann nur noch securitypatches zurückportieren, ubuntu, haben die jetzt ihre policy geändert und liefern finals?) oder eine uraltversion (+ zurückportierte securitypatches, debian) liefern, das massenhafte rumgepatche an alten upstreamversionen führt nämlich dazu das bugs auftreten die niemand sonst hat und die upstream auch nicht nachvollzogen werden können. was dann wiederum mir als anwender auf die nerven geht.

  5. Wollt ihr lieber das die Bugs drinbleiben? Sind andere OS hier besser? Ihr könnt ja auf 8.04.1 warten….. bzw. müsst IMHO nicht jedes Update mitnehmen (Außer Security). Zwingt euch auch keiner Ubuntu/Fedora zu nutzen, dafür eher ältere Software wie Debian stable.

  6. “Sind andere OS hier besser?” – Man sollte sich nicht am Status Quo orientieren, sondern am “Idealzustand” oder zumindest an den “Kundenwünschen”. Nur so gibt es die Chance auf Verbesserungen.

    Klar kann man Updates überspringen – aber manche Sachen fallen einem eben erst danach auf. Manches ist dann so gravierend, dass man wieder “downgraded”, und manches lässt einen nur den Kopf schütteln. Uns so habe ich diesen Post hier verstanden: Als öffentliches Kopfschütteln.

  7. @ Stefan: du meinst so Sachen wie mit dem verschlimmbesserten SSH-Bugfix? :D

    @ all:
    Ubuntu ist die ersten 2-3 Monate nach dem Release meist ungeniesbar. So hatte ich laufend Ärger mit der Schnapsidee, den FF 3 beta als Defaultbrowser einzustellen – immer mal wieder mein Profil gekillt, weil ich dachte: ach, da haste die symbolischen Links ja schon umgestellt. ARGH! Unter der Arbeit kommt das ganz schön beschissen, wenn du dich dann ne Stunde mit dem Neueinrichten aller Extensions usw. herumschlagen musst.

    Am Schluß hab ich dann einfach Swiftweasel genommen – da gibts dann auch keine leichten Verwechslungsmöglichkeiten mehr ;)

    Was auch geschafft worden ist: Das XFCE4-Paket dauerhaft zu zerschießen. Ich weiß nicht, ob das inzwischen wieder grade gebogen worden ist, da ich inzwischen wieder freiberuflich tätig bin und das Notebook, auf dem diese Installation lief, nicht mir gehörte, daher habe ich das nicht weiterverfolgt (momentan wieder unter Ubuntu 7.04 am Schaffen).

    Eins kann ich aber auch so sagen: Gnome ist scheisse! Speziell die Tastenkombinationen festlegen ist einfach unter aller Sau. Bei KDE, XFCE und weiß der Geier welche Window Manager noch kann man das out of the box in den Systemeinstellungen / Kontrollzentrum / such-dir-nen-namem-aus machen – und das funzt prima.

    cu, w0lf.

  8. Scheinbar hab ich ein anderes 8.04 erwischt, bei mir läuft das seit Releasetag absolut sauber ohne ein Problem. Und ich seh eigentlich überhaupt kein Problem darin, wenn laufend Updates kommen. Wir haben nicht mehr 1999, wo man ISDN 2h auf den Download eines einzelnen Patchs warten muss. Mir *persönlich* ist das wirklich egal, ob ich einen grossen Batzen runterlade oder alle 2 Tage ein neues Paket. Nicht, dass ich rebooten müsste oder sowas…

  9. >Wir haben nicht mehr 1999, wo man ISDN 2h auf den Download eines einzelnen Patchs warten muss.

    Leider und seitdem ist die Qualität stetig gefallen gerade im Bereich Opensource. Es dreht sich nicht um den Traffic, sondern um die Qualität. Und wenn meine Mutter irgendein System betreibt oder meine Frau treten dabei generell weniger Probleme auf als auf meiner Kiste. Einfach Sache, denn ich nutze völlig andere Dinge. Insofern ist die Aussage “nie Probleme gehabt” mehr Fanboyism denn Realität. Ansonsten könnte man wohl (und ich rede allgemein) alle Bug-Meldungen getrost das Klo runterspülen.

  10. Nein, mit “keine Probleme” gehabt meine ich wirklich “keine Probleme gehabt”. FF2 unter Windows – speicherhungrtig, mal langsam, stürzt ab. FF2 unter Linux – dasselbe. FF3 Beta seit 8.04 – nie abgestürzt, nie langsam. Mag ja Zufall sein, aber ich habe bisher nicht eine Sekunde an der “Beta” gezweifelt. Wenns mir direkt auffällt, wie reibungslos alles im Vergleich zu vorher läuft, hat das nix mit Fanboy zu tun, auch wenn ich wohl der Minderheit angehöre hier ohne Probleme…

  11. Oliver hat recht, es geht um Qualität. Heute gab es schon wieder einen neuen Kernel. Warum? Es wird viele Leute mit Problemen gegeben haben, aus Langeweile tun die das bestimmt nicht. Schön das Du davon nicht betroffen bist, aber was wäre wenn? Und was wäre wenn das Kernel-Update keine Lösung ist, sondern erst das nächste oder übernächste Release? Soll man soetwas Qulität nennen? Nein, das ist Try & Error. Für eine Firma die den Anspruch Redhat Konkurenz zu machen vor sich herschiebt ist das einfach zu wenig.

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