Sei Dir nicht zu sicher
Manche Ergebnisse scheinen von vornherein so klar zu sein, das man kaum einen Gedanken daran verschwendet auch mal zu hinterfragen, ob man nicht doch falsch liegen könnte. Ich war zum Beispiel fest der Meinung, das der NOOP IO-Scheduler auf einen Raid-Controller mit 256MB Cache am meisten Performance bringt. Schließlich bietet der Controller eine eigene Logik, sowie Zwischenspeicher und weiss damit am besten wie er die Blöcke auf die Platten bringt. Eine vorgeschaltete Logik im Kernel wäre da nur kontraproduktiv.
Nach ein paar Messungen auf einen RAID-10 mit vier 146GB 10K Festplatten bin ich klüger. Von den drei getesteten IO-Schedulern NOOP, CFQ und DEADLINE war (bis auf einen Wert) der CFQ-Scheduler am schnellsten. Selbst der DEADLINE-Scheduler konnte mit NOOP oft mithalten, ganz davon abgesehen das die Werte aller Drei nicht allzuweit auseinanderlagen.
Veröffentlicht am 16.Juli 2008 | Kommentare: 1 | Artikel 932mal angeschaut
Tags: IO,Linux
1. Kommentar von Patrick | Datum: 17.Juli 2008
Den NOOP kann man da einsetzen, wo es mangels Kenntnis über das IO Subsystem nur wenig zu optimieren gibt, z.B. bei VMware Gästen oder virtualisierten Systemen im Allgemeinen. Oder auch da, wo man einfach nur Leistung braucht und die CPU schonen will, OLTP. Hört sich komisch an, ist aber wirklich so.