Wenn Performance nicht zählt

Die Leistungsfähigkeit heutiger Server ist enorm. Selbst Einsteiger-Systeme haben oft Quadcore-Prozessoren und mehrere Gigabyte Arbeitsspeicher. Für manche Aufgaben ist das schon sehr grenzwertig. Natürlich könnte man soetwas virtualisieren, aber es gibt auch genügend Gründe dies nicht zu tun. Es ist für mich ist es daher nur noch eine Frage der Zeit bis wir Server mit Atom-Prozessoren von allen namhaften Hersteller sehen. Aber anyway, ich schweife ab.

Ich mag ja die Server von Sun, die X4140 oder die X4100 sind (bis auf die Nvidia-Netzwerkkarten) wundervolle Systeme, aber manchmal ist es zum Verzweifeln. Für mich spielt nämlich die Magangementfähigkeit von Servern eine sehr große Rolle und damit sieht es bei den kleinere Systemen sehr mau aus. Daher war ich ausserordentlich erfreut als ich laß, das die X2250 über ein iLOM verfügt und nicht, wie die anderen, ein eLOM. Meine Freude verflog aber schnell wieder bei folgenden Satz:

Linux mode of operation for embedded RAID controller (inside ESB2) is to use “mdraid”, a software -based RAID method

Das ist so ziemlich das Übelste was einen passieren kann. Nein, Software-RAID unter Linux ist keine Option.

6 Kommentare zu „Wenn Performance nicht zählt“

  • Ich mag ja HP mit ihren SmartArrays … die verbauen auch keine nvidia NICs ;-)

  • Was stört dich denn am Software Raid?

  • @Adminblogger: Ja, HP baut auch schicke Server. Nur wenn ich beim DL160 “HP Embedded SATA RAID-Controller (in South-Bridge integriert)” lese wird das kein Deut besser sein.

    @infogurke: Zuviel Handarbeit beim aufsetzen und wieder zusammen flicken.

  • Die Solaris-Jungs waren doch traditionell immer mit Software-RAID (Solstice Disksuite) unterwegs. Wenn man aus dieser Ecke kommt, erscheint einem das Linux-Softraid keineswegs so sehr abwegig.

  • @Martin: Unter Solaris kann ich wunderbar mit SDS leben, da es um längen eleganter und weniger zickig ist als mdadm unter Linux.

  • Magnar Hirschberger:

    @Magnar: Deine Aufregung ist eigentlich schwer zu verstehen. Zumal wenn mal der Controller / Server aussteigt und man an den Inhalt der Platten trotzdem noch rankommt – ja sogar dieses Platten in das neue Gerät mit evtl. anderem SAS-Controller trotzdem noch einbauen kann …

    In jeder mir von innen bekannten ISP-/Serverbude gab es mindestens einen Präzedenzfall, in dem ein proprietärer Hardware-RAID-Controller das Zeitliche segnete und mit diesem der Inhalt der Festplatten. Und man komme mir nicht mit einem großspurigen “Wir haben ja ein Backup ….”!

    Divserse Tests ergaben (spätestens seit 2003) – wenn überhaupt – nur marginale Nachteile eines auf mdadm beruhenden Software-RAIDs. Und wann man ohnehin SCSI/SAS benutzt, dann werkelt da bereits eine eigene CPU, dann besitzen die benutzten Controller bereits hinreichend “Eigenintelligenz”.

    Hinweis: Auch in Hardware-RAID-Controllern sorgt eine Software – die Firmware – für den korrekten Gang der Dinge. Diese Software ist eben nicht nur ein BIOS, welches die Einstellungen abspeichert. Und schaltet man dieses “BIOS” ab, dann werden die im Treiber “verdrahteten” Algorithmen benutzt und die CPU(s) des Kasten haben wieder die Arbeit. Der Glaube, die Mechnik so eines Controllers sei Transistor für Transistor, Gatter für Gatter in reine Hardware gegossen, ist ganz sicher ein Irrglaube.

    Wer sehr hohe Datenraten mit Kapazitäten im TB-Bereich kombinieren will, sollte ohnehin über eine leistungsstarke externe Storage-Lösung nachdenken. Meist setzt da einem bereits das Budget natürliche Grenzen … Wie das Leben so spielt, landen am Ende zwei bis sechs Platten im Server (meist soviel, wie eben vom Modell unterstützt), welche ihr Dasein in einem Software-RAID fristen. Glück hat, wer wenigstens SCSI/SAS durchbekommen hat.

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