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Macht Novell das absichtlich?

1. Dezember 2008

Ich habe mich in den letzten Tag wieder ein bischen mit dem Novell ifolder auseinandergesetzt. Wer es nicht kennt:

iFolder operates on the concept of shared folders, where a folder is marked as shared and the contents of the folder are then synchronized to other computers over a network, either directly between computers in a peer-to-peer fashion or through a server. This is intended to allow a single user to synchronize files between different computers (for example between a work computer and a home computer) or share files with other users (for example a group of people who are collaborating on a project).
Wikipedia.org

Von der Funktionalität ist es eine ganze Ecke vor Dropbox und ist, im Gegensatz zu Dropbox, komplett Open-Source. Novell hatte iFolder in 2004 unter GPL veröffentlicht und eine Zeitlang sah es mit der Unterstüzung der Community ganz gut aus. Als es an Version 3.6 ging, wurde es immer weniger, heute würde ich das Projekt als Mausetod bezeichnen. Die Software gibt es natürlich noch, man kann es als Source herunterladen oder als Bestandteil des OES2 Servers von Novell kaufen. Ein Schelm der denkt, Novell ist die zweite Variante lieber und läßt daher die erste sterben.

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  1. 1. Dezember 2008, 23:42 | #1

    Das ist halt das Problem mit OpenSource.. einmal einen Quellcode wirklich freigegeben und man kann ein Projekt nicht mehr wirklich sterben lassen…
    Wenn sich natürlich einer dafür interessiert, dann sollte es keine Probleme geben den Code zu nehmen und das Projekt weiterzuentwickeln. Nur weil Novell selbst das Projekt nicht weiterbetreibt muss das ja auch nicht bedeuten dass es niemand anders tun kann.

    Wenn jedoch keiner das Projekt weiterverfolgt sollte man sich mal überlegen woran das liegen kann.

    Die Nutzer können das Projekt einfach ignoriert haben, was niemand nutzt wird auch keiner weiterentwickeln.
    Es gibt evtl. bessere Projekte oder andere die weitere akzeptanz erreicht haben. Wer will schon SeaMonkey weiterentwickeln wenn eh jeder Firefox verwendet?
    Der Code kann einfach nur schlecht sein… Mancher Quellcode ist einfach hässlich, damit will niemand arbeiten. Aus diesem Grund sind in letzter Zeit auch so viele Browser auf WebKit/KHTML-Basis erschienen statt auf Gecko aufzubauen.
    uvm.

    Solange man also den wirklichen Grund nicht kennt würde ich über sowas nicht wild spekulieren… und wenn es dich so sehr stört ist der Code noch immer verfügbar. Bau einfach am Projekt weiter oder nutze fork()!

  2. 2. Dezember 2008, 07:15 | #2

    Wozu sollte das überhaupt gut sein? Ist es da nicht sauberer, ein Repository mit einem beliebigen Revisionskontrollsystem aufzusetzen? Das kann man updaten, wenn man aus dem Büro geht, und wenn man wieder zurückkommt commited man seine Changes. Wenn ich schon “shared” und “peer-to-peer” lese, ist die disziplinlose Frickelei doch gleich von Anfang an vorprogrammiert.

  3. 2. Dezember 2008, 08:43 | #3

    @Azrael: ifolder ist in Mono geschrieben, ich denke das wird der Haken sein.

    @martin: Du willst Schlipsträgern ein RCS erklären? Stelle ich mir spannend vor :)

  4. 2. Dezember 2008, 09:29 | #4

    Ich kenne etliche Schlipsies, die damit tadellos umgehen können. Was soll auch an den Kontextmenüs “Update”, “Add” und “Commit” im Windows-Explorer schwieriger sein, als das unvermeidliche Frickelsystem, das man sich für einen shared Folder ausdenken wird? Das Problem, daß man Änderungen von Kollegen nicht unkontrolliert überschreiben will und gleichzeitig auf alte Versionen zurückgreifen können will, stellt sich ja auch ohne Versionskontrolle.

  5. 4. Dezember 2008, 00:17 | #5

    @martin: das wäre mir (im Verhältnis zu meinen Bedürfnissen) schon wieder zu viel an das ich denken muss.

    Ich verwende seit neuestem Dropbox, um Daten mit Kommilitonen zu teilen. Was ich daran wirklich mag ist, dass es “einfach geht” - sofort, ohne Nachdenken. Klar sind da prinzipiell Probleme drin, aber es arbeiten eher selten merhere an einer Datei - i.d.R. werden nur PDFs deponiert.

    Um meine Dokumentenordner synchron zu halten nehme ich Unison, da habe ich dann jeweils die Kontrolle was passiert, muss mich aber nicht um ein-/auschecken kümmern.

    Die Bedürfnisse sind verschieden, und so sind die Lösungsansätze.

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