System-Management Software für Linux
Ich denke es gibt viele Definitionen dafür, was System-Management ausmacht. Daher existiert in diesen Bereich auch Software mit sehr unterschiedlichen Funktionen und Funktionsumfang. Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, handelt es sich bei der folgenden Liste um Software, die automatisiert Befehle auf einer beliebigen Anzahl an Servern auszuführen kann und unter einer OSS-Lizenz steht.
Die allermeisten Tools benutzen ssh, da es hier einfach ist eine Anmeldung ohne Prompt und Passwort hinzubekommen und da es von Hause aus schon die Möglichkeit mitbringt Befehle auf anderen Systemen auszuführen. Viele Tools erweitern ebenso scp. Hier eine Auswahl:
- Dancers Shell
- Parallel Distributed Shell
- Parallel ssh, scp, rsync, slurp, nuke
- PuSSH is Pythonic, Ubiquitous SSH
- Tentakel
- psh
Folgende beiden Tools bieten erweiterte Funtkionalitäten:
- PIKT – Arbeitet über RPC und bietet zusätzlich Monitoring sowie eine eigene Script-Sprache
- CTL – Zusätzlich Web-Interface mit ACLs und ‘Zuguck’-Modus
Im zweiten Teil geht es dann um Configuration-Management.
Mensch, Mensch. Im alten Jahrhundert hatte ich mal eine Landschaft mit weltweit fast 2000 identisch aufgesetzten Servern an der Backe. Leider mußte ich da das entsprechende Tool, um überall Befehle auszuführen (als root per rsh, klar), noch selbst schreiben. Ob es da noch nichts anderes gab, oder es sich um NIH handelte, kann ich heute garnicht mehr sagen.
Qualitativ war das jedenfalls alles andere als der Burner. Weil das Ding 2 oder 3 Stunden gebraucht hat, um alle Server nacheinander zu verarzten und es den Kollegen eines Morgens nicht möglich war, einen Emergency-Fix in angemessener Zeit rauszubringen, haben wir es damit sogar in die Zeitung geschafft. :-D
Für solche Dinge lohnt es sich in N1 Service Provisioning System oder in das neue Sun xVM Ops Center zu gucken …
Das KDE-Terminal Konsole hat das nette Feature, Eingaben an mehrere der geöffnenten Tabs senden zu können. Ist natürlich nichts für Dutzende von Servern, aber bei vier Servern finde ich es praktisch.
@martin: Wow, mit Foto? :)
@Joerg: Ja, Ops Center habe ich fürs Configuration-Management vergessen, kommt noch. Auch die Randbedingung, das es sich um OSS handeln muss, was den System Manager N1 ausscheiden lässt.