Seit etwa vier Wochen habe ich einen Blackberry. Eigntlich nichts besonderes und es war auch meine eigene Entscheidung mein normales Handy gegen ihn zu tauschen. Im Gegensatz zu einem iPhone oder Android-Handy kann er erschreckend wenig, aber was er kann macht er soweit gut.
Zu gut ist er als Neugier-Tool. Er zeigt so schön an, wieviele neue Emails man hat, das man ständig versucht ist nachzuschauen. Ich habe auf die harte Tour lernen müssen, das es eine gewisse Willenskraft benötigt diesen Drang nicht nachzugeben doch mal eben reinzugucken und für mich das Wort Feierabend neu zu definieren. Das Irre daran ist, das niemand von mir erwartet immer erreichbar zu sein. Ich bin es selbst, den es juckt den eigenen Drang nachzugeben.
Für den Realitäts-Check in Bezug auf Blackberrys & Co sei nochmal auf Die Realtime-Illusion verwiesen, in dem sich auf folgender schöner Satz befindet:
Wer so an portable Kommunikationsgeräte gefesselt ist, leidet unter halbierter Aufmerksamkeit, mangelnder Reaktivität, Kontrollverlust und dem Gefühl, ständig gehetzt zu sein.
Sollte man nicht vergessen.
Hallo Jörn!
Ich hatte vor kurzer Zeit auch ein Blackberry – für 3 Tage aus einer Vertragsverlängerung. Ich war vor allem mit der Verarbeitung total unzufrieden. Klappernder Akkudeckel, knarzendes Gehäuse. Die Funktionen sind sehr geradlinig, nicht so viel schnick-schnack wie bei einem Iphone.
Wie zufrieden bist du mit der Verarbeitung?
Ja so ist das mit der Technik, wir machen uns freiwillig von dieser abhängig und müssen erst den richtigen Umgang mit Ihnen lernen! Medienkompetenz oder so ähnlich schimpft sich das glaube ich Heutzutage. Aber wollen wir es wirklich anders? Diejenigen die es wollen und es auch machen, werden als Altmodisch und Rückständig betrachtet bzw. schief von der Seite angeschaut! Aber so kennt man es ja, so ist man es gewohnt. Heutzutage muss man ständig online sein, Präsenz zeigen um immer “up to date” sein! Schöne neue Welt!
Für mich ist “nicht zum Sklaven der Technik werden” eine der grössten Herausforderungen unserer Tage. Ich bin auch immer noch der Meinung, dass dem “immer erreichbar sein”-Wahn ein viel tieferes nicht-technisches Problem zu Grunde liegt.
@Roman
Verarbeitung ist OK.
Psst, ich glaub dein Blackberry blinkt. ;-)
Ich hab keinen Blackberry und bin froh drum, wer mich erreichen will kriegt mich auch so, das ueberlass ich den . Dieser Wahn ist glücklicherweise an mir vorübergegangen, bzw. habe ich es bisher zu verhindern gewusst ;)
Ich bin mal gespannt wann mich dieses “Schicksal” ereilt… :)
hab seit ein paar Monaten einen BB 8900 für die Arbeit und bin eigtl. sehr zufrieden. Es gibt zwar vergleichsweise wenig Software, aber da hab ich eh keinen Bedarf. Ich find ihn auch richtig gut verarbeitet. Nur die Tastatur sitzt bei einigen Geräten nicht ganz fest, aber auch nicht schlimmer als bei anderen Handys. Mich störts nicht. Ich mag das Teil und, da sich damit der Feierabend wie schon erwähnt herauszögert, mein Arbeitgeber auch ;)
Da gibt’s nen ganz guten Trick um das zu verhindern. Wenn’s ein Firmenhandy ist und der Chef meint man müsste es deshalb mit nach Hause nehmen einfach mal den Arbeitsvertrag/Stellenbeschreibung raussuchen und die Stelle suchen, in der man länger als 7,5h am Tag erreichbar sein soll :) Gibt schon gute Argumente für eine Gehaltserhöhung – auch und grade eben in der Krise.