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Tschö 2014

31. Dezember 2014

Ende letzten Jahres fiel mir auf, dass ich gar keinen Jahresrückblick geschrieben hatte. Natürlich ist in dem Jahr etwas passiert, aber ich hatte andere Dinge im Kopf. Im Dezember / Januar ging es dem Semesterende entgegen und damit gab es viel für Klausuren zu lernen. Mit dem Ende des 5.Semester im Februar war ich dann auch durch mit den Klausuren schreiben und sollte eigentlich im 6. meine Abschlußarbeit schreiben. Hab ich aber nicht gemacht.

Nach 2,5 Jahren, dreimal die Woche abends Vorlesungen, war es mal wieder ganz nett die Seele baumeln zu lassen. Schwerwiegender war aber das ich lange mit mir über ein Thema gerungen habe. Ich hatte nämlich unterwegs die Ausrichtung des Studiums geändert. Anfangs wollte ich noch den Informatik-Betriebswirt machen, aber mir gefielen die Themen der letzten beiden Semester nicht. Ich wollte nicht noch mehr Programmieren, ich wollte mich mehr mit betriebswirtschaftlichen Aspekten auseinandersetzen. Im Rückblick war das auch die richtige Entscheidung. Ich habe tolle Vorlesungen über Geschäftsführung im Mittelstand genossen, Turnaround-Management gemacht und weniger tolle Vorlesungen über Controlling begewohnt. Letzteres lag aber eher am sehr drögen Thema, als am Dozenten.

Eigentlich hatte ich schon immer ein Thema mir fiel es nur schwer es in Worte zu fassen. Letztlich habe ich es dann doch geschafft: ich habe hier einen Berg Hardware stehen der Virtualisierung macht – welche Kapazität steckt da eigentlich drin und wie bappe ich da einen Preis dran? Auf Akademisch dann ‚Technische und betriebswirtschaftliche Einflussgrößen für den Betrieb einer IaaS-Lösung‘. Daher habe ich mich in den letzten Monaten durch Literatur zu VM Density, Thin- und Thickprovisioning, Elastizität, ROI, TCO usw. usw. gelesen und bin inhaltlich (aus meiner Sicht) durch. Spätestens am 29.1.2015 muss ich abgeben. Ich hoffe meine Betreuerin hat nicht zu viele Änderungswünsche …

Ansonsten hatte ich einen wunderschönen Urlaub im Frühjahr auf Fuerteventura und im Sommer in Dänemark. Die Kinder wachsen und gedeien und sind immer wieder eine Erinnerung daran, dass man alt wird. Nichts Schlimmes wie ich finde. Unangenehm ist sich mit Patientenverfügung und Vollmachten für den Vater auseinander setzen zu müssen. Die Eltern werden nunmal auch nicht jünger und wir hatten im Bekanntenkreis einen Fall von Demenz wo vorher nichts geklärt war. Ich bin mir aber im Klaren, dass ich ein sehr priviligiertes Leben führe. Eine Erkenntnis die vielen Wohlstandsverwahrlosten im Internet leider fehlt. Ich bin gesund, habe Arbeit, eine Familie. Also auf 2015.

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