Archiv für die Kategorie „Gedanken“
Vom Umgang mit dem Worst-Case
Mit Ausfällen Leben ist in der IT an der Tagesordnung, vermeiden lassen sie sich nicht, daher sollte man lernen mit ihnen zu umzugehen. Meistens sind es nur Kleinigkeiten, hier mal eine Festplatte, da ein kaputter Server. Auf richtige Worst-Case Szenarien trifft man selten, dann sollten Notfall-Programme ablaufen, die es aber A) vielfach nicht gibt oder B) im konkreten Fall nicht funktionieren, dann sollte gesunder Menschenverstand einsetzen:
Ruhe bewahren – Es nützt nichts in hektische Betriebssamkeit zu verfallen, lieber einen Augenblick zurück lehnen und nachdenken. Aktionismus macht mehr Probleme als es löst.
Lage besprechen – Was ist genau los? Wo steht man? Welche Optionen gibt es? Bei längeren Ausfällen in regelmäßigen Abständen besprechen.
Prioritäten setzen – Welche Services sind wichtig, welche nicht? Was brauche ich um die Dinge wieder ans laufen zu bekommen?
Aufgaben teilen – Festlegen wer was macht. Einteilen wer Probleme fixt, wer die Kommunikation zu anderen Teams, Abteilungen und Vorgesetzen hält, wer den Ablauf dokumentiert. Wer gelangweilt auf dem Flur rumläuft kann eingespannt werden.
Dokumentieren – Bei aller Betriebsamkeit nicht vergessen, das man irgendwann auch wieder den Regelbetrieb aufnehmen muss und grob niederschreiben was, wo gemacht wurde, damit ein Rückbau möglich ist.
Review – Wenn alles ausgestanden ist Besprechen was passiert ist. Was war der Auslöser? Gute und schlechte Punkte ansprechen, nicht nur im technischen, sondern auch im organisatorischen Bereich.
Kauf was ordentliches
Das ist hier mittlerweile ein Standardsatz, wenn eine Anschaffung ansteht. Nicht das Meike und ich viele schlechte Erfahrungen mit Billigschrott gemacht hätten. Den meisten Geräten der Discounter sieht man schon im Laden an, das sie nicht lange halten werden und so kam es nie zu einen Kauf. Wir sind nicht schlecht damit gefahren ein bischen mehr auszugeben, so wie jetzt aktuell bei der Melitta-Kaffeemaschine (ich mag Kaffee aus Vollautomaten nicht so gerne). Dort lief mit der Zeit der Kaffee mehr neben die Maschine als in die Thermoskanne und nach einer Beschwerde per Email, kam die Antwort das man auch festgestellt habe, das der Verschluß suboptimal wäre und wir einen neuen, verbesserten zugeschickt bekämen. Das ist natürlich Service den man mitbezahlt, aber trotzdem schön das es ihn noch gibt.
Seriöses Gewerbe
Bin ich eigentlich der einzigste der beim Begriff SEO immer an Tacho-Tuning denken muss?
Links for 2006-09-07
- Microsoft and FairUse4WM – Bruce Schneier nimmt genüßlich die Patch-Politik von Microsoft auseinander. Sicherheits-Patche == Unwichtig, DRM-Patche == sehr wichtig. Warum nur muss ich immer daran denken, das es Apple/Sun/IBM/etc nicht anders tun würden?!
- Offenes WLAN: Betreiber haftet – Hoffentlich ist das ein schlechter Scherz
Perpetuum Mobile Microsoft
Zuerst wirft man ein Betrübssystem[tm] auf den Markt, das nach ein paar ungeschützten Wochen einem Flohzirkus gleicht und verkauft den Kunden dann Software mit der man der Plage Herr werden kann. Quasi eine Gelddruck-Maschine – so abgewichst ist nichtmal die Pharma-Industrie. Obwohl, ein bischen neidisch werden die schon sein.
Nur gut mit Kompetenzverstärker
oder das Auge isst mit. So könnte man deuten, was Peter Quinn über Sandalen tragende, langhaarige Bombenleger mit Open-Source Sendungsbewusstsein gesagt hat. Oder deutlicher:
Das Auftreten von Entwicklern mit Pferdeschwanz und Sandalen gebe ein unprofessionelles Erscheinungsbild ab.
ZDnet.de
Also in Zukunft nur noch mit Schlips (neudeutsch Kompetenzverstärker) und Kragen, am besten im dunkel-blauen Anzug zum Kunden gehen. Für mich war das nie ein Thema. Ich würde als Verantwortlicher eher denken, das der Anzugträger vor mir zuviel Geld verdient und damit sein Stundensatz zu hoch ist, aber mich fragt ja keiner.
Fehlersuchspiel
In diesen Satz über Microsoft finden sich gleich drei Fehler, wer findet sie:
Der Konzern sollte sich daher nicht noch eine Baustelle aufhalsen, sondern sich auf das Kerngeschäft besinnen und sichere, innovative Software herstellen, die den Anforderungen von Geschäfts- und Privatanwendern entspricht.
FTD
Achja, ich liebe Polemik :)
We are on the road to nowhere
Die Überschrift fiel mir spontan ein als ich gelesen habe, das noch ein maßgeblicher Wegbegeleiter von Suse nunmehr Novell verlässt. Für mich liesst sich das nach einer Abstimmung mit den Füssen. Anscheinend hat sich die Ximian-Fraktion durchgesetzt, was ich nicht unbedingt begrüsse.
Ich bin ja mal sehr gespannt auf den Suse Linux Enterprise Desktop 10, nachdem mich der Novell Linux Desktop nicht überzeugte und allenfalls als ‘Thin-Client’ Betriebsystem durchgehen konnte. Irgendwie empfinde ich XGL nicht gerade als Killer-Feature für einen Enterprise-Desktop und ob ein Desktop spass machen soll sei einmal dahingestellt, mir würde es reichen er funktioniert wie erwartet und verschont mich mit Schnick-Schnack. Schaun mer mal, aber wirklich Hoffnung habe ich nicht.
Paranoia – Wenn man einfach zuviel weiss
Das Veröffentlichen der Daten von Sexualstraftätern ist in den USA mittlerweile Gang und Gäbe und verirrte Politiker wie der Herr Beckstein möchte diese Maßnahmen auch in Deutschland verwirklicht wissen. Natürlich kann man immer noch eine Schippe drauflegen, wie z.B. mit familywatchdog.us, einer Suchmaschine für die eigene Umgebung. Martin McKeay hat diese Suche einmal für seine Umgebung gemacht und plagt sich nun mit der Frage, was man mit diesem Wissen anfangen soll.
Eine ziemlich elementare Frage wie ich finde, denn was soll man tun, wenn der Nachbar zwei Häuser ein Kinderschänder war oder der Onkel von gegenüber Frauen vergewaltigt hat? Soll man in Zukunft die Strassenseite wechseln oder gleich das Pfefferspray zücken, wenn er nur guten Tag sagt? Die Polizei rufen, wenn er klingelt und etwas Zucker für den Kaffee braucht? Ich bin leider Pessimist in der Frage, ob unsere Gesellschaft eine Antwort darauf finden wird wie man vernünftig mit diesen Daten _und_ den Personen umgeht. Es wird in Paranioa ausarten und das wird die Sache nicht besser werden lassen.
Tie-tanic
Im Fernsehen läuft gerade Titanic. Den Anfang habe ich geschaut, um nocheinmal darin zu schwelgen zu was Alpha Prozessoren fähig waren. Ok, aus heutiger Sicht können die Animationen nicht einmal mit aktuellen Computer-Spielen mithalten und bei genauen Hinschauen sieht man den ersten Offizier mit einen fürchterlichen Stechschritt über die Brücke gehen, aber trotzdem finde ich es grandios. Grandios ist übrigens (immer noch) das uralte Tie-Tanic, hier ist es allerdings die zweite Hälfte, die richtig Spass macht.