Wir ertrinken in Information, aber hungern nach Wissen [John Naisbitt]

Site menu:


Letzte Kommentare

Links:

Counter

Bloggerei

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Archiv

Tag Cloud

Hardware

CPU Frequency Scaling: Vorsicht Falle

Das Thema CPU Frequency Scaling ging ja eine Zeitlang durch alle Blogs und Foren. Mittlerweile ist das Normalitäet und funktioniert auch gut. Ist das Wirklich so? Ich habe da so meine Zweifel.

Auf Single- und Dual-Core Systemen tut es tatsächlich wie erwartet, aber auf Systemen mit mehreren CPU-Sockeln habe ich nun schon mehrfach erlebt, das das Scaling das System ausbremste, weil CPUs unterschiedlich getaktet waren. Trotz steigender Last takteten die Cores auf der einen CPU nicht wieder hoch und irgendwann war die Load so hoch, das ein Arbeiten nicht mehr möglich war. Erst das Abschalten des Daemons brachte das System wieder auf den richtigen Weg. Ähnlich sieht es mit iowait aus auf die das Scaling ebenfalls nicht reagiert. Also im Zweifel besser immer ausschalten.

Sun CMT: Heilsbringer oder lahme Ente?

Jörg kann sich ja immer wunderbar über, aus seiner Sicht, ungerechtfertiger Kritik an Dingen auf denen Sun steht aufregen. Im Moment hat er es mit Kai Siering und seiner Sicht auf Suns CMT Technologie.

Mir ist das ehrlich gesagt vollkommen egal, was für Technik da drin steckt und wie alt die evtl. sein mag, entscheidend ist doch was dabei rumkommt. Klar, die CMT-Prozessoren mögen mit 1,2Ghz und 1,6 Ghz auf den ersten Blick etwas lahm erscheinen, aber die schiere Masse kann das mehr als wett machen. Es ist schon beeindruckend wenn ein System 64 oder 96 CPUs meldet, noch viel beeindruckender ist es so ein System bei der Arbeit zu sehen. Wichtig ist dabei die richtige Anwendung. Was nützt mir ein Dual-Quadcore System, wo sich die 3 Ghz CPUs langweilen, weil hauptsächlich Daten durch das Internet geschoben werden - ein Scenario das heutzutage nicht unüblich ist. Die CPU macht die Sache nicht schneller. Applikationen wie SpamAssassin oder Diablo haben fast keinerlei Nutzen von solchen GHZ-Monstern, sie brauchen viele Prozessoren fast egal wie schnell, nicht wenige schnelle. Hier liegt die große Chance und Nutzen der CMT Maschinen.

Leider gibt heutzutage noch immer viel zu viel Software die nur auf Single-Cores vernünftig läuft, ein Problem das sich aber hoffentlich in den nächsten Jahren legen wird. Bis dahin werden vielleicht auch Intel und AMD nachgezogen haben und wird es etwas ganz normales sein.

Achja, den Stromverbrauch hätte ich fast vergessen. Der liegt (als grober Daumenwert) bei 3:1, also drei Intel-Maschinen gegen eine CMT. Bleibt ein Wermuts-Tropfen: die Dinger spielen preislich nicht in der i386-Liga. Ob sie sich rechnen liegt an der Applikation, dem Workload und den dabei verbrauchten Strom - und hier schließt sich der Kreis. Da muss jeder selbst nachrechnen. Man muss sich also eine Meinung bilden oder einfach weiter mit seinen Weltbild leben.

Neues Notebook

Manche gestehen Gegenständen eine Seele zu. Daran mußte ich denken, als zwei Tage nach der Maxdata Insolvenz mein Pro 700 Notebook im stolzen Alter von 10 Jahren die Gehäusedeckel-Scharniere von sich streckte. Eigentlich schade, denn mit seiner Celeron 700Mhz CPU und den 256RAM tat es mit Xubuntu immer wacker seinen Dienst. Klar, mit der Zeit wurde alles langsamer, aber um Abends auf der Couch durchs Web zu ziehen reichte es allemal. Es mußte also etwas Neues her.

Was meine Heim-IT angeht habe ich meist einen ganz einfachen Ansatz: es muss günstig und ohne Schnickschnack sein. Nach etwas suchen viel meine Wahl auf ein Acer Extensa 5220 mit 2 GHz Celeron CPU, 1GB Ram und 15,4 Zoll Display für gerademal 340 Euro. Den Preis merkt man dem Gerät auch an bzw. man fühlt es beim Anfassen. Alles wirkt ein bisschen zerbrechlich und fühlt sich imho an wie eine recycelte PET-Flasche - trotzdem bin ich voll zufrieden. Als Betriebssystem lag ein Linpus Linux bei, welches keine grafische Oberfläche bietet - kein Problem welches man nicht mit einer Kubuntu DVD beheben könnte. Klasse finde ich die kleine Wippe zwischen den Touchpad-Tasten mit der man in alle Richtungen scrollen kann, das große Display und die sich daraus ergebende grosse Auflagefläche für die Hände. Klar, muss man Kompromisse machen. Der WLAN-Chip bei meinem Gerät funktioniert im Moment nur mit dem Ndiswrapper, Bluetooth geht wohl gar nicht und die CPU stammt noch aus einer Zeit, als Speedstep ein Produkt der Fitness-Industrie war. Über die Akkulaufzeit sollte man besser den Mantel des Schweigens hüllen, sie ist mit ca. 1 Stunde kaum erwähnenswert, auch weil ich mit dem Ding eh nur auf der Couch sitzen möchte und dafür ist es allemal Ok.

Die Installation von Kubuntu war vollkommen problemlos. Es hat nur etwas länger gedauert herauszufinden, welche Broadcom Wlan-Karte im Gerät verbaut ist und wie man sie zum Leben erweckt, im Ubuntu-Wiki findet man darüberhinaus noch ein paar intressante Informationen über die Sondertasten und andere Feinheiten. Joar, hat sich gelohnt.

Traue keinem Benchmark den Du nicht selbst gemacht hast

Der Jörg regt sich hin und wieder über Benchmarks auf. Er prangert dabei zurecht an, das oftmals Äpfel mit Birnen verglichen werden. Aber selbst wenn einmal Äpfel mit Äpfel verglichen werden, sagen mir SPECints, TPC-C und SAPs nicht sonderlich viel. Ok, je höher je besser, trotzdem haben diese Buchstaben und Zahlen keinerlei Bezug zu meiner täglichen Arbeit.

In Zeiten von Dual-Quadcore sind viele Benchmarks sowieso überflüssig. Fast jeder Server bietet heutzutage mehr Rechen-Power als man je gebrauchen könnte, die Flaschenhälse liegen im wirklichen Leben ganz woanders z.B. bei den zwei 750GB S-ATA Platten - groß und langsam. Disk-IO Benchmarks lassen sich aber schlecht faken und sind zudem vollkommen unsexy.

Da ist es doch viel schöner, wenn man zwei Systeme unter echten Voraussetzungen vergleichen kann und feststellt, das Server A 6 Mails/Sekunde und Server B deren 20 erreicht. Tolles Ergebnis, nur kostet Server B mehr als das Dreifache von A. Das sind harte Fakten. Weiche Fakten sind dann eher Dinge wie der Stromverbrauch, wie viele konventionelle Systeme man ersetzen kann und wieviel Arbeit man durch die geringere Anzahl Server weniger hat.

Am Ende zählt man das zusammen und kommt zu einen Ergebnis dessen Rahmenbedingungen man selbst gewählt hat, man kann die Daten selbst deuten und kann auch kleinere Details erklären. Feine Sache so etwas.

Pimp my Phone

Für jeden der Gedacht hat ihn könnte in der IT nichts mehr überraschen:

Der Berliner VoIP-Telefonhersteller Snom will mit klarVoice “eine neue Klangdimension für die VoIP-Telefonie” eröffnen. Der Breitbandtelefonhörer deckt im Vergleich zu herkömmlichen Telefonhörern das doppelte Frequenzspektrum ab.
Golem

Ein Breitbandtelefonhörer! ZOMFG!

Links for 2008-06-08

  • Rules of Consulting - “Don’t expect the customer to be rational”
  • The “Mini-Cluster” - 12 Knoten Cluster aus Mini-ITX Boards mit FreeBSD
  • Twitim - Jabber Client für Twitter. Eine logische Entwicklung auch wenn ich bis heute Twitter nicht verstehe. Aber die Web-Fuzzies haben schon das Usenet nicht verstanden und halten Web-Foren für eine tolle Sache, nun das gleiche Spiel bei IRC/Messenger.

Asus EeePC Hype cycle

Ich hab die Tage mal einen Asus EeePC gesehen und ich vermute mal der Hype cycle wird so lang sein, wie der Bildschirm winzig groß ist.

660 kB in 90 Minuten

Pah, die haben Turbotape vergessen.

Sun ILOM Troubleshooting

Neuere Sun Server verfügen vielfach über das ILOM. Das ist ein Service-Prozessor, der unabhängig vom Betriebssystem auf dem Server läuft und folgende Features bietet:

  • Hardware Control (Ein-/Ausschalten), Inventar and Monitoring
  • Host Konfiguration und Administration (eingebautes KVM mit remote media)
  • SP Konfiguration und Administration
  • Logging, Auditing, Alerting (Alerts via email, SNMP Traps, IPMI)
  • Authentifikation: LDAP, RADIUS, Active Directory, Lokale Benutzer Konten
  • Dienste: SSH, HTTP(S), serielle Console

Eigentlich ein tolle Sache, besonders das Java-basierende KVM welches die Möglichkeit bietet lokale CD-ROMs und Disketten-Laufwerke oder Images als Emulation einzubinden. Das ILOM nimmt einen so fast jeden Grund sich vom Stuhl zu erheben.

Manchmal aber kann es hakelig werden. So habe ich fortwährend Probleme mit dem Firefox unter Linux. Bei KVM ist das nicht weiter schlimm, denn man braucht den Browser eigentlich nicht:

horatio: $ javaws https://ILOM-HOST/cgi-bin/jnlpgenerator-8

Letztens hatte ich folgende Meldungen:

cd-rom image redirection is not supported on this plattform oder cd-rom redirection has not been established

Diese entstehen, nicht weil das ILOM irgendein bestimmtes Betriebssystem haben will, sondern weil Komponenten auf Rechner fehlen, der das JAVA-Programm ausführt. Ein Blick in ~/ilomrc.log bringt meistens Klarheit. Bei mir sollte die Bibliothek libstdc++.so.5 fehlen, was aber nicht stimmte. Ein

LD_LIBRARY_PATH=/usr/lib:$LD_LIBRARY_PATH javaws https://ILOM-HOST/cgi-bin/jnlpgenerator-8

und alles funktionierte wie es sollte. Yay!

Was auf die Ohren

In der Firma höre ich im Moment Musik durch ein billiges Headset, das ich mal mit meinen PC mitbekommen habe. Der ‘Sound’ wirkt dabei immer als wäre da noch ein Taschentuch zwischen meinen Ohr und dem Kopfhörer. Nun wurde mir das zu Blöd und ich habe (nach ein bischen Suchen) den Koss Porta Pro bestellt. Ich bin ja mal gespannt, man liest ja nur gu tes.