Archiv für die Kategorie „Hardware“

Kettenreaktion

Am Sonntag war last.fm nicht erreichbar. Nicht das mich das stören würde, aber der Grund ist interessant:

A chiller failed, leading to a high ambient temperature, leading to 5 other chillers failing.

Es reicht also nicht alles Mehrfach zu haben, es sollte auch in der Lage sein Ausfälle zu kompensieren.

siehe auch Datacenterknowledge

Vorsicht scharfe Ecken!

Bedienungsanleitungen lesen nicht viele Leute. Sollten meiner Meinung nach aber viel mehr tun, denn dann könnte man schöne Dinge lesen, wie folgendes Beispiel aus der Anleitung eines Sun StorageTek 2530 Arrays zeigt:

Sharp Edges and Corners on Array

Bugs 6540408, 6538961, 6538960 – Watch out for sharp corners and edges on:

* The Controller Module (corners)

* Power Modules (corners)

* Tray edges (chassis ears edges)

Workaround – Handle the array carefully to avoid the sharp corners and edges.

Gefährlich sage ich da nur! Gefährlich!

VMWare HA befreit nicht vom Denken

Heilsbringer gibt es viele auf dieser Welt, in der IT ist es im Moment Virtualisierung. Es gibt eigentlich kein Problem, welches nicht damit gelöst werden kann. Ich denke man muss genau hinschauen, denn manche Dinge lassen sich nur bedingt vergleichen.

So denke ich, das sich ein VMWare HA Cluster nur bedingt mit einen konventionellen HA-Cluster vergleichen lässt. Jörg Möllenkamp geht es wohl ähnlich. Zwar beschäftigt sich sein Posting vordergründig mit dem Widerlegen von Aussagen rund um VMware und Oracle, aber er zeigt ein paar Punkte auf die ich für vollkommen richtig halte.

Für mich noch viel Wichtiger: ein HA N+1 Cluster besteht aus N+1 mal Hardware sowie Betriebssystem, während man bei VMware zwar N+1 mal ‘Hardware’ hat, aber nur ein Betriebssystem. Deutlicher gesprochen: ein normales HA-Cluster macht einen Dienst hochverfügbar, VMware tut dieses aber nur für die Hardware. Geht in der VM das OS kaputt – Pech gehabt, beim HA-Cluster schwenkt man auf den nächsten Node. Bestimmt kann man mit Cloning und Scripting immer dafür sorgen eine (mehrere) Kopie(n) zur Hand zu haben, nur bietet das keine Garantie im Falle eines Falles eine funktionierende und getestete Umgebung vorzufinden, ob man sich darauf verlassen möchte muss jeder selbst wissen

Sunracle

Oracle kauft also Sun. Euphorie kommt bei mir deswegen nicht auf. Ich denke Oracle vertritt zuallererst handfeste eigene Intressen. Man stelle sich vor IBM hätte zugeschlagen. Oracle wäre in eine größere Abhängigkeit geraten als es ihnen lieb sein könnte. Java in der Hand eines, in vielen Bereichen, direkten Konkurrenten und auch beim Big Iron für all die eigene Software wäre es an Auswahl eng geworden.

Aus dieser Sicht macht es auch Sinn, das sich Oracle für Hardware intressiert. Ob es allerdings in der heutigen Breite sein wird, wage ich zu bezweifeln. Total falsch am Platz finde ich Allmachts-Fantasien wonach Oracle Linux zu gunsten von Solaris fallen lassen würde. Oracle hat viel Geld in Linux investiert und es hat sich ausgezahlt, ob Solaris das auch kann wird sich zeigen müssen. Auch ob Oracle Hardware verkaufen kann, Sun konnte es zuletzt nicht so wirklich.

Und MySQL? Nun, ich denke da hat man eine bald leere Firma und einen Markennamen gekauft. Für die Software Mysql wäre es, aus meiner Sicht, das Beste sie zu forken und z.B. unter den Dach der Apache Foundation weiterzuführen.

Ach Sun

Heute hat Sun ein paar neue Server vorgestellt, wie zum Beispiel den X2270. Ich hätte mich ja über etwas ganz einfaches gefreut: einen Hardware Raid-Controller, wie z.B. einen LSI-1064, welche auch in den X4100/X4200 verbaut sind. Schaut man in das Server Architecture White Paper findet man tolle Dinge über interne SSDs, energiesparende CPUs und dann leider das:

Using the four internal hot-swappable drive bays, the Sun Fire X2270 server can support up to a maximum of 4 TB. The RAID controller embedded inside the Intel I/O Controller Hub supports RAID 0, 1, 5, or 10 on Windows Server 2003 and Windows Server 2008 operating environments and requires Intel Matrix Storage Technology, available at: http://www.intel.com/design/chipsets/matrixstorage_sb.html.

Tjo, Intel Matrix Storage aka Fakeraid aka dmraid. ’nuff said.

Zwei Wochen mit dem G1 Handy

Im Nachgang zu meinem Posting Gesucht: ein Internet-Handy bot sich mir die Gelegenheit ein T-Mobile G1 Handy zu testen. Natürlich machte ich mir so meine Gedanken, was mich denn so intressieren könnte und kam zu dem Schluss, das mobiles Internet für mich das Wichtigste wäre. Zudem bin ich kein so großer Freund der ganzen Google-Applikationen, so das ich mal schauen wollte ob es auch ohne geht.

Was ich mir gar nicht angeschaut habe war die eingebaute Kamera, da kann ich nichts zu sagen. Genauso der Telefonie-Teil. Ja, man kann mit dem G1 telefonieren. Die Stimmqualität ist vollkommen in Ordnung, aber darum ging es mir ja nicht. Kommen wir also zu den spannenderen Sachen.

Das Handy lag mir zwar etwas zu schwer in der Tasche und der Verschlußmechanismus der Rückenabdeckung machte auf mich nicht den langlebigsten Eindruck trotzdem fand ich die Hardware des G1 recht solide. Der Schiebemechanismus funktionierte wunderbar und die Tastatur ist, für Menschen die mit keinen allzu großen Fingern gesegnet sind, gut benutzbar. Die Belegung war etwas merkwürdig. Zwar gibt es eine normale QWERTZ-Tastatur, aber über die Zweitbelegung mußte ich das eine oder andere mal hinwegsuchen um die gesuchte Belegung zu finden. Ganz sparsam habe ich geguckt, als ich die Escape-Taste für vi gesucht habe. Erst das Internet verriet, das man hier zweimal das Rollrad drücken muss. Das Touchscreen fand ich Anfangs eine tolle Angelegenheit, es blieb auch toll , aber mit der Zeit habe ich mehr und mehr das Rollrad und die auf der rechten Seite angeordneten Bedienelemente verwendet. Irgendwie ergänzten sich Touchscreen und Rollrad. Den Touchscreen mußte man hin und wieder mit etwas Nachdruck bedienen, während das Rollrad für meinen Geschmack etwas zu schnell war.

Einen oft genannten Kritikpunkt, die geringe Akkulaufzeit kann ich bestätigen. Besonders im WLAN-Modus hält das Akku keinen Tag, unter UMTS sieht die Lage etwas besser aus. Ich hatte mir angewöhnt das Handy nachts ans Ladegerät zu hängen, damit kam ich gut klar.

Richtig spannend wurde es bei der Software-Ausstattung. Die war von Hause aus an manchen Punkte etwas dünn, aber wenn etwas fehlte liess es sich in der Regel über den Android Market nachinstallieren. So findet man mit ConnectBot einen SSH-Client, mit IM+ ein Multi-Protokoll Chat-Programm (Jabber) und mit Opera Mini einen alternativen Browser. Wie schon die Auswahl zeigt: man ist nicht auf die Nutzung der Google-Dienste angewiesen – man _kann_ sie nutzen, muss es aber nicht. Im Marktplatz findet sich auch Toggle GPS, welches die Akku-Laufzeit verlängern kann, denn es schaltet den GPS-Empfänger nur dann an, wenn er benötigt wird und sofort wieder aus, wenn das entsprechende Programm beendet wurde. Sehr empfehlen kann ich auch den NetCounter welcher eine Übersicht des Datenverbrauchs via WLAN oder UMTS nachrüstet. Was mir komplett fehlte war eine Task-Liste, also eine Übersicht der laufenden Programme, was mir gar nicht fehlte war eine virtuelle Tastatur.

Und wie ist nun mobiles Internet? Ich fand es Klasse. Wenn ich morgens auf die Fähre wartete mal eben bei Twitter oder Bloglines nachschauen, das hatte schon was. Es war nicht immer einfach die Mobil-Ansicht von Web-Seiten zu finden. Mein Blog macht es dank WPtouch-Plugin automatisch, von den großen Nachrichten-Seiten kann das ausgerechnet nur Welt.de. Selbst bei Bloglines muss man die URL (i.bloglines.com) kennen. Hat man aber ersteinmal seine Bookmarks zusammen fällt es auch nicht mehr auf.

Fazit: <Pathos an>Ich habe die Zukunft gesehen<Pathos aus>. Das betrifft nicht so sehr die in einigen Punkten verbesserungswürdige Hardware, sondern die Software. Android dreht die Sicht. Haben früher Telefon-Menschen sich das Internet auf dem Handy gebaut, so sind es nun Internet-Menschen die sich ein Handy bauen. Das mag auch auf das Apple iPhone zutreffen, aber um das geht es hier nicht. Android macht auf mich einen sehr guten Eindruck und ich kann mir gut vorstellen, das es auf Notebooks in allen Größen eine gute Figur machen wird. Ich jedenfalls habe das G1 nur schweren Herzens wieder hergegeben.

Server Housing

El Cheapo Hosting:

RS232 – Einfach und doch so teuer

Ich denke gerade verschärft darüber nach mir eine WS2300 Wetterstation zu kaufen. Wie es sich für einen anständigen Nerd gehört soll das Gerät, welches über eine RS232-Schnittstelle zum Datenauslesen verfügt, natürlich an einen Computer angeschloßen werden und da geht es schon los. Leider kann ich die Basis-Station nicht nah genug an meine NSLU2 ranbringen und so hab ich mal rumgefragt wie man soetwas günstig erledigen könnte.

Martin hat schon vollkommen recht, RS232 auf Ethernet war noch nie günstig. Mit Cyclades (die leider von Avocent gekauft wurden und wohl bald verschwinden werden) Console-Server geht soetwas wunderbar. Man kann damit sogar serielle Cluster-Heartbeats in TCP/IP packen und über LAN/WAN schicken nur leider kostet ein Gerät davon mehr als die Wetterstation. Es wurde auch soetwas vorgeschlagen, nur leider sind ein paar schaltbare Ein- und Ausgänge nunmal kein RS232. Tja, doof das alles.

Die USB-Variante der WS2300 hilft mir leider auch nicht weiter, denn trotz USB-Server Software könnte ich den Client schlecht auf der Wetterstation installieren. Naja, vielleicht findet sich noch was.

Sparc-Hardware für das NAS zuhause

Wer immer dachte mit ARM Hardware ganz vorne dabei zu sein muss umdenken, denn damit kann man niemanden mehr beeindrucken. Wie wäre es da mit Sparc? Nicht Sun Sparc, sondern LEON, eine 32Bit Sparc-V8 CPU.

Diese CPUs wurden eine Zeitlang von der Firma ReadyNAS verbaut. Sie wurde irgendwann von Netgear gekauft und weiter unter Namen wie ReadyNAS Duo (Vorsicht, die Neueren haben Intel-CPUs) verkauft. Nichtmal Debian muss man installieren, es ist schon eine Variante vorinstalliert. Damit ist man ganz bestimmt beim vpenis ganz vorne dabei.

Links for 2009-03-09

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