Archiv für die Kategorie „WRT54GL“

Ohne Linux würde bei mir nix gehen

Mir ist eben aufgefallen, das ohne Linux bei mir zuhause recht wenig funktionieren würde:

  • Server – NSLU2 mit Debian für SMTP, IMAP, Samba, NFS
  • Router – WRT54GL mit OpenWRT
  • Telefon – Fritzbox Fon mit Freetz
  • Fernsehen – Dreambox mit Gemini 4.6

Wie sieht es bei Dir aus?

OpenWRT als alternative Firmware für den Linksys WRT54GL – ein Update

Nach fast einem Jahr Einsatz ist es Zeit für ein Resümee und Update. Das Resümee ist recht einfach: OpenWRT hat meine Erwartungen voll erfüllt. Es läuft/lief stabil während der ganzen Zeit, Abstürze gab es keine. Kommen wir also zum Update.

Das Thema Update ist schnell abgehakt: es gibt keines, sondern eine Neuinstallation ist angesagt. Es spielt also keine Rolle von welcher vorherigen Version, bei mir 0.8 (aka White Russian), man nach OpenWRT 0.9.7 (aka Kamikaze) updaten will und obwohl der Versionsprung nicht allzu gross aussieht hat er es dennoch in sich. Während bei White Russian viel über das NVRAM und die darin gespeicherten Daten lief, verlässt Kamikaze diesen Weg komplett. Wer also Updaten will sollte alle wichtigen Konfigurationsdaten wie z.B. den DSL-Zugang wegspeichern, auch sollte der PC von dem man das Firmware-Image einspielen will die IP-Adresse 192.168.1.1 erreichen können. Als nächstes ist das Firmware-Image an sich zu beachten. Für den Linksys WRT54GL gibt es zwar ein Image mit 2.6er Kernel, der unterstützt aber leider kein WLAN. Also ist der 2.4er Kernel angesagt.

Das Einspielen erfolgt entweder über das Web-Interface oder Tftp. Ich persönlich bevorzuge Tftp. Stecker ziehen, Stecker wieder ein und schnell Enter drücken:

statler:$ atftp
tftp> mode octet
tftp> trace
Trace mode on.
tftp> put openwrt-wrt54g-2.4-squashfs.bin

Anschließend blinken die Lampen ein wenig und mit Booten dauert die Prozedur unter zwei Minuten. Ist endlich Ruhe eingekehrt kann man sich per telnet 192.168.1.1 einloggen und zuerst das Root-Passwort setzen. Als netten Nebeneffekt wird dadurch der Login per Telnet abgeschaltet.

Nun ist der Linksys via ssh erreichbar und wer mit Keys arbeitet kann seinen in /etc/dropbear/authorized_keys für einen Passwort-losen Login ablegen. Für den Internetzugang gilt es /etc/config/network anzusteuern, welche etwas Debian-Style an den Tag legt:

config interface        wan
        option ifname   "eth0.1"
        option proto    pppoe
        option username "darth.vader"
        option password "YhxrVnzlbhesngure"

Initialisieren ist ganz einfach mit ifup wan erledigt. Folgt als nächstes WLAN. Auch hier gibt es eine Konfigurations-Datei nämlich, wer hätte das gedacht, /etc/config/wireless:

config wifi-device  wl0
        option type     broadcom
        option channel  10

        # REMOVE THIS LINE TO ENABLE WIFI:
        #option disabled 1

config wifi-iface
        option device   wl0
        option network  lan
        option mode     ap
        option ssid     aumund
        option encryption wep
        option hidden   0
        option key      '1'
        option key1     'SerowJenkulteisbefcougCy'

Die Raute vor option disabled ist wichtig, da OpenWrt WLAN standardmäßig abschaltet. Auch hinterher das Initialisieren mit ifup wlan nicht vergessen.

Nun gehts an Kleinigkeiten, wie z.B. die richtige Zeitzone:

echo "CET-1CEST-2,M3.5.0/02:00:00,M10.5.0/03:00:00" > /etc/TZ

oder Remote Syslog:

uci set system.cfg1.log_ip=192.168.1.1 && uci commit && reboot

Wer die schöne Weboberfläche X-Wrt möchte muss seine /etc/ipkg.conf folgendermaßen anpassen:

src release http://downloads.openwrt.org/kamikaze/7.09/brcm-2.4/packages
src packages http://downloads.openwrt.org/kamikaze/packages/mipsel
dest root /
dest ram /tmp
src X-Wrt http://downloads.x-wrt.org/xwrt/kamikaze/7.09/brcm-2.4/packages/

Einmal ipkg update und dann bei ipkg list nach webif Ausschau halten. Mein Fall ist es jedenfalls nicht.

Was man weiter mit dem Gerät anstellt ist jedem selbst überlassen. Es gibt IRC-Clients, Webserver und vieles mehr. Wem die mitgelieferte Software nicht ausreicht kann bei ipkg.be nach mehr suchen.

Vier Updates und ein Totalversagen

Das lag in den letzten Wochen so an:

  • Zweimal Wordpress auf Version 2.3 Updaten
  • Zweimal Ubuntu Feisty auf Gutsy
  • OpenWRT Update

Die Wordpress-Updates gingen so, genauso wie die von Ubuntu. Deren Niveau genauso gut und schlecht waren wie gewohnt, was nicht heisst das da keine Luft nach oben ist. Komischerweise habe ich genau gar keinen XGL-Server mit Hardware-Beschleunigung (weder ATI noch Nvidea) hinbekommen. Von dem ach so benutzerfreundlichen und einfachen Ubuntu bin ich nicht so überzeugt.

Einen kompletten Blackout habe ich mir gestern Abend beim Update meines WRT54GL Router von OpenWRT WhiteRussian auf Kamikaze geleistet. Nicht wirklich die Anleitung gelesen, falsches Firmware-Image und als Folge keinen Internet-Zugang um das nachzuholen. Einmal mehr hat mir Grml mit dem grml-router Script den Popo gerettet. Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, aber die ziehe ich Heute noch nach.

Links for 2007-08-13

Überlegungen zum NSLU2 Umstieg

Gestern am späteren Abend bin ich dann endlich dazu gekommen den NSLU2 auszupacken und mal ein bischen mit dem Energie-Meßgerät rumzumessen. Der NSLU2 ist übrigends kaum größer als eine Bigbox Zigaretten-Schachtel und liegt bei etwa 18 Watt egal ob er idled oder was tut. Die Seagate USB-Platte liegt bei 13 Watt im Betrieb und 4 Watt wenn die Platte sich abgeschaltet hat. Dieser Umstand lässt mich nachdenklich werden. Würde ich das System im RAID1 betreiben läge das System bei 2*13+18 Watt = 44 Watt. Viel besser wäre es doch den NSLU2 mit einer Platte zu betreiben und Nachts einmal die zweite Platte zu syncen, da wäre ich bei 31 Watt – etwas weniger als die Hälfte der 70 Watt die mein jetziger Server im Idle zieht.

Da ich sowieso noch einen Drucker anschließen will, brauche ich zusätzlich einen USB-Hub. Dann könnte ich das Debian-System auf einen USB-Stick installieren und nur meine Daten auf die Platte auslagern. Die Idee mit dem Verschlüsseln der Daten habe ich aufgegeben, zwar hat das wohl schonmal jemand gemacht, lag aber bei etwa 1MB/Sek beim Schreiben – das ist mir dann doch zuwenig. Viel werde ich sowieso nicht erwarten, NFS-Server, Samba, SMTP/IMAP und Druck-Server, damit sollte das Ding gut zu tun haben.

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