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Dateiberechtigungen unter Linux wiederherstellen

Da ich mittlerweile mehrfach mit dem Thema konfrontiert wurde: Ein Falsches chown/chmod ist schnell gemacht und schon sind die Berechtigungen ganzer Verzeichnissbäume unter Linux kaputt. Man braucht zum Wiederherstellen am besten einen zweiten Rechner gleicher Art. Also bei einem Ubuntu ein Debian oder Ubuntu und bei Suse wird nur Suse helfen.

Also auf einen anderen Rechner die Berechtigungen mit

# getfacl --recursive / > acl.txt

sichern, ab auf dem USB-Stick damit und auf den betroffenen Rechner mit

# setfacl --restore=acl.txt /

wiederhergestellt. Damit stellt man sowohl die Unix-Berechtigungen wieder her, als auch eventuelle ACLs. Ein vorrausschauender Admin sichert natürlich periodisch die Berechtigungen ;)

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1000 geheime Linux-Tricks und deren Folgen

Nachdem Linux mehr und mehr zum Mainstream wird tauchen die obligatorischen Tips und Tweaks, wie sie seit Jahren ganze Zeitschriften im Windows-Bereich füllen. Sie versprechen alles mögliche, meistens mehr Performance und die Leute übernehmen es meist unreflektiert. So wie damals[tm] bei FasterDapper das einigen Leuten die Rechner zerlegt haben dürfte.

Aktuell gibts beim Ubuntugeek unter der tollen Überschrift How to Increase ext3 and ReiserFS filesystems Performance ein bischen Voodoo. Er propagiert darin das Rumschrauben an den Optionen für das Journalling vom ext3-Filesystem, die nicht ganz ohne Folgen sein können. Leider werden sie nur in einen Nebesatz erwähnt, daher nochmal in deutlich:

The price to pay is that it may allow old data to appear in files after a crash and journal recovery.

Das ist irgendwie nichts, was ich von einen Filesystem erwarten würde. Anzumerken ist noch, das der Artikel doch ziemlich schludrig aus anderen Seiten und man-pages zusammengeklatscht ist.

Xinerama Wallpapers

Der Bürgermeister sammelt seit geraumer Zeit Bilder von Desktops. Nun ist ein Xinerama Screenshot aufgetaucht. Wer auch Xinerama einsetzt und noch gute Wallpapers sucht, wird sicher bei Mandolux fündig.

Zeigt her eure Blogs!

Von Zeit zu Zeit maule ich hier rum, weil ich finde das es zu wenig gute Linux-Blogs gibt. Manche finde ich in meinen Referern, manche beim Suchen nach Problemen. Daher eine Frage in die Runde: Was sind eure Lieblings-Blogs im Bereich Linux? Wen würdest Du empfehlen? Dabei ist es mir egal ob es das eigene oder Fremdsprachig ist (solange es nicht in Canton-Chinesisch geschrieben ist).

Wechsel-Datenträger unter Linux mit UUIDs richtig einsetzen

Früher war alles ganz einfach. Man baute eine Festplatte ein, startete den Rechner, sie war da und hatte ihren festen Devicepfad (/dev/sda1 oder /dev/hde3) und Einbindepunkt (/cdrom). Daran, das man sie im laufenden Betrieb einbinden oder entfernen wollte war nicht zu denken. Seitdem immer mehr Leute USB-Festplatten oder -Sticks benutzen und die Distributionen mehr und mehr auf udev setzn, umso überkommener ist es mit Device-Pfaden zu arbeiten, denn sie können sich sehr schnell ändern. Einige behelfen sich, indem sie ihre Festplatten oder USB-Sticks über udev feste Devices zuordnen, aber wirklich toll und einfach ist diese Lösung nicht. Hier bieten sich UUIDs an, da sie eine feste Zuordnung bieten auch wenn sie Device-Namen verschieben sollten, weil man USB-Stick und Festplatte gleichzeitig nutzt oder eine zweite Platte einsetzen möchte.

UUIDs sind schon da

Wer schonmal in seine /etc/fstab bei Ubuntu Edgy geschaut hat, wird feststellen das sie sich etwas verändert hat:

# /dev/sda4 -- converted during upgrade to edgy
UUID=7b848512-94bc-4e1e-ba2c-a74e664713bf / ext3 defaults 0 1

Der Device-Pfad wurde durch die UUID ersetzt und auch der Boot-Loader grub wurde entsprechend angepasst:

# kopt=root=UUID=7b848512-94bc-4e1e-ba2c-a74e664713bf ro

Dabei sind UUIDs keine Neuheit, sie gibt es mindestens seit 1999, daher verfügt quasi jedes in den letzten Jahren erzeugtes Linux-Filesystem über diese eindeutige Kennung und an sie rauzukommen ist sehr einfach:

tempel$ ls -lF /dev/disk/by-uuid
total 0
lrwxrwxrwx 1 root root 10 Jan 18 19:01 0EDCF622DCF6042D -> sda2
lrwxrwxrwx 1 root root 10 Jan 18 18:01 2e2480a4-a8fe-420a-835a-7f7e238cd717 -> sda6
lrwxrwxrwx 1 root root 10 Jan 18 19:01 563041da-94c3-4b27-bfcc-4aab83b4b7c3 -> sda5
lrwxrwxrwx 1 root root 10 Jan 18 19:01 7490B9EC90B9B548 -> sda1
lrwxrwxrwx 1 root root 10 Jan 18 19:01 7b848512-94bc-4e1e-ba2c-a74e664713bf -> sda4

Alle Linux-Dateisysteme unterstützen UUIDs, wobei die für Wanderer zwischen den Welten wichtigen VFAT und NTFS Dateisysteme sie eigentlich nicht unterstützen. Kein Grund zur Panik, denn die obigen sda1 und sda2 sind NTFS-Partitionen, Linux ist da also nicht so engstirnig. Bei VFAT kann es schon passieren, das keine ID angezeigt wird, dann hilft manchmal der Befehl blkid oder das neuformatieren unter Linux mit mkfs.msdos -F 32 /dev/foo. Ein fertiger Eintrag in die FSTAB sieht dann so aus:

UUID=45D8-AFA7  /media/seagate  vfat    utf8,umask=007,gid=550 0 1

Weitere Einsatzgebiete

Wie oben schon angesprochen gilt diese Vorgehensweise für alle Wechselmedien die ein Filesystem haben können, also USB-Sticks, CF- oder SD-Karten. Auch sind UUIDs eine gute Lösung wenn mehrere Zugriffs-Pfade zu einen Dateisystem bestehen, wie z.B. bei Software-Raid oder in einen Server mit redundanten SAN-Anschluss.

Referenzen: Sidux Manuals und Stable root device (AKA UUID)

Debian Pakete wieder zusammenpacken

Mit dpkg-repack kann man bereits installierte Pakete recovern. Die Paket-Beschreibung sagt folgendes:

dpkg-repack creates a .deb file out of a debian package that has already been installed. If any changes have been made to the package while it was unpacked (ie, files in /etc were modified), the new package will inherit the changes.

dd mit Fortschrittsanzeige

Ha, das ist doch mal ne schicke Sache:

dd if=/dev/sdc | buffer -S 100k | dd of=/dev/sdb

via Studentenkopp