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Ubuntu

Zitat des Tages

Mark Shuttleworth im Interview:

So one option that we considered was: “Let’s not call 8.04 the LTS, let’s call 8.04.1 the LTS”

Kurzer Augenblick der Einsicht - aber nur ein ganz kurzer.

Neues Notebook

Manche gestehen Gegenständen eine Seele zu. Daran mußte ich denken, als zwei Tage nach der Maxdata Insolvenz mein Pro 700 Notebook im stolzen Alter von 10 Jahren die Gehäusedeckel-Scharniere von sich streckte. Eigentlich schade, denn mit seiner Celeron 700Mhz CPU und den 256RAM tat es mit Xubuntu immer wacker seinen Dienst. Klar, mit der Zeit wurde alles langsamer, aber um Abends auf der Couch durchs Web zu ziehen reichte es allemal. Es mußte also etwas Neues her.

Was meine Heim-IT angeht habe ich meist einen ganz einfachen Ansatz: es muss günstig und ohne Schnickschnack sein. Nach etwas suchen viel meine Wahl auf ein Acer Extensa 5220 mit 2 GHz Celeron CPU, 1GB Ram und 15,4 Zoll Display für gerademal 340 Euro. Den Preis merkt man dem Gerät auch an bzw. man fühlt es beim Anfassen. Alles wirkt ein bisschen zerbrechlich und fühlt sich imho an wie eine recycelte PET-Flasche - trotzdem bin ich voll zufrieden. Als Betriebssystem lag ein Linpus Linux bei, welches keine grafische Oberfläche bietet - kein Problem welches man nicht mit einer Kubuntu DVD beheben könnte. Klasse finde ich die kleine Wippe zwischen den Touchpad-Tasten mit der man in alle Richtungen scrollen kann, das große Display und die sich daraus ergebende grosse Auflagefläche für die Hände. Klar, muss man Kompromisse machen. Der WLAN-Chip bei meinem Gerät funktioniert im Moment nur mit dem Ndiswrapper, Bluetooth geht wohl gar nicht und die CPU stammt noch aus einer Zeit, als Speedstep ein Produkt der Fitness-Industrie war. Über die Akkulaufzeit sollte man besser den Mantel des Schweigens hüllen, sie ist mit ca. 1 Stunde kaum erwähnenswert, auch weil ich mit dem Ding eh nur auf der Couch sitzen möchte und dafür ist es allemal Ok.

Die Installation von Kubuntu war vollkommen problemlos. Es hat nur etwas länger gedauert herauszufinden, welche Broadcom Wlan-Karte im Gerät verbaut ist und wie man sie zum Leben erweckt, im Ubuntu-Wiki findet man darüberhinaus noch ein paar intressante Informationen über die Sondertasten und andere Feinheiten. Joar, hat sich gelohnt.

Unser täglich Ubuntu-Update gib uns heute

Wenn mich nicht alles täuscht gab es seit meinen letzten Rant täglich Updates, sogar einen neuen Kernel. Unstable my Ass. Und ja, Ubuntu wird immer mehr zum neuen Windows. Letztens hab ich mich noch über den Neustart von Windows lustig gemacht, den das Acrobat Reader Update erforderlich machte. Heute gabs bei Ubuntu ein neues OpenSSL und die fordern mich tatsächlich penetrant dazu auf meinen Rechner neu zu starten *vogelzeig*

Feste Release-Zyklen sind Augenwischerei

Bei meinen Ausflug zu Fedora 8 fiel es mir zum erstenmal auf: Obwohl veröffentlicht, kamen fast jeden Tag Updates rein. Keine Sicherheits-Updates, sondern Updates für normale Programme. Es scheint bei denen zur Policy zu gehören, aber auch bei Ubuntu? Ich bin erstaunt, das sich fast jeden Tag der Update-Agent meldet. Kann passieren, aber die Menge und was dort alles Upgedated wird erstaunt doch sehr.

Anscheinend war es Ubuntu wichtiger den Release-Termin zu halten, als auf eine ausreichende Stabilität der mitgelieferten Pakete zu achten. Man wollte sich wohl nicht die Blöße geben wie bei Dapper, als man um 2 Monaten nach hinten verschieben mußte. Zumindest haben sie Glück gehabt und keinen großen Bock dabei geschossen - das ist ja auch schon was.

Von Upgrades und Neuinstallationen

Vorgestern war dieses Serverchen mit dem Dist-Upgrade auf Debian Lenny dran. Hat, alles in allem, etwa eine Stunde gedauert. Source-File anpassen, Dist-Upgrade laufen lassen, neuen Kernel installieren, Neustart, dpkg-old und dpkg-new abarbeiten - fertig. Zwei Dinge gab es danach: bei SpamAssassin funktionierte die Bayes-DB nicht mehr und Mysql warf Fehlermeldungen beim Neustart. Beim ersteren lag es am Spamass-Milter, der unter einer neuen UID läuft. Bei Mysql bin ich mir nicht sicher.

ERROR 1064 (42000) at line 1: You have an error in your SQL syntax;
check the manual that corresponds to your MySQL server version for the
right syntax to use near '-seemann_de.sk2_blacklist' at line 1

Die betroffenen Datenbanken funktionieren trotzdem anstandslos. Ich vermutet im Moment, das irgendein Script nicht mit dem Bindestrich im Datenbank-Namen klarkommt.

Zudem habe ich, nach dem Fedora 9 Desaster den Desktop platt gemacht und Kubuntu Hardy installiert. Hat keine Stunde gebraucht bis man damit arbeiten konnte - feels like home.

Debian OpenSSL Schwachstelle - Nicht die SSH-Keys vergessen

Die OpenSSL-Schwachstelle in Debian Etch, Ubuntu von Feisty bis Gutsy und alle anderen Derivaten kann man getrost als GAU bezeichnen, denn die Konsequenzen können dramatisch sein. Leute die öfters mit Verschlüsselung zu tun haben wird der Satz

It is strongly recommended that all cryptographic key material which has
been generated by OpenSSL versions starting with 0.9.8c-1 on Debian
systems is recreated from scratch

alarmierend genug sein. Ubuntu ist da deutlicher:

This includes the automatically generated host keys used by OpenSSH, which are the basis for its server spoofing and man-in-the-middle protection.

Genau, eigentlich jeder mit einen Server auf dem eines der obigen Betriebs-Systemen läuft ist damit direkt von dieser Sicherheitslücke betroffen. Um, zum Beispiel auf einen Root-Server, bei Debian Etch neue Keys zu erzeugen sollte man zur Sicherheit eine zweite SSH-Session aufmachen, dann die alten Keys löschen und neue erzeugen:

 # apt-get update && apt-get -y upgrade
# cd /etc/ssh
# rm ssh_host_*
# /var/lib/dpkg/info/openssh-server.postinst configure

Danach ausloggen, den alten Key aus der ~/.ssh/know_hosts löschen und neu verbinden. Fertig.

Ubuntu 8.04 LTS released

Ubuntu macht PR in Microsoft-Style:

LONDON, April 21, 2008 - Canonical Ltd. announced the upcoming availability of Ubuntu 8.04 LTS Server Edition for free download on Thursday 24 April.

Wenn man was verkaufen will kündigt man an, das irgendetwas dann und dann fertig ist. Wer nix verkaufen muss sagt einfach das es fertig ist.

Ubuntu Long Term Support - Was heisst das eigentlich?

Beschäftigt man sich mit der Verfügbarkeit von Ubuntu läuft man schnell in Platitüden: ‘Nimm LTS, das ist 5 Jahre supported’ heisst es dann. Geht man etwas tiefer differenziert sich das Bild:

Ubuntu 6.06 LTS (Long Term Support) will be supported with security updates for 5 years on the server and 3 years on the desktop after its release [..]
Ubuntu 6.06 LTS Release Notes

Gut, es gibt also eine Desktop- und eine Server-Variante. Nur, worin schlägt sich das nieder? Getrennte Paket-Repositories ging es nicht, alles kommt aus einer Quelle. Ein Indiz über den Umfang liefert die /etc/apt/sources.list selbst, indem vor der Verwendung der universe und multiverse Repositories quasi gewarnt wird. Diese beiden dürften nicht zum LTS gewören und sonst? Eine schwierige Frage, die sich auch schon andere gestellt haben und dabei ist diese Liste aufgetaucht.

Von den vormals 17000 Paketen bleiben also 533 übrig. Somit relativiert sich also die Sache ein wenig und es scheint mir eine gute Idee zu sein auch Dapper LTS nicht länger als 3 Jahre zu nutzen.

Ubuntu ist das neue Windows

Gibt es einen besseren Beweis als diese Überschift?

Tweaking Hidden Ubuntu Settings With Ubuntu Tweak

Ich glaube kaum.

Anderthalb Jahre und zwei Versionen später

Und dieser Bug existiert immer noch in Ubuntu. War da nicht was mit Enterprise Ready?

Update: Ein Jahr nach der Ankündigung sind Sun Server offziell für Ubuntu zertifiziert. Die Reihenfolge der Nennung ist intressant.