Wir ertrinken in Information, aber hungern nach Wissen [John Naisbitt]

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Warum nur tue ich mir das an?

Jeden Tag schaue ich auf zwei-, drei Webseiten vorbei bei denen ich schon vorher weiss, das ich dort wieder nichts intressantes finden werde. Warum nur?

Zeitmanagement - Ein erstes Fazit

Das Buch hatte ich natürlich nicht ohne Grund gelesen, sondern ich wollte schon ein paar Dinge für mich herausziehen. Daher habe ich angefangen eine täglich Todo-Liste zu führen. Nicht so ausgefeilt wie im Buch, denn soviele Todos habe ich nicht und Priorisieren kann ich ganz gut on-the-fly. Bis jetzt funktioniert das ganz gut. Nebenbei versuche ich Routine darin zu entwickeln gleich morgens und kurz vor dem Feierabend die Todo-Liste auf Stand zu bringen. Was noch kommen muss ist der Schritt von täglich zu wöchentlichen Todos und Routinen.

Auch fallen mir beim Autofahren viele Dinge ein, aber wenn ich da bin versacken diese Sachen wieder. Ich habe schon überlegt mein Handy, welches eine Diktierfunktion hat voll zu sabbeln (Diane, vergiss bitte nicht … und verdammte guter Kirschkuchen). Naja, mal gucken.

Tschö 2007

Das Jahr 2007 geht es wird also Zeit zurückzublicken. Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen es ruhiger angehen zu lassen. Diesmal kein Kind (2002, 2004, 2006), kein Hauskauf (2004), kein Stress mit der Firma (2005/2006). Hat auch soweit gut geklappt. Privat war es also etwas ruhiger dieses Jahr, nur die Zisterne hat mich auf Trab gehalten. Paul, Max und Michel wachsen und gedeihen. Vielleicht geht Paul im kommenden Jahr zur Schule - Leute wie die Zeit vergeht. Alle Drei machen mich sehr Stolz. Meike wächst und gedeiht zwar nichtmehr, aber auch sie macht mich Stolz.

Blog-technisch wiederhole ich mich jedes Jahr: es gibt einfach zu wenig inhaltlich gute Blogs. Viele fangen vielversprechend an geben dann aber zu schnell auf oder man merkt schnell, das der Blogger nicht seine Leser, sondern sein Portemonaie im Blick hat. Eine löbliche Ausnahme ist Otmanix, ich hoffe er hält noch eine Weile aus :) 2007 war aber auch das Jahr der Blogmassen. Das Masse noch nie Klasse bedeutet hat ist eine Binsenweisheit. Es kamen die Suchmaschinen-Spammer und jede Menge anderer Leute die in Blogs irgendetwas reinprojeziert haben. Fast jede Woche kamen irgendwelche Anfragen über Link-Tausch, Blog-Netzwerke oder anderweitige ‘Kooperationen’ welche ich alle abgelehnt habe. Das meiste waren halbgare Ideen oder der Versuch irgendein Google-Ranking zu pushen.

Hinundwieder plagte mich auch Gedanke alles hinzuwerfen, so wie es Martin vom /bin/blog gemacht hat. Nein, so ein Kulturpessimist bin ich nun auch wieder nicht. Natürlich werden wir alle Sterben, aber jeder zu seiner Zeit. Mir macht das bloggen einfach zu viel Spass. Martin anscheinend auch, sonst hätte er kein neues Blog angefangen ;) Ansonsten wird es weitergehen wie bisher. Um mich mal selbst zu zitieren:

Mein Anspruch war es nie ständig die Geschehnisse der (IT-)Welt zu kommentieren, ich wollte immer eigenen Content haben. Das habe ich sicher auch bis zu einen gewissen Punkt geschafft. Für all die Twenty-Something-, Gadget- und Geekplatitüden die so täglich durchs Blogdorf gejagt werden fehlt mir Vielfach der Draht. Sicher klingt das ein wenig abgehoben, aber mit 37 Jahren, Frau, drei Kindern, einen Haus und was sonst noch zum ordentlichen Spießertum gehört sieht mein Blick auf die Welt ein wenig anders aus.
Zur Lage der Nation

Das sogenannte Social Web fand auch 2007 nicht statt. Bei Facebook, Myspace und Co. geht es in Wirklichkeit nur darum genügend Werbefläche für Banner zu generieren um damit die Taschen von Leuten zu füllen die man nicht kennt und im RL vielleicht nichtmal die Hand reichen würde. Denen meine persönlichen Daten geben? No way. Auch Shooting-Starts wie Digg oder Reddit haben daran nichts geändert. Angetreten um das Wirrwarr im Netz durch Empfehlungen aufzudröseln versinken sie in Spam und kleine Jungen Witze - ein Zufallsgenerator würde intressantere Links finden. Auch hier wieder: Masse ist nicht Klasse. Das deutsche Pendant Yigg ist vollends am Absaufen. Eine Handvoll SEOs hat dort die Listen übernommen. Herausgekommen ist ein Newsticker mit Banalitäten oder Tagesklatsch den man auch auf jeder anderen, beliebigen Newsseite finden kann. Einzig der dezentrale Ansatz von Noserub ist mal etwas komplett neues. Damit könnte ich mich am Allerersten anfreunden.

Achja, einen Google-Account besitze ich noch immer nicht. Google wird das nächste Evil-Empire direkt nach Microsoft, daran werden auch die netten Gesichter der Gründer nichts ändern. Bill Gates hat es geholfen, indem man ihn für Harmlos hielt.

Beruflich war dieses Jahr im Zeichen der Veränderung. Seit Mitte des Jahres vertrete ich meinen Teamleiter. Das hatte eine ziemliche Änderung meiner Sicht auf Dinge zur Folge. Als einfaches Team-Mitglied kann man sehr viel kompromisloser sein was Standpunkte angeht, zumal ich von par ordre de mufti nicht viel halte. Wenn man sich einig ist erreicht man wesentlich schneller und besser seine Ziele. Man ist Schlägkräftiger und Effizienter nach oben und zur Seite. Ich verbringe nun wesentlich mehr Zeit damit zu koordinieren, zu organisieren und zu diskutieren um Sachen anzuschieben. Das macht mir auch sehr viel Spass, ich hoffe aber das ich die Technik nicht aus den Augen verliere.

Apropos Technik. Dieses Jahr war das Solaris 10 Jahr für mich. Auf der einen Seite macht es sehr viel Spass damit zu arbeiten, auf der anderen Seite nervt es mit Ballast der letzten 30 Jahre. Privat hat mich der Umstieg auf die Linksys NSLU2 NAS Appliance auf Trab gehalten, was ich im übrigen nie bereut habe. Klar, das Ding ist etwas schwachbrüstig, aber man lernt damit zu leben. Mit meiner Suche für eine neue Distri bin ich noch nicht viel weiter. Das ich im Moment Fedora nutze soll nicht heissen es wäre besser als Archlinux; Fedora bietet mir lediglich im Moment den geringsten Widerstand. Ich habe da im Moment ein paar Prioritäten und die Distri-Wahl hat eine sehr niedrige.

Und Vorsätze für das neue Jahr? Wie immer keine.

Leistungssportler

Ich hab mir beim weihnachtlichen auf der Couch rumlungern eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen. Weihnachten ist echt nichts für Untrainierte. Aua!

Nerdwichteln: Die Regeln

  1. Das Thema lautet: Nerd-Wichteln - Habt Spass es ist nicht das Erste
  2. Der Wert des Päckchens sollte mit versicherter Sendung bei 20 Euro liegen. Ein bischen drüber oder drunter ist auch in Ordnung
  3. Da wir uns nur wenig kennen ist Weihnachten als Öffnungs-Datum zu kurzfristig, daher ist das Öffnungs-Datum der 5. Januar, denn an diesem Tag nahm das GNU-Projekt seine Arbeit auf. Wann ist egal, bitte erst ab 20.00Uhr den Inhalt bloggen. Wer keines hat kann mir Bilder schicken.
  4. In das Päckchen soll etwas nerdiges oder für den Nerd sein
  5. Am Ende wird es ein Posting geben, in dem die Auflösung steckt, wer wen bewichtelt hat und die Fotopostings verlinkt werden. Ihr könnt Euch also ruhig enttarnen
  6. Anmeldeschluss ist Sonntag der 9.12.2007

Mein Dank an Lia, deren Regeln wohl unter Open Source stehen und ich sie deshalb wiederverwenden durfte :)

Du weisst das du zuviel zu tun hast…

wenn du von vier auf sechs virtuelle Desktops aufrüstest.

Dies & Das

Manchmal habe ich dieses ‘darüber müßte ich bloggen’-Gefühl, lasse es dann aber, weil ich es nicht in Suchmaschinen wiederfinden möchte. Deshalb wird es in Zukunft Postings geben, die nicht Öffentlich sind. Es ist also eine Anmeldung notwendig, um diese zumeist privaten Sachen zu lesen. Ich behalte mir vor alle Anmeldungen zu löschen hinter denen mir nichts sagende Pseudonyme und Email-Adressen stecken.

Auch werde ich in Zukunft stärker auf Kommentare achten. Noch ist hier nicht das Heise-Forum, aber irgendwie sind mir das zuviele MeToo-Postings.

Ich habs doch nur gut gemeint

Da macht man die Mailserver schneller und was passiert? Man bekommt wesentlich mehr Spam rein. Diese Welt ist so undankbar.

Strange Feelings

Ich hab Nachbars PC gerade mit DSL versorgt. Windows ME, Alice-AOL und so. Ich kann gar nicht beschreiben wie ich mich fühle.

Jörn der EDV-Tester

Ich liebe die TV-Sendung Rach, der Restauranttester, in der der Koch Christian Rach Restaurants bei Problemen hilft. Er hat eine Woche Zeit, um den Laden wieder auf Vordermann zu bringen. Zeit in der er die Lage analysieren, Vorschläge für Veränderungen erarbeitet und sie auch noch umsetzt. Im Prinzip also angewandtes Projekt- und Krisenmanagement, aber sehr Unterhaltsam und die Form ist, wie ich finde, austauschbar.

Aus meiner Zeit in vorherigen Firmen weiss ich wie es in vielen EDV-Abteilungen aussieht. Chaos ist an der Tagesordnung. Überforderte Chefs, planlose Mitarbeiter, niemand möchte Entscheidungen treffen oder gar dafür gerade stehen, ganz wie beim Herrn Rach. Man könnte also seine Sendung auf die IT-Abteilungen dieser Welt anwenden und viele Glücklich machen. In etwa so:

  • 1.Tag - Unangekündigte Anreise und Gespräch mit dem Chef auf ‘Du, was läuft denn Falsch?’-Frage
  • 2.Tag - Interview mit dem Admin und erster Blick in den Serverraum. Erschrockener Blick und ‘morgen müssen wir was ändern’ murmeln
  • 3.Tag - Erarbeiten einer ‘Speisekarte’. ‘Ihr braucht Exchange und ein CRM’. Gemeinsames Aufräumen des Serverraums
  • 4.Tag - Erstes Krisengespräch. Der Linux-Admin will Windows nicht, der Firewall-Heini kriegt bei Cisco das Kotzen. Jeder soll sich in die Rolle des anderen versetzen
  • 5.Tag- Erste Erfolge. Der Linux-Admin stöbert im MSDN-Archiv, der Windows-Mensch lädt OpenSuSE herunter
  • 6.Tag - Vorbereitung auf den grossen Tag. Die letzten Server werden installiert, die Virenpattern nochmal aufgefrischt. Alle sind aufgeregt
  • 7.Tag - Die IT-Abteilung gibt bekannt sich neu erfunden zu haben. Alles neu, alles ganz anders - mit den gleichen Leuten

Natürlich müsste ich dann nach ein paar Wochen unangemeldet auftauchen. ‘Ja, Outlook war ein Volltreffer und mit dem neuen Web 2.0 Portal sind wir ganz vorne dabei’, sagt der IT-Leiter. ‘Und wo ist der Herr Sowieso?’ höre ich mich fragen, ‘Ach, der ist mit der neuen Zeit nicht mitgekommen’.