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Solaris

Update auf OpenSolaris SNV_91

Ich habe meine OpenSolaris Installation mal upgedated. Ging ein paar mal schief, was aber nicht weiter schlimm war, einfach den Snapshot mit beadm destroy $SNAPSHOTNAME löschen und gut. Zuletzt gab es eine Fehlermeldung, das Update hat aber trotzdem geklappt, das hängt wohl mit zu vielen Snapshots zusammen.

bash-3.2# pkg image-update
DOWNLOAD                                    PKGS       FILES     XFER (MB)
Completed                                552/552 24839/24839 1334.46/1334.46

PHASE                                        ACTIONS
Removal Phase                              3222/3222
Update Phase                             14815/14815
Install Phase                            17450/17450
pkg: unable to activate opensolaris-3

Wäre noch ganz nett wenn pkg einen lokalen Cache für heruntergeladene Pakete hätte, sonst dauert das Update einfach Ewig.

Howto use Blastewave and Sunfreeware Repositories in OpenSolaris 2008.05

First how much stuff is in it?

bash-3.2# pkg list -a | wc -l
    4465

Now add the repos

pkg set-authority -O http://blastwave.network.com:10000 blastwave
pkg set-authority -O http://pkg.sunfreeware.com:9000 sunfreeware.com

and update

pkg refresh

So you get

bash-3.2# pkg list -a | wc -l
    6381

Yay!

OpenSolaris 2008.05 - Das sowhat?-Release

War nicht heute die Veröffentlichung vom Release Candidate 3 von OpenSolaris 2008.05 angedacht? Anyway, aus irgendeinen Grund hat sich Sun heute erbarmt und dann doch die stabile Version herausgebracht. Ich hatte mir schon letzte Woche eine Version installiert und auf das Woa!!!! gewartet - kam aber nicht. Stattdessen war DNS komplett kaputt inklusiver leerer resolv.conf und einer nsswitch.conf wie sie in Solaris vor zehn Jahren üblich war.

Zugegeben was Jörg über das Snapshot based Boot Enviroment zeigt ist schon cool, aber sonst? Oh, ein Paket-Manager mit etwa 4500 verfügbaren Paketen. Klingt nach Erlösung, ist aber keine, sondern ein Solaris mit Gnome-Desktop - no more, no less.

Ich will das nicht schlecht machen, denn es zeigt letztlich das es (wenn auch im Schneckentempo) weitergeht mit Solaris. Klar, sie haben was das Userland angeht ein paar Jahre aufzuholen und nun einen Schritt getan, aber ein großer Schritt war es nicht. Vielleicht verständlich, denn die ‘bloß nichts verändern’-Fraktion ist groß, denn viele die etwas ändern wollten sind entnervt gegangen. Somit ist OpenSolaris 2008.05 quasi der kleinste gemeinsame Nenner und genauso fühlt es sich an.

OpenSolaris - Unstable since birth

Bei Otmanix gibt es eine wundervolle Zusammenfassung zum Thema Solaris als Storageserver. Leider kommt darin zu oft das Wort OpenSolaris vor. Versteht mich nicht falsch, ich finde es toll das es OpenSolaris gibt, nur ist das ein Äquivalent zu Debian Sid. Quasi ein offenes Versprechen seitens Sun. Möchte man soetwas im täglichen Betrieb haben? Ich hab da, bei aller Begeisterung, mein Zweifel.

Die Versions-Fetischisten haben bei Debian gewonnen oder von der Qual eine Distributions-Strategie zu entwickeln

Als ich gestern über das Ende von Debian Sarge nachdachte fiel mir auf, das diese Version nicht einmal 3 Jahre gehalten hat, eigentlich sehr schade, wie ich finde. Gerade die Langlebigkeit von Debian-Distributionen empfand ich immer sehr angenehm, denn für viele Server ist ein zu kurzer Lebenszyklus weder sinnvoll noch rentabel.

Schaut man über die Lebenszeit eines Systems, sind 3 Jahre eine verdammt kurze Zeit. Projektierung, Anschaffung, Test, Betrieb und das Ausphasen verschlingen doch etliche Zeit. Ist zu diesen Zeitpunkt die Distribution schon ein Jahr veröffentlicht verschlimmert sich die Sache sogar noch. Debian mit seinen bisherigen Lebenszyklen war daher für mich das erste Enterprise-Linux, auch wenn die Länge nicht immer geplant war, sondern sich durch Unzulänglichkeiten oder dem Erwachsenwerden der Organisation begründeten.

Man braucht also einen guten Kompromiss für den Lebenszyklus einer Distribution. Wenn 3 Jahre zu kurz sind, denke ich, kann man mit 5 Jahren gut leben. So hat man die Gewissheit auch noch mitten im Lebenszyklus einer Distribution nicht auf ein totes Pferd zu setzen. Diese lange Zeit stellt aber auch die Distribution vor Probleme, denn die Hardware ändert sich in dieser Zeitspanne dramatisch. Das war schon immer ein wunder Punkt von Debian, welches sich aber durch den Einsatz der Backports stark gebessert hat.

Wie es mit dem LTS von Ubuntu ausschaut wird sich auf Dauer zeigen. Im Moment sieht es so aus, das sie einen Haufen Software für Stabil erklärt haben und das für die nächsten 5 Jahre nicht ändern wollen. In Konsequenz bedeutet dieser Umstand schon heute, das Ubuntu Dapper LTS für langfristige Projekte Tod ist. Man stelle sich ein Projekt vor, das in ein, zwei Jahren erweitert werden muss. Die heutige Hardware ist nicht mehr lieferbar und installieren lässt sich Dapper LTS auch nicht mehr. Klar kann man nun zu Frickeln anfangen, aber das pflegen eigener Pakete kann ganz schön aufwändig sein.

Einen wirklich guten Kompromiss zwischen Lebenszyklus und Aktualität was Hardware-Treiber angeht liefert im Moment Redhat resp. CentOS. Selbst CentOS 4 kann man heute noch in Projekten ohne Bedenken einsetzen, da Redhat mit Version 4 bis ins Jahr 2012 plant. Neue Hardware trotz 2.6.9er-Kernel? Kein Problem!

Schaut man über den Tellerrand zu Solaris sieht die Situation noch besser aus. Nächstes Jahr fängt, nach über 10 Jahren, Solaris 8 an auszulaufen. Die Schmerzen die es hinterläßt sind aber erträglicher als die Schmerzen die ein Wechsel der Version unter Linux verursachen kann, besonders wenn man viel selbstgeschriebene oder gekaufte Software einsetzt. Bedeutet eine neue Version der Linux Distribution vielfach neue Software, kann man die alte unter Solaris dank der garantierten Binärkompatibilität weiter einsetzen. Das Solaris dafür an anderen Ecken stinkt macht die Wahl einer Umgebung nicht einfacher.

Mit screen Benutzern unter Linux über die Schulter schauen

Es gibt genug Situationen wo man bestimmten Benutzern einfach mal auf die Finger schauen möchte. Als Klassiker würde ich mal Service-Techniker bezeichnen, welche (evtl. als root) an Systemen arbeiten müssen. Hier gilt die Devise ‘Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser’ und mit ein bischen GNU Screen kann zumindest nachvollziehen was gemacht worden.

Zuerst muss man screen Setuid-Root setzen:


# chmod u+s /usr/bin/screen

und die Berechtigungen von /var/run/screen anpassen:


# chmod 755 /var/run/screen

Der erste Benutzer startet nun screen und gibt

STRG+A:multiuser on

ein. Nun muss er den zweiten Benutzer berechtigen bzw. mehrere durch Komma getrennt:

STRG+A:acladd joern

Das kann man auch sicherer gestalten, indem man ein Passwort vorgibt, welches man vorher mit
mkpasswd crypted muss:

STRG+A:acladd joern nTFa9CA4bqAVw

Zur Sicherheit noch das Logging einschalten und dann kann der Zuschauer kommen:

STRG+AH

Dieser startet screen folgendermaßen, wobei zap der Benutzername des ersten Benutzers ist und 9954 die Prozess-ID des screens ist auf den man zugreifen möchte:


$ screen -x zap/9954

Fertig ist Big Brother. Das Funktionert übrigens auch unter Solaris mit screen aus dem Blastwave-Repository.

So kurz, so wahr

Beim Solaris /bin/true zeigt sich die wirkliche Genialität von Programmierern.

Ein Bauchladen namens Sun

Nun ist die Ankündigung von Sun den Datenbankhersteller Mysql AB zu übernehmen etwas her. Man kann viel darüber lesen. Besonders die professionellen IT-Schreiberlinge überschlagen sich. Irgendwie erschließt sich mir der Sinn und Zweck noch immer nicht. Was wollen die mit einer Firma die, im Vergleich zu Sun, keinerlei Umsatz macht und es auch starke Zweifel gibt das sich je etwas daran ändern wird? Ich meine aus StarOffice hat Sun auch nie etwas gemacht. Ok, OpenOffice ist ein schönes Nebenprodukt aber daran verdienen sie auch nichts. Oder der Kauf von StorageTek. Ich habe täglich mit Sun-Hardware zu tun, aber von deren Storage hab ich noch nie etwas gesehen oder gehört, ganz so als wären die Nicht-existent. Mir drängt sich ein bischen der Verdacht auf, das man hier nur einen Namen kaufen wollte und hofft in Folge ein bischen mehr Hardware zu verkaufen. Warum man sich nicht auf das konzentiert was man kann, nämlich gute Server zu bauen, ist mir ein Rätsel.

Dabei gäbe es selbst dort noch was zu tun, denn anscheinend leidet die Server-Division unter Langweile. Wie wäre es denn mal damit die Service-Prozessoren (Remote-Management der Hardware via Console oder KVm) zu konsolidieren? Jede Hardware-Architektur hat nämlich seine eigene Art der Service-Prozessoren. Da gibt es ALOMs in den Sparcs, ILOMs in den grossen Galaxies und ELOMs in den X2100 und neuen Xeon-Kisten. D.h. jedesmal muss man sein System-Management anpassen, nur weil Sun mal wieder meint irgendwo nen Euro sparen zu können.

Links for 2008-01-05

Abwarten und Tee trinken

Auf der einen Seite ist es sehr spannend zu sehen, was alles für Solaris angekündigt wird:

Angekündigt heisst aber leider nicht veröffentlicht und schon gar nicht einsetzbar. Denn selbst über veröffentlichte Dinge wie ZFS oder das iSCSI-Target liest man mehr über Probleme als einem lieb sein kann.