Archiv für die Kategorie „Villa Seemann“

Jörn der Baumeister – die Handpumpe

Gut Ding will Weile haben oder so. Fast anderhalb Jahre nach Fertigstellung der Zisterne kann nun auch endlich Wasser entnommen werden. Eigentlich ist es nur ein Provisorium, aber sie funktionert:

Die Handpumpe an der Zisterne

Wenn ich mit dem Hof fertig bin, muss ich mir mal Gedanken um eine vernünftige Lösung inkl. Hausanschluß machen. Hoffnungen in diesem Jahr noch fertig zu werden habe ich nicht.

Jörn der Baumeister – Ein neuer Hof

Nachdem es im letzten Jahr recht ruhig war in Sachen Villa Seemann, soll es dieses Jahr deutlich mehr Aktivitäten geben. Den Anfang macht unser Hof, welcher so aussah:

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Einen Kaffee, einfach einen Kaffee

Früher[tm] war die Welt so einfach. Bestellte man einen Kaffee wurde genickt, in seltenen Fällen wurde noch ‘koffeinfrei?’ gefragt und die Bestellung ausgeführt. Heutzutage ertönt ein monotoner Sprechgesang der Bedienung:

Cappucino, Latte, Latte Machiato, Espresso, Mokka, French, Americano, Arrabica, Ristretto oder Lungo?

Sagt man dann ‘Einen Bohnenkaffee, bitte’ erntet man meistens seltsame Blicke, aber immerhin man bekommt ihn (noch). Die Welt ist kompliziert geworden, selbst bei so scheinbar einfachen Sachen wie Kaffee. Das schoss mir heute durch den Kopf, als wir in der Elektrowaren-Abteilung standen und diese neumodischen Kaffeemaschinen zu Preisen von Kleinwagen anschauten. Was die nicht alles können! Die haben LCD-Display, Internet-Zugang und Klingelton-Download – könnte man meinen. Wir haben dann auch eine gekauft, aber die ist Senoiren-Kompatibel. Ein paar Druckknöpfe und zwei Drehregler müssen reichen – zu mehr Fortschritt bin ich im Moment nicht bereit.

Die Sat-Anlage ist fertig

Gestern war wieder schönes, klares, kaltes Wetter. Beste Vorraussetzungen also mit der Sat-Anlage weiter zu machen. Zuerst habe ich die Verkabelung des Multischalters beendet. Unter der Woche hatte ich die Verbindungskabel zwischen Multischalter und den Erdungsblöcken fertiggemacht und so dachte ich, das würde nun zügig vorangehen. Leider hab ich nicht mit meiner Verpeiltheit gerechnet. Zuerst ist mir aufgefallen das ich zwei Astra LNB-Kabel gleich markiert hatte, dann dachte ich mir bei den Kabeln für den Hotbird-LNB ‘Och, die LNB-Kabel sind viel zu lang, mal kürzer machen’. Als ich dann den Seitenschneider beim letzten Kabel ansetzte fiel mir dann wieder ein, das die Markierungen nun weg sind. Tja, was man nicht im Kopf hat muss man eben in den Beinen haben und so folgte eine Leiter rauf und runter Nummer. Trotzdem ist das Ergebniss ganz ansehnlich:

Die Verkabelung des Multischalters

Anschließend folgte das ziehen des ersten Kabels vom Multischalter ins Wohnzimmer. Dafür musste ich zuerst eine Stelle im Dachstuhl vom Anbau finden wo ich ein Loch bohren konnte, um das Kabel ins Freie zu ziehen. Dann kamen Rohre in den das Kabel an der Hausaussenwand Platz fand und die Bohrung ins Haus. Dort, im vorderen Keller, dann wieder Rohre für das Kabel. Die Bohrung in den hinteren Keller hatte ich schon vor geraumer Zeit gemacht, weil ich vorhatte dort eine Telefonleitung zu legen, also Arbeit gespart. Genauso brauchte ich dort auch keine Rohre legen – alles schon vorhanden.

Als nächstes habe ich auf dem Dachboden eine Abrollvorrichtung für die Koax-Kabel Rolle gebaut und dann das Kabel ins Freie gezogen. Ich hab gleich 30 Meter abgerollt und dann durch die ganzen Bohrungen und Rohre ins Wohnzimmer durchgeführt. Langsam wurde es Dunkel, der Ehrgeiz aber lies nicht nach – ich wollte unbedingt das erstemal SAT-TV gucken. Also provisorisch das Kabel im Wohnzimmer verlegt und den Kathrein-Receiver angeschlossen. Es folgte ein lange Arie mit Schlüssel drehen und immer nur den auf 28 Grad Ost zu finden. Das ging so bis später Abend. Mark kam noch vorbei um zu helfen, aber trotzdem nix. Entnervt hab ich dann aufgegeben. Wir haben noch rumgerätselt, ob nicht doch irgendein Giebel dazwischen wäre. Von Zweifeln genagt hab ich dann in Google Earth nachgeschaut, denn dort kann man die Himmelsrichtungen sehr gut erkennen, um dann Pi mal Daumen zu peilen, ob in 19,2 Grad etwas dazwischen ist. Es konnte aber Entwarnung gegeben werden.

Heute dann gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Den alten Fernseher aus den Keller geholt und hinten bei der Schüssel aufgebaut, Sat-Finder mit dran – man kann ja nie Wissen. Wieder hab ich nur 28 Grad Ost gefunden. Ich hab dann nochmal alle Anschlüße am den LNBs nachgezogen und die Elevation erhöht und siehe da: Astra 1D auf 19,2 Grad und Hotbird auf 13 Grad Ost waren fast Augenblicklich da.

Der Versuchsaufbau

Also die Kabel im Wohnzimmer verlegt und Dreambox aufgebaut. Gemini folgt irgendwann später. Auch werde ich noch ein Kabel ins Wohnzimmer für den PC legen und eines ins Schlafzimmer. Vielleicht muss ich noch einen Tick an der Schüssel drehen, denn der Empfang auf Hotbird ist nicht so dolle.

Der Blick aus dem Haus auf die Schüssel

Achja, die Erdung fehlt noch. Das ist aber ein Thema für das Frühjahr, denn das heisst buddeln und Erdungsspieße in den Boden hauen.

Sat-Anlage: Es geht weiter

Eigentlich hatte ich gestern etwas anderes vor, aber das zerschlug sich und so ging es weiter mit der Sat-Anlage. Die Wolken hingen den ganzen Tag tief und ich rechnete beinahe Augenblicklich mit einen Regenschauer und so fing ich im Schuppen an einen Holzrahmen unter eine Fermacell-Platte zu basteln. Dank Ikea hatte ich auch mehr als genug kleine Nägelchen rumliegen, kaum zu glauben was bei diversen Schrankaufbauten so alles liegengeblieben ist. Als die Platte fertig war, habe ich sie auf den Dachboden vom Anbau gebracht. Dort landete sie als Befestigung für Multischalter und Erdungsblöcke (die leider noch fehlen) an der Wand.

Die Fermacell-Platte mit aufgeschraubten Multischalter

Noch was zum Multischalter. Das ist ein SMS 9949 NF von Spaun. Die Multischalter dieses Herstellers haben einen sehr, sehr guten Ruf was Qualität und Signalverhalten angeht. Das Gerät ist kaskadierbar, hat noch einen zusätzlichen Eingang für terristrischen Empfang und eine Stand-by Schaltung. Das heisst er schaltet sich, wenn er nicht benutzt wird von 16 Watt auf 1,5 Watt herunter, etwas nicht selbstverständliches bei Multischaltern.

Als nächstes waren die LNBs dran. Der Multifeed-Halter von Fuba ist wirklich was für DAUs. Neben einer Grad-Skala und gibt es einen Beileger auf dem genau aufgezeichnet ist wo die LNBs für Astra und Hotbird (oder andere Satelliten) angeschraubt werden müssen. Man benötigt lediglich einen Schraubendreher um alles zu montieren. Die LNBs werden geklemmt und der Multifeed-Halter mit einer Schrauben am Ausleger befestigt.

Der Multifeedhalter vor dem Zusammenbau

Da sich das Wetter nicht änderte, es aber auch keinerlei Anstalten machte zu regnen wurde ich mutiger und fing an die Planungen für die Verkabelung der LNBs zum Multischalter zu machen. Herausgekommen sind zweimal vier Kabelstränge welche durch die Wetterabdeckung des LNBs zusammengehalten wurden. Vorsorglich habe ich die Kabel an beiden Enden beschriftet, damit ich später beim Verkabeln des Mutischalters nicht durcheinander komme. Jetzt steht also an jedem Kabelende welcher Satellit (Astra, Hotbird), das Band (Highband, Lowband) und die Polarisation (Horizontal, Vertikal).

Der Kabelbaum vor dem Anbau

Und so sieht alles Montiert aus:

Der Kabelbaum vor dem Anbau

Sogar die Schüssel konnte ich später noch so Pi mal Daumen ausrichten. Abends dann merkte ich das schon wieder viel zu lange Herbst bzw. Winter ist und ich wieder voll ausser Übung gekommen bin was körperliche Arbeiten angeht. Die Kinder haben auch den ganzen Tag draussen gespielt und dem entsprechend Platt am Abend. Ein voller Erfolg also – für Alle.

Es geht los mit der Sat-Anlage

Dieses Wochenende ist es nun endlich mit der Sat-Schüssel losgegangen. Das Wetter gestern war nicht sonderlich toll. Es hat eigentlich immer mal mehr, mal weniger geregnet, aber trotzdem juckte es mich nun endlich loszulegen. Zudem wollten meine Schwiegerelter vorbeischauen und mir ein Mastrohr und paar helfende Hände mitbringen. Zuerst mußten ein paar Kannichenställe dran glauben, die sowieso nicht mehr in Benutzung waren. Als dann meine Schwiegereltern da waren, bin ich mit Paul, Max und Ulli zum örtlichen TV-Großhandel gefahren, um Masthalter zu Apothekenpreisen (Internet: 15 Euro, local dealer: 34 Euro) zu erstehen.

Ulli hat dann das Mastrohr gekürzt und die Wandhalter angebaut. Danach habe ich die Schüssel an den Mast gebaut, was wirklich sehr einfach war. Die Fuba-Schüssel macht einen sehr gut verarbeiteten Eindruck und ist mit ein paar Handgriffen montiert, sogar ein Winkelmesser für die Elevation ist eingebaut und so sieht es im Moment aus:

Die Sat-Schüssel am AnbauDer Masthalter in Grossansicht

Die Schüssel ist noch gedreht, um die Montage der LNBs und der Verkabelung zu erleichtern. Später wir sie dann gedreht, ein Stück höher geschoben und das Rohr entsprechend abgeschnitten.

Heute habe ich dann noch eine Kleinigkeit erledigt, indem ich eine Steckdose auf dem Dachboden des Anbaus angebracht habe. Sie wird den Multischalter und evtl. später einen WLAN-Accesspoint für die Terrasse mit Strom versorgen.

Schicke Steckdose, nech?

Bleibt zu hoffen, das es nun keinen Wintereinbruch gibt. Bei Kälte zu arbeiten macht so gar keinen Spass.

Eine Sat-Anlage soll es werden

Seit 2004 bewohnen wir nun unser Häuschen und seitdem schlagen wir uns mit DVB-T rum. Die Bild-Qualität ist meiner Meinung nach sch…lecht. Ausserdem ist DVB-T sehr stöhranfällig, wie ich finde. Fährt draussen ein Moped vorbei bricht das Bild zusammen – sehr unschön. Ich spiele daher schon länger mit dem Gedanken eine Sat-Anlage anzuschaffen. Dabei ist es bis jetzt immer geblieben, aber ich gehe fest davon aus, das es im neuen Jahr losgehen wird.

Grob habe ich die benötigen Dinge auch schon im Kopf:

  • eine TechniSat Multytenne für vier Satelliten
  • ein passender Spaun Multischalter für vier Satelliten und vier Teilnehmer
  • einen Mast
  • jede Menge Koax-Kabel
  • eine Dreambox DM600, einen FTA-Reciever und eine DVB-S Karte für den PC

Einer der Gründe, warum es noch keine Sat-Anlage gibt ist unser Haus. Es hat eine schöne alte Fassade, wo jedes Anbringen einer Schüssel frevel bedeuten würde. An der Seitenwand hätten wir auch freie Sicht auf die Satelliten, aber auch das ist ein No-Go. Bleibt also nur das Dach vom Anbau. Auf diesem Bild kann man gut sehen was ich meine. Der Fotograf stand ziemlich genau in Richtung Satelliten und hinter dem Haupthaus sieht man noch das Dach des Anbaus. Da soll ein kleiner Mast ran und daran die Sat-Schüssel. Leider fangen damit meine Probleme an.

Der Antennen-Mast, die Koaxkabel und der Multischalter müssen geerdet werden (bitte nicht mit Blitzschutz verwechseln), die Vorgaben sind nicht ohne. Eigentlich hatte ich geplant vom Dachboden des Anbaus auf den Dachboden des Haupthauses die Koaxkabel zu ziehen und von dort in die Räume zu verteilen. Für die Erdung muss auch aber ein 16mm² Kabel vom Mast zur Potentialausgleichsschiene im Keller gezogen werden. Wenn das so sein muss ziehe ich doch lieber gleich die Koax-Kabel mit durch den Keller, rein Längenmäßig ist das kein Unterschied.

Irgendwie düngt mich das ich hier wieder so einen Aufriss vor mir habe, wie mit der Zisterne.

Jörn der Baumeister – Fast fertig

So ganz bin ich nicht fertig geworden, auch wäre ich am liebsten einen Tag früher fertig geworden, da so unser Besuch einmal ums Haus laufen musste, aber egal. Ich dachte nämlich das Schlimmste hinter mir zu haben, aber weit gefehlt. Die Rohre vom Fallrohr zum Hauskanal waren mit Beton ineinander vergossen, so das ich größte Sorgfalt walten lassen musste um nicht den Hauskanal zu zerstören. Hier ein Stück vom Fallrohr abwärts:

Vom Fallrohr zum Hauskanal

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Jörn der Baumeister – Endspurt

So, das Loch für den Zulauf ist gebohrt. Wie immer habe ich mir einen viel zu grossen Kopf darum gemacht. Auch die Rohre vom Zulauf zum Filter in der Zisterne sind fertig zugeschnitten und das Loch für den Saugschlauch ist vorgebohrt, Freitag kommt dann der richtig grosse Bohrer um den zölligen Schlauch in die Zisterne zu bekommen. Die erste Schicht Dichtschlämme ist auch drauf. Ich hätte nicht erwartet, das ich mit dem 25Kg Sack so weit kommen würde.

Morgen, wenn es Wetter zulässt sind dann die Zuleitungen drann. Wie das alles zusammenhängt (Ein-, Zulauf, Filter, Saugschlauch und -filter) dann im (hoffentlich) letzten Posting zum Thema Zisterne.

Jörn der Baumeister – Auf nach China

Die letzte Woche war ich nicht untätig bei meiner Zisterne. Trotz zeitweise Regen und einer Magenverstimmung habe ca. 8 qm³ Erde bewegt und Antworten auf alle meinen Fragen gefunden. Vor der Hintereingangstür musste ich bis 1,20 Meter runter, wo ich zuerst das alte Bleirohr fand. Es verband die Handpumpe im Hauswirtschaftsraum mit der Zisterne.

Das Bleirohr und links darunter der Kanalanschluss des Hauses

Links unter dem Bleirohr sieht man eine Muffe, hier läuft im Moment nach das Fallrohr rein. Die Muffe gehört zu einen T-Stück an dem auch noch der Hauskanal angeschlossen ist. Meiner Meinung nach haben die Vorbesitzer immer geplant die Zisterne irgendwann wieder in Betrieb zu nehmen, ansonsten würde es keinen Sinn machen warum die Zisterne nicht (obwohl damals gefordert) verfüllt und der Kanalanschluss unter dem Bleirohr verlegt wurde. Man hätte das Bleirohr auch einfach kappen können.

Hier das Bleiansaugrohr aus der Zisterne und das über dem Kanal entfernte Stück:

So sah es gestern im Überblick aus:

Ich hab dann mit Paul Rohre und Dichtschlämme eingekauft mit der die Zisterne noch ausgestrichen werden muss. Heute waren dann meine Schwiegereltern Ulli und Birgit da und brachten mir Schachtringe mit. Ulli und ich haben dann den Schacht aufgesetzt und den ehemaligen Zulauf zum Ablauf umgebaut.

Der Umbau des Zulaufs war am schwierigsten, da es gar nicht so einfach war aus einer Steigung ein Gefälle zu machen und gleichzeitig in der Zisterne genügend Platz für den Filter zu haben. Die Kinder waren schon gebadet und im Bett als wir endlich fertig waren.

Morgen werde ich bestimmt einen heftigen Muskelkater haben. Da der Beton erst noch richtig durchhärten muss werde ich evtl. anfangen die Zistene mit der Schlämme auszustreichen oder mich einfach nur auf die faule Haut legen. Mir fehlt noch ein Loch in der Zisterne für den Zulauf, aber das wird die nächste größere Aktion, das verlegen und anschließen der Rohre ist dann nur noch eine Kleinigkeit. Zu viel Zeit kann ich mir aber auch nicht lassen, denn nächsten Samstag kommt viel Besuch und bis dahin sollten alle Löcher zu sein, auch weil mein Urlaub dann vorbei ist.

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