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Villa Seemann

Blogger findet Nazi-Schatz bei Gartenarbeiten

Hach, an der Überschrift bin ich irgendwie nicht vorbeigekommen und wie zu sehen ist, ist das nicht mein letzter Eintrag :)

Sonntag habe ich also wieder zur Schaufel gegriffen und den Einstieg der Zisterne freigelegt.

Der freigelegte Einstieg zur Zisterne
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Nachdem das erledigt war wurde eine Kerze heruntergelassen um zu sehen ob da unten auch Sauerstoff ist. War es, also Leiter runtergelassen und reingestiegen.

Im Inneren der Zisterne
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Die Zisterne muss man sich von der Form her wie eine Bieflasche vorstellen, nur das der Hals fehlt. Sie hat einen Durchmesser von 2,6 Meter und ist genauso hoch. Auf den obigen Bild sieht man rechts hinter der Leiter den Zulauf und Links die Leitung zum Abpumpen.

Dafür das sie fast 100 Jahre alt ist und seit fast 50 Jahren stillgelegt war, ist sie in einer erstaunlich guten Verfassung. Kein Risse in der Wand, keine Wurzeln innen und eine ca. 2 cm dicke Schlickschicht am Boden - den meisten Dreck habe ich übrigends beim Ausbuddeln reingeworfen. Nun ist die Zisterne wieder doppelt abgedeckt, damit die Kinder nicht reinfallen. Als nächstes soll sie ein wenig trocknen und dann der Schlick und Dreck raus.

Roland, mein Nachbar, hat mir dann nochmals gratuliert zu soviel Glück, denn sie hätte ja auch mit Bauschutt gefüllt sein können. Die 8-9m³ Schutt mit dem Maurer-Eimer da rauszuholen wäre eine ziemliche Sklavenarbeit geworden. Jetzt beginnen die Planungen, um das Ding irgendwie nutzen zu können. Ich brauche Betonteile für den Zugang, neue Rohre für den Zulauf, ein Überlauf muss auch her, denn den gibt es noch nicht. Filter, Pumpe usw. usw. Puh, das wir noch viel Gebuddel geben.

Indiana Jörn und die Zisterne des Todes

Mein erster Versuch die Zisterne zu finden scheiterte kläglich. Ich schüttete die Löcher wieder zu und hatte mehr Fragen im Kopf als vorher. Vielleicht hätte ich einfach warten sollen bis mein Nachbar Roland wieder aus den Urlaub kommt, denn bei einer Freitäglichen Unterhaltung zeigte er mir wo ich zu graben hätte: In Verlängerung des gefundenen Rohres, kurz vor den Rhodedendren.

Da ich keine grosse Lust hatte mich wieder durch den Bauschutt zu wühlen, liess ich ersteinmal die Kinder ran ;)

Max und Paul machen den Anfang und Buddeln
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Und siehe da: kein Bauschutt und in 60 cm Tiefe aufeinmal eine Steinplatte und ein Loch zum reingucken. Ich habe ersteinmal einen Zollstock reingehalten und er verschwand in voller Länge - kein Widerstand - nix, obwohl immer gesagt wurde sie wäre mit Bauschutt verfüllt. Roland kam und freute sich mit mir.

Gefunden!
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Also angefangen grossflächig freizulegen. Gegen Nachmittag hatte ich Dreiviertel der Abdeckung freigelegt und konnte besser reingucken. Das Wasserrohr wollte ich zuerst durchsägen,weil ich dachte das es die Zuleitung für die nicht mehr existente Handpumpe wäre, aber dann viel mir ein das wir hinten im Garten ja noch einen Wasserhahn haben. Die Zisterne soll rund und einen Innendurchmesser von 100 Zoll = 2,5 Meter haben, was etwa 8 bis 9m³ Fassungsvermögen entspricht. Am Grund sieht man einen der zwei Zollstöcke die mir beim Loten reingefallen sind.

Der Einstieg zur Zisterne ist fast freigelegt
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Später habe ich noch die Sandberge mit Hilfe der Kinder abgefahren (endlich mal wieder rangekriegt die Kleinen), denn die Aktion wird länger dauern. Morgen werde ich den Einstieg komplett freilegen und mal eine Kerze abseilen um zu schauen ob da unten genug Sauerstoff ist - schließlich war das Ding fast 40 Jahre zu.

Kinderarbeit
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Wenn das klar geht, werde ich natürlich Todesmutig reinsteigen. Man Boden ist ein wenig Wasser zu sehen und ich bin mal gespannt, ob innen Risse oder ähnliches zu sehen sind. Hoffentlich sind da keine Schlangen drin. Also - stay tuned.

Moderne Zeiten

Wenn die liebe Frau der Nachbarin über Messenger Bescheid sagt, sie (die Nachbarin) solle mir (der auf dem Hof die Sommerreifen aufzieht) doch bitte ausrichten, das das Essen fertig wäre, dann ist das Familie und Nachbarschaft 2.0.

Hobby Archäologe

Im letzten Jahr ging nicht viel in der Villa Seemann. Viel ist liegen geblieben oder wurde gar nicht erst angefasst. Nun habe ich aber Urlaub, das Wetter ist in Ordnung und so habe ich mich heute auf die Suche nach der Zisterne gemacht. Unser Nachbar sagt da wäre eine, aber schon vor Jahrzehnten zugeschüttet oder ausser Betrieb genommen. Für die Existenz spricht, das wir damals bei der Hausbesichtigung eine Handpumpe an der Wand des Hauswirtschaftsraumes gesehen haben mitsamt Rohr welches im Boden verschwand. Auch sind alle Regenrinnen am Haus so miteinander verbunden, das es nur ein Fallrohr (links oben im Bild) gibt. Nur wo sie ist weiss niemand.

Also machte ich mich heute auf und habe angefangen zu graben, allerdings bin ich kein Stück schlauer. Zuerst bin ich auf jede Menge Bauschutt gestossen. Es gab früher keine Recycling-Höfe und so wurde der Bausschutt irgendwo auf dem Grundstück entsorgt. Bei uns anscheinend beim Verlegen der Gewegplatten. In 50cm Tiefe traf ich auf ein Abwasserrohr, das vom Fallrohr in Richtung Kanal läuft (der weisse Strich rechts unten im Bild). Es ist aber wohl nicht mehr im Betrieb, denn als ich Wasser ins Fallrohr kippte floss dort kein Wasser. Beim Stochern im Rohr verschwand ein 1,50cm langer Stock ohne nennenswerten Widerstand. So weit draussen (ca. 3,5m vom Haus) wird die Zisterne nicht liegen, denn ich glaube kaum das eine alte Handpumpe in der Lage wäre Wasser aus einer so langen Leitung (etwa 4-5 Meter länge) anzusaugen.

In der Mitte das grosse Loch mit dem Abwasserrohr und das kleine Loch wegen der Handpumpe

(Click to enlarge)

Irgendwie war es Sinnlos für mich an dem großen Loch weiter zugraben ohne eine Hinweis zu haben, wo denn die Zisterne liegen könnte. Da kam wieder die obige Handpumpe ins Spiel. Wie gesagt ging von der Pumpe ein Rohr in den Fussboden des Hauswirtschaftsraumes. Wenn die Zisterne wirklich irgendwo vor dem Anbau liegt, müsste ein Rohr im Boden zu finden sein. Also eine kleinere Gehwegplatte vor dem Eingang im Anbau (links im Bild), in Höhe wo früher die Handpumpe hing, hochgenommen und durch den Bauschutt gebuddelt. Ich bin jetzt bei ca. 60cm Tiefe angekommen und habe nichts gefunden. Etwas tiefer ist ein größerer harter Widerstand zu erstochern, aber es fing an zu regnen und so musste ich die Arbeit einstellen.

Was mich stutzig macht ist, das in der Tiefe der Anbau immer noch ein Fundament hat, dabei ist er nicht unterkellert. Vielleicht Suche ich ja an der falschen Stelle und Zisterne liegt unter dem Hauswirtschaftsraum. Wenn ich morgen im kleinen Loch nichts greifbares finde bleibt nur noch das Fallrohr freizulegen um zu schauen, ob es von da eine Verbindung irgendwo hin gegeben hat. Hilft auch das nicht schnitze ich mir ne Wünschelrute und irre damit über den Hof.

Altpapier

Wir haben heute mal das Billy-Regal aufgeräumt und ein wenig Altpapier gesammelt:

Zwei Waschkörbe voll mit alten Büchern fertig zum wegwerfen

Dabei fällt mir ein, das noch ein Waschkorb voll mit meinen CDs im Keller auf das Entrümpeln wartet. Von den ca. 150 CDs würde ich vermutlich nur 10-20 Stück behalten wollen inkl. der Sister of Mercy-CD mit Orginal-Autogramm von Andrew Eldridge. Die Frage ist nur, wie und wo entsorgt man CDs?

Merksatz

Es gibt keine noch so ausgefeilte Antwort, die ein kleiner Pöks nicht mit einem gekonnten Warum? kontern kann! Ich hoffe das verwächst sich wieder.

Zeit für Max

Meike ist mit Michel noch bis morgen im Krankenhaus, Paul ist bei meinen Schwieg+ereltern und Max verbringt seine Zeit mit mir. Eine schöne Sache, wozu wir vorher nie Gelegenheit hatten. Gestern waren wir zusammen im Baumarkt, haben ein paar Kleinigkeiten gekauft und bastelten ein bischen im Garten - Dinge die ich bis jetzt nur mit Paul gemacht hatte. Heute morgen sind wir zu Fuss und im Buggy nach Vegesack aufgebrochen. Wir haben Fotokopien gemacht, die Erfahrung das Tchibo auch Kaffee verkauft, Faxe 75 Cent kosten und uns zu den ganzen Rentnern im Kaffee gesellt, um ein wenig Zeit totzuschlagen. Eine schöne Zeit, die einen niemand nehmen kann :)

Dreimal ist Bremer Recht

Kurz nach der Geburt von Paul hab ich zu Meike gesagt: ‘Ich kann nur Jungs’. Als das nächste Baby unterwegs war stand schnell fest, das es wieder ein Junge werden sollte, nämlich Max. Und heute endlich zeigte sich meine ganze seherische Brillianz, denn um 11:29 Uhr wurde Michel geboren, ganze 3175 Gramm schwer und 51 cm lang. Mutter und Kind sind wohl auf und den Rest gehts auch wunderbar. Was für ein schöner Tag!

Zwei Dosen reloaded

Die Kinder werden grösser, die Probleme werden nicht weniger, sie ändern sich nur:

Diesmal nicht die Kaffee- und Milchpulverdose, sondern die Zahnpasta-Tuben.

Heute morgen habe ich mir das erstemal die Zahnpasta von Paul auf die Zahnbürste gemacht. Natürlich habe ich das noch rechtzeitig bemerkt, aber Reste blieben in der Bürste und die Mischung aus beiden hatte es echt in sich. Bah!

Hobby-Gärtners erste Regel

Kein Rasenmäher läuft lange allein.