Wir ertrinken in Information, aber hungern nach Wissen [John Naisbitt]

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Du weisst das du zuviel zu tun hast…

wenn du von vier auf sechs virtuelle Desktops aufrüstest.

Mysterien der Bürowelt

Das die Welt auf der Arbeit anders tickt muss ich wohl niemanden erklären. Zeit zum Beispiel ist ein sehr dehnbarer Begriff. An manchen Tagen vergeht die Zeit überhaupt nicht, an anderen Tagen ist der Tag zuende kurz nachdem man die Jacke an den Kleiderständer gehängt hat. Auch da erzähle ich bestimmt nichts neues. Allerdings ist mir heute aufgefallen, das Flüssigkeiten auf der Arbeit viel schneller verdunsten als anderswo. Kaum hat man sich eine Tasse Kaffee geholt und einen Schluck getrunken ist die Tasse beim nächsten Griff garantiert leer! Aber nicht nur die Tasse ist davon betroffen, die Wahrscheinlichkeit das die Kaffeekanne leer ist wenn man Nachschub holen will geht gegen eins. Warum gibt es eigendlich noch keine wissenschaftlichen Studien, die sich mit solchen Phänomen auseinandersetzen?

Jörn der EDV-Tester

Ich liebe die TV-Sendung Rach, der Restauranttester, in der der Koch Christian Rach Restaurants bei Problemen hilft. Er hat eine Woche Zeit, um den Laden wieder auf Vordermann zu bringen. Zeit in der er die Lage analysieren, Vorschläge für Veränderungen erarbeitet und sie auch noch umsetzt. Im Prinzip also angewandtes Projekt- und Krisenmanagement, aber sehr Unterhaltsam und die Form ist, wie ich finde, austauschbar.

Aus meiner Zeit in vorherigen Firmen weiss ich wie es in vielen EDV-Abteilungen aussieht. Chaos ist an der Tagesordnung. Überforderte Chefs, planlose Mitarbeiter, niemand möchte Entscheidungen treffen oder gar dafür gerade stehen, ganz wie beim Herrn Rach. Man könnte also seine Sendung auf die IT-Abteilungen dieser Welt anwenden und viele Glücklich machen. In etwa so:

  • 1.Tag - Unangekündigte Anreise und Gespräch mit dem Chef auf ‘Du, was läuft denn Falsch?’-Frage
  • 2.Tag - Interview mit dem Admin und erster Blick in den Serverraum. Erschrockener Blick und ‘morgen müssen wir was ändern’ murmeln
  • 3.Tag - Erarbeiten einer ‘Speisekarte’. ‘Ihr braucht Exchange und ein CRM’. Gemeinsames Aufräumen des Serverraums
  • 4.Tag - Erstes Krisengespräch. Der Linux-Admin will Windows nicht, der Firewall-Heini kriegt bei Cisco das Kotzen. Jeder soll sich in die Rolle des anderen versetzen
  • 5.Tag- Erste Erfolge. Der Linux-Admin stöbert im MSDN-Archiv, der Windows-Mensch lädt OpenSuSE herunter
  • 6.Tag - Vorbereitung auf den grossen Tag. Die letzten Server werden installiert, die Virenpattern nochmal aufgefrischt. Alle sind aufgeregt
  • 7.Tag - Die IT-Abteilung gibt bekannt sich neu erfunden zu haben. Alles neu, alles ganz anders - mit den gleichen Leuten

Natürlich müsste ich dann nach ein paar Wochen unangemeldet auftauchen. ‘Ja, Outlook war ein Volltreffer und mit dem neuen Web 2.0 Portal sind wir ganz vorne dabei’, sagt der IT-Leiter. ‘Und wo ist der Herr Sowieso?’ höre ich mich fragen, ‘Ach, der ist mit der neuen Zeit nicht mitgekommen’.

Unix El Dorado

Sirko, Bürgermeister von Karl-Tux-Stadt, hat mich mit einem Stöckchen beworfen. Fastjack hat das zwar früher getan, aber die härtere Nuß den härteren Stock, daher muss er noch etwas warten.

Wo ist für dich das Unix Eldorado?

fragte also der Bürgermeister und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich ihn richtig verstanden habe was er mit El Dorado meint, also mal kurz in die Wikipedia geschaut:

Eldorado [...] ist ein sagenhaftes Goldland[..]

Demnach würde ich meine Arbeit als Unix Eldorado bezeichnen. Viel Hard- und Software um Dinge umzusetzen und neue Sachen zu entwickeln, sowie sehr nette und extrem kompetente Kollegen.

Anders herum, also ein El Dorado Unix/Linux (das perfekte Unix/Linux) wäre eigentlich auch eine Überlegung wert - vielleicht später mal.