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BarCamp zum Thema Identity in Bremen

Diese kleine Stadt ist, was Internet und speziell Web 2.0 angeht nicht gerade die Vorzeige-Stadt. Hier gibts Mr Wong, den Shopblogger und dann lange nichts. Daher bin ich doch etwas überrascht das hier tatsächlich ein Barcamp stattfinden soll. Das etwa sperrige Grundthema soll Identity sein, das zum Barcamp gehörige Wiki beschreibt es etwas breiter:

Das Identitycamp Bremen wird das erste deutsche Barcamp speziell zum Themenbereich Identity 2.0, Single-Sign-On, Reputationsmanagement, Beziehungsmanagement, Privacy 2.0 und Verwandtes sein.

Da bin ich mal gespannt, wie dieses doch etwas trockene Thema mit Leben gefüllt wird und entsprechend Intressenten locken kann, denn seien wir doch mal ehrlich: den allermeisten Leute ist gar nicht bewußt wie sehr Google-Suchergebnisse ihr zukünftiges Leben beeinflussen kann.

Ich bin Repräsentativ

Also nicht nur vom Äusseren her, sondern auch was meine Stimmabgabe bei der heutigen Bürgerschaftswahl betraf, denn Infratest wollte nach meiner eigentlichen Wahl von mir Wissen wie ich gewählt habe.

Das Wählen wird übrigends von Jahr zu Jahr schwieriger. Es ist ähnlich einer Wahl zwischen Pest und Cholera, man nimmt das kleinere Übel. Die CDU zum Beispiel, die Partei der leeren Versprechungen. Der Spitzenkandidat Innensenator Röwekamp ist schlicht Unwählbar. Erst macht er aus Kostengründen 11 der 18 Polizeireviere in Bremen am Abend und Wochenende zu, um dann kurz vor der Wahl eine Schmierenkampagne gegen Susanne Albrecht zu fahren. Eine Sicherheits-Simulation mit vielen leeren Worten.

Die SPD und damit auch Jens Börnsen haben Bremen dahin gebracht wo es ist - ganz unten. In meinen Hinterkopf schwingt immer noch Henning Scherf nach. Erst Schulsenator und dann Knuddelbär und Erster Bürgermeister. In Konsequenz ist Bremen in allen Pisa-Tests ganz hinten, genauso wie in der Finanzlage. Das war meiner Meinung nach das Peter-Prinzip in Reinkultur.

FDP? Guter Witz. In Opposition immer dagegen sein, um in Regierungsverantwortung dann jedes Wahlprogramm, jedes Wahlversprechen und jedwedes Rückgrat verlieren.

Bleiben die Grünen. Die Partei der altgewordenen Lehrer und Friedenbewegten. Sie sind auf den besten Weg der FDP den Rang abzulaufen. Ohne Frage, sie haben in den meisten Punkten das beste Wahlprogramm, setzen davon aber oft nur wenig bis nichts um und neigen aus Macherhaltungstrieb zu faulen Kompromissen. Trotzdem das kleinste Übel.

Open-Source für Kinder - TUX Kinderfest 2007 in Bremen

Gute Veranstaltungen für den intressierten Blogger sind hier in Bremen eher spärlich gesäht. Genau genommen gibts hier nur nen popeligen Webmontag, ansonsten ists eher düster. Es gab mal eine recht aktive Bremer Linux-Usergroup, die es sogar geschafft hat Alan Cox an die Weser zu holen. Weiter Weg liegende Veranstaltungen locken mich auch nicht. Meist reden da Leute die ich nicht lese über Dinge die mich nicht intressieren. Aber ausgerechnet die Bremer Grünen veranstalten nun am 20. April 2007 das TUX Kinderfest:

Auf unserem Kinderfest wollen wir Kindern die Möglichkeit geben, mit Open-Source-Software zu experimentieren. Die Softare des One Laptop Per Child Projekts vorstellen [..]

Dazu muss man im Hinterkopf haben, das im Moment Wahlkampf ist, da am 13. Mai die Bremische Bürgerschaft neu gewählt wird. Trotzdem finde ich es sehr gut, das sich nun endlich eine Partei dem Thema Open Source und Zukunft angenommen hat. Schaut man sich die Seiten der Grünen näher an, muss man feststellen das da jemand wirklich im Thema steht und nicht nur Sprechblasen von sich gibt, nur das Software-EntwicklerInnen hätte man weglassen können. Da werde ich bestimmt hingehen.

via Shopblogger