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Jörn der Baumeister – Auf nach China

Die letzte Woche war ich nicht untätig bei meiner Zisterne. Trotz zeitweise Regen und einer Magenverstimmung habe ca. 8 qm³ Erde bewegt und Antworten auf alle meinen Fragen gefunden. Vor der Hintereingangstür musste ich bis 1,20 Meter runter, wo ich zuerst das alte Bleirohr fand. Es verband die Handpumpe im Hauswirtschaftsraum mit der Zisterne.

Das Bleirohr und links darunter der Kanalanschluss des Hauses

Links unter dem Bleirohr sieht man eine Muffe, hier läuft im Moment nach das Fallrohr rein. Die Muffe gehört zu einen T-Stück an dem auch noch der Hauskanal angeschlossen ist. Meiner Meinung nach haben die Vorbesitzer immer geplant die Zisterne irgendwann wieder in Betrieb zu nehmen, ansonsten würde es keinen Sinn machen warum die Zisterne nicht (obwohl damals gefordert) verfüllt und der Kanalanschluss unter dem Bleirohr verlegt wurde. Man hätte das Bleirohr auch einfach kappen können.

Hier das Bleiansaugrohr aus der Zisterne und das über dem Kanal entfernte Stück:

So sah es gestern im Überblick aus:

Ich hab dann mit Paul Rohre und Dichtschlämme eingekauft mit der die Zisterne noch ausgestrichen werden muss. Heute waren dann meine Schwiegereltern Ulli und Birgit da und brachten mir Schachtringe mit. Ulli und ich haben dann den Schacht aufgesetzt und den ehemaligen Zulauf zum Ablauf umgebaut.

Der Umbau des Zulaufs war am schwierigsten, da es gar nicht so einfach war aus einer Steigung ein Gefälle zu machen und gleichzeitig in der Zisterne genügend Platz für den Filter zu haben. Die Kinder waren schon gebadet und im Bett als wir endlich fertig waren.

Morgen werde ich bestimmt einen heftigen Muskelkater haben. Da der Beton erst noch richtig durchhärten muss werde ich evtl. anfangen die Zistene mit der Schlämme auszustreichen oder mich einfach nur auf die faule Haut legen. Mir fehlt noch ein Loch in der Zisterne für den Zulauf, aber das wird die nächste größere Aktion, das verlegen und anschließen der Rohre ist dann nur noch eine Kleinigkeit. Zu viel Zeit kann ich mir aber auch nicht lassen, denn nächsten Samstag kommt viel Besuch und bis dahin sollten alle Löcher zu sein, auch weil mein Urlaub dann vorbei ist.

Blogger findet Nazi-Schatz bei Gartenarbeiten

Hach, an der Überschrift bin ich irgendwie nicht vorbeigekommen und wie zu sehen ist, ist das nicht mein letzter Eintrag :)

Sonntag habe ich also wieder zur Schaufel gegriffen und den Einstieg der Zisterne freigelegt.

Der freigelegte Einstieg zur Zisterne
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Nachdem das erledigt war wurde eine Kerze heruntergelassen um zu sehen ob da unten auch Sauerstoff ist. War es, also Leiter runtergelassen und reingestiegen.

Im Inneren der Zisterne
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Die Zisterne muss man sich von der Form her wie eine Bieflasche vorstellen, nur das der Hals fehlt. Sie hat einen Durchmesser von 2,6 Meter und ist genauso hoch. Auf den obigen Bild sieht man rechts hinter der Leiter den Zulauf und Links die Leitung zum Abpumpen.

Dafür das sie fast 100 Jahre alt ist und seit fast 50 Jahren stillgelegt war, ist sie in einer erstaunlich guten Verfassung. Kein Risse in der Wand, keine Wurzeln innen und eine ca. 2 cm dicke Schlickschicht am Boden – den meisten Dreck habe ich übrigends beim Ausbuddeln reingeworfen. Nun ist die Zisterne wieder doppelt abgedeckt, damit die Kinder nicht reinfallen. Als nächstes soll sie ein wenig trocknen und dann der Schlick und Dreck raus.

Roland, mein Nachbar, hat mir dann nochmals gratuliert zu soviel Glück, denn sie hätte ja auch mit Bauschutt gefüllt sein können. Die 8-9m³ Schutt mit dem Maurer-Eimer da rauszuholen wäre eine ziemliche Sklavenarbeit geworden. Jetzt beginnen die Planungen, um das Ding irgendwie nutzen zu können. Ich brauche Betonteile für den Zugang, neue Rohre für den Zulauf, ein Überlauf muss auch her, denn den gibt es noch nicht. Filter, Pumpe usw. usw. Puh, das wir noch viel Gebuddel geben.

Indiana Jörn und die Zisterne des Todes

Mein erster Versuch die Zisterne zu finden scheiterte kläglich. Ich schüttete die Löcher wieder zu und hatte mehr Fragen im Kopf als vorher. Vielleicht hätte ich einfach warten sollen bis mein Nachbar Roland wieder aus den Urlaub kommt, denn bei einer Freitäglichen Unterhaltung zeigte er mir wo ich zu graben hätte: In Verlängerung des gefundenen Rohres, kurz vor den Rhodedendren.

Da ich keine grosse Lust hatte mich wieder durch den Bauschutt zu wühlen, liess ich ersteinmal die Kinder ran ;)

Max und Paul machen den Anfang und Buddeln
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Und siehe da: kein Bauschutt und in 60 cm Tiefe aufeinmal eine Steinplatte und ein Loch zum reingucken. Ich habe ersteinmal einen Zollstock reingehalten und er verschwand in voller Länge – kein Widerstand – nix, obwohl immer gesagt wurde sie wäre mit Bauschutt verfüllt. Roland kam und freute sich mit mir.

Gefunden!
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Also angefangen grossflächig freizulegen. Gegen Nachmittag hatte ich Dreiviertel der Abdeckung freigelegt und konnte besser reingucken. Das Wasserrohr wollte ich zuerst durchsägen,weil ich dachte das es die Zuleitung für die nicht mehr existente Handpumpe wäre, aber dann viel mir ein das wir hinten im Garten ja noch einen Wasserhahn haben. Die Zisterne soll rund und einen Innendurchmesser von 100 Zoll = 2,5 Meter haben, was etwa 8 bis 9m³ Fassungsvermögen entspricht. Am Grund sieht man einen der zwei Zollstöcke die mir beim Loten reingefallen sind.

Der Einstieg zur Zisterne ist fast freigelegt
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Später habe ich noch die Sandberge mit Hilfe der Kinder abgefahren (endlich mal wieder rangekriegt die Kleinen), denn die Aktion wird länger dauern. Morgen werde ich den Einstieg komplett freilegen und mal eine Kerze abseilen um zu schauen ob da unten genug Sauerstoff ist – schließlich war das Ding fast 40 Jahre zu.

Kinderarbeit
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Wenn das klar geht, werde ich natürlich Todesmutig reinsteigen. Man Boden ist ein wenig Wasser zu sehen und ich bin mal gespannt, ob innen Risse oder ähnliches zu sehen sind. Hoffentlich sind da keine Schlangen drin. Also – stay tuned.

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