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Martin der Prophet

Vor etwa 4 Monaten schrieb Martin vom Binblog über Wasserzeichen statt DRM in MP3-Downloads:

Wasserzeichen werden ganz neue Möglichkeiten für Klagewellen gegen Endverbraucher ermöglichen. Findet man irgendwo eine MP3-Datei, muß man nur prüfen, wer sie ursprünglich gekauft hat. Alles ohne richterliche Anordnungen und gespeicherte ISP-Daten. Eine ganz neue Qualität der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen: Wer seine MP3-Datei an dritte weitergibt, verstößt gegen die Lizenz. Er kann über das Wasserzeichen unmittelbar ermittelt werden und darf sich warm anziehen, denn die Musikindustrie wird ihn um Haus und Hof klagen. Und das alles nur, weil er einmal eine Musikdatei in die falschen Hände gegeben hat.

Apple hat die Zeichen der Zeit erkannt und gleich Nägel mit Köpfen gemacht, denn in den neuen DRM-freien Musikstücken ist der iTunes-Benutzername enthalten. Prophet zu sein ist manchmal bestimmt kein Spaß.

Auf die falschen Freunde gesetzt

Kann es sein das Microsoft ziemlich ins Klo gegriffen hat, indem sie sich mit der Musik- und Movie-Mafia ins Bett gelegt haben? Sie haben ihr neues Betriebssystem Vista und den Zune MP3-Player auf Wunsch komplett verkrüppelt. Der Zune liegt wie Blei in den Regalen (aktuell Platz 69 in den Amerikanischen Amazon-Verkaufscharts) und der ganze HD-Foo ist kurz nach erscheinen ausgehebelt worden.

Ich würde sagen sie haben viel Geld versenkt, weil sie zu gierig wurden. Gierig darauf neue Monopole zu schaffen anstatt den Kunden gute Produkte zu bieten. Dabei hätte gerade Microsoft es schaffen können DRM mit all seinen Wirren für den Kunden zu verhindern, indem sie einfach Nein gesagt hätten. Nun spielt Steve Jobs mal wieder den Helden und lässt Microsoft ganz alt aussehen. Geschieht ihnen ganz Recht!