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HP unterstützt nun Debian 4.0 (Etch)

Nach immerhin 3 Monaten hat Hewlett-Packard seine Support-Matrixen angepasst und seine Unterstützung für Debian 4.0 freigegeben. Es sind zwar noch wenige, recht neue Modelle (G5 mit SAS), aber dafür wird die volle Palette an Tools unterstützt:

  • HP System Health Application and Insight Management Agents (hpasm)
  • HP Lights-Out Drivers and Agents (hprsm)
  • HP OpenIPMI Device Driver (hp-OpenIPMI)
  • HP NIC Agents for Linux (cmanic)
  • HP System Management Homepage (hpsmh)
  • HP Array Configuration Utility (cpqacuxe)
  • HP Command Line Array Configuration Utility (hpacucli)
  • HP Array Diagnostics Utility (hpadu)

Nachdem HP auch schon längere Zeit Treiber für Debian Sarge liefert ist HP der Hardware-Hersteller mit der besten Debian-Unterstützung.

Und führe mich nicht in Versuchung…

Ich habe gerade zu Testzwecken ein Debian Etch installiert. Hachja, quasi back to the roots. Ich könnte fast schwach werden, denn irgendwie ist Debian immer noch ein besseres Debian als es Ubuntu je sein könnte.

Pi

Der Marcus hatte mal einen sinnfreien Schwanzlängenvergleich, jetzt hab ich auch einen gefunden:

AMD Athlon(tm) 64 Processor 3400+ (Ubuntu Feisty 32Bit)

$ time echo "scale=3000; 4*a(1)" | bc -l
3.1415926535897932384[..]

real    0m18.065s
user    0m16.725s
sys     0m0.268s

Arm V5 266Mhz (Debian Etch)

$ time echo "scale=3000; 4*a(1)" | bc -l
3.1415926535897932384[..]

real    4m13.225s
user    4m7.560s
sys     0m0.350s

UltraSPARC-IIe 648MHz (Solaris 10 / Blastwave bc)

$ time echo "scale=3000; 4*a(1)" | bc -l
scale factor is too large
3.14159265358979323844

real    0m0.062s
user    0m0.010s
sys     0m0.022s

Scheisse, keine DEC Alpha zur Hand.

Ein Easter-Etch und Ubuntu-Kritik

Juhu, Debian Etch ist endlich fertig! Ein echter Grund sich zu Freuen wie ich finde, denn Debian ist sich über die Jahre immer treu geblieben und haben sich vom Geschrei um die Release-Politik nicht wild machen lassen - das nenne ich Kontinuität. Debian auf Servern ist einfach unschlagbar.

In dem Zusammenhang ist auch ein Golem-Interview mit dem Debian Release-Manager Andreas Barth ganz intressant. Neben der üblichen und durchaus zulässigen Selbstbeweihräucherung gibt es ein paar Worte zu Ubuntu:

Ubuntu hat gar nicht so viel Erfolg; Ubuntu schafft es nur sehr gut, sich selbst zu verkaufen. Bei Messen kommen viele Leute zu uns und erzählen, dass sie erstmals Linux mit Ubuntu probiert haben und dann zu Debian gegangen sind wegen der weitaus besseren Qualität. Debian bietet beispielsweise Sicherheitsunterstützung für weitaus mehr Pakete als Ubuntu.

So Unrecht hat er nicht, wie ich finde. Die Desktop-Varianten sind eine gute Sache, aber im Server-Bereich ist Ubuntu bis jetzt eine Null-Nummer. Einfach eine Distribution auf den Markt werfen und fünf Jahre Supporten ist sicher eine nette Sache, aber ich hätte einige Aktualisierungen erwartet. Tatsächlich ist es mitunter schwierig Dapper auf neuerer Hardware zu installieren - das können Redhat und Suse viel besser.