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Kernel-Probleme mit Ubuntu Feisty

Vor kurzen hat Ubuntu den Kernel 2.6.20-16 freigegeben. Mein Rechner zuhause friert mir nun ein und der in der Firma hat Probleme mit Alsa. Bei Streams ist der Sound komplett kaputt, bei MP3/Ogg ist die Musik mal zu langsam, mal hat sie einen gigantischen Hall. Intressanterweise scheine ich der einzigste mit solchen Problemen zu sein. Naja, bleibt ja noch 2.6.20-15.

Die Rache der ATI-Treiber

Tja, nun geht zwar 3D im Gegenzug bleibt mir der Rechner bei 3D-Bildschirmschoner stehen. Kein guter Tausch wie ich finde.

Pi

Der Marcus hatte mal einen sinnfreien Schwanzlängenvergleich, jetzt hab ich auch einen gefunden:

AMD Athlon(tm) 64 Processor 3400+ (Ubuntu Feisty 32Bit)

$ time echo "scale=3000; 4*a(1)" | bc -l
3.1415926535897932384[..]

real    0m18.065s
user    0m16.725s
sys     0m0.268s

Arm V5 266Mhz (Debian Etch)

$ time echo "scale=3000; 4*a(1)" | bc -l
3.1415926535897932384[..]

real    4m13.225s
user    4m7.560s
sys     0m0.350s

UltraSPARC-IIe 648MHz (Solaris 10 / Blastwave bc)

$ time echo "scale=3000; 4*a(1)" | bc -l
scale factor is too large
3.14159265358979323844

real    0m0.062s
user    0m0.010s
sys     0m0.022s

Scheisse, keine DEC Alpha zur Hand.

Update auf Ubuntu Feisty Fawn

Bis letzte Woche haben mich alle Meldungen über den Fortschritt der neuen Ubuntu Version 7.04 (Feisty Fawn) kalt gelassen. Doch als sich der erste Release Candidate abzeichnete wurde ich Unruhig und hab dann wider besseren Wissens mit dem Update begonnen. Meine Update-Erlebnisse waren bis jetzt alle sehr durchwachsen (1, 2, 3). Für mich, der auf etliche Jahre Erfahrungen mit Debian und Linux zurückgreifen kann, waren das nie wirkliche Showstopper und ich war Neugierig ob sich da in der Zwischenzeit etwas getan hat.

Um es kurz zu machen: Nein. Mein Desktop-Rechner zuhause (Athlon 3400+, 1GB RAM, Nvidia 6800GT, NV4-Chipsatz) machte mit Kubuntu den Anfang. Zwischendurch blieb einmal die Grafische Oberfläche stehen und ich musste noch einmal beginnen. Ansonsten lief das Update durch, allerdings bootete der Rechner anschließend nicht mehr. Ein bischen gucken liess auf ein Kernel-Problem schließen und als das System mit dem Edgy Kernel bootete war das auch klar. Es war spät und ich hatte keinen Bock mehr. Am nächsten Tag kam zum Glück ein Kernel-Update und siehe da es bootete. Beryl funktionierte auch Out-of-the-Box. Zugegeben: Die ersten Minuten sitzt man staunend vor diesen ganzen Effekten und kann sich nicht satt sehen, aber irgendwann kommt die Frage nach den tieferen Sinn und dann ist das Staunen schnell weg.

Mein altes Notebook (Celereon 700, 256MB Ram, Intel irgendwas) mit Xubuntu war als nächstes dran. Mitten im Update stand das Ding still. Nach dem Reboot ging ersteinmal nichts – kein X, kein WLAN, der Kernel bootet nur in Single-User Mode. Nach ein bischen apt- und dpkg-Akrobatik lief dann das Update weiter und dann auch durch.

Mein Rechner in der Firma (Intel Dual-Core mehralsgenug, 2GB RAM, ATI-Radeon irgendwas, Software-Raid 1) kam zuletzt und auf hier das gleiche Bild. Mitten im Update stand alles, nach dem Reboot meckerte der Devicemapper über Partitionen die eigentlich zum RAID gehörten. Wieder ein bischen auskommentieren und dpkg-/apt-Akrobatik dann lief das Update weiter. Mir lief dabei die /boot-Partition voll, 100 MiBi für 6 Kernel sind anscheinend nicht mehr ausreichend. Der Vmware Server wollte auch nicht, aber da hilft das Vmware-Any-Any-Update.

Fazit: Für mich nichts Neues. Für Anfänger geht Ubuntu in Richtung Suse, wo schon immer galt lieber neu zu installieren als ein Update zu wagen. Von geschmeidigen Updates a la Debian ist Ubuntu meilenweit entfernt. Schade eigentlich, denn man sollte die vielen neu gewonnenen Ubuntu-Benutzer nicht mit derartigen Sachen wieder vergrätzen.

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