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Zwei Wochen mit dem G1 Handy

Im Nachgang zu meinem Posting Gesucht: ein Internet-Handy bot sich mir die Gelegenheit ein T-Mobile G1 Handy zu testen. Natürlich machte ich mir so meine Gedanken, was mich denn so intressieren könnte und kam zu dem Schluss, das mobiles Internet für mich das Wichtigste wäre. Zudem bin ich kein so großer Freund der ganzen Google-Applikationen, so das ich mal schauen wollte ob es auch ohne geht.

Was ich mir gar nicht angeschaut habe war die eingebaute Kamera, da kann ich nichts zu sagen. Genauso der Telefonie-Teil. Ja, man kann mit dem G1 telefonieren. Die Stimmqualität ist vollkommen in Ordnung, aber darum ging es mir ja nicht. Kommen wir also zu den spannenderen Sachen.

Das Handy lag mir zwar etwas zu schwer in der Tasche und der Verschlußmechanismus der Rückenabdeckung machte auf mich nicht den langlebigsten Eindruck trotzdem fand ich die Hardware des G1 recht solide. Der Schiebemechanismus funktionierte wunderbar und die Tastatur ist, für Menschen die mit keinen allzu großen Fingern gesegnet sind, gut benutzbar. Die Belegung war etwas merkwürdig. Zwar gibt es eine normale QWERTZ-Tastatur, aber über die Zweitbelegung mußte ich das eine oder andere mal hinwegsuchen um die gesuchte Belegung zu finden. Ganz sparsam habe ich geguckt, als ich die Escape-Taste für vi gesucht habe. Erst das Internet verriet, das man hier zweimal das Rollrad drücken muss. Das Touchscreen fand ich Anfangs eine tolle Angelegenheit, es blieb auch toll , aber mit der Zeit habe ich mehr und mehr das Rollrad und die auf der rechten Seite angeordneten Bedienelemente verwendet. Irgendwie ergänzten sich Touchscreen und Rollrad. Den Touchscreen mußte man hin und wieder mit etwas Nachdruck bedienen, während das Rollrad für meinen Geschmack etwas zu schnell war.

Einen oft genannten Kritikpunkt, die geringe Akkulaufzeit kann ich bestätigen. Besonders im WLAN-Modus hält das Akku keinen Tag, unter UMTS sieht die Lage etwas besser aus. Ich hatte mir angewöhnt das Handy nachts ans Ladegerät zu hängen, damit kam ich gut klar.

Richtig spannend wurde es bei der Software-Ausstattung. Die war von Hause aus an manchen Punkte etwas dünn, aber wenn etwas fehlte liess es sich in der Regel über den Android Market nachinstallieren. So findet man mit ConnectBot einen SSH-Client, mit IM+ ein Multi-Protokoll Chat-Programm (Jabber) und mit Opera Mini einen alternativen Browser. Wie schon die Auswahl zeigt: man ist nicht auf die Nutzung der Google-Dienste angewiesen – man _kann_ sie nutzen, muss es aber nicht. Im Marktplatz findet sich auch Toggle GPS, welches die Akku-Laufzeit verlängern kann, denn es schaltet den GPS-Empfänger nur dann an, wenn er benötigt wird und sofort wieder aus, wenn das entsprechende Programm beendet wurde. Sehr empfehlen kann ich auch den NetCounter welcher eine Übersicht des Datenverbrauchs via WLAN oder UMTS nachrüstet. Was mir komplett fehlte war eine Task-Liste, also eine Übersicht der laufenden Programme, was mir gar nicht fehlte war eine virtuelle Tastatur.

Und wie ist nun mobiles Internet? Ich fand es Klasse. Wenn ich morgens auf die Fähre wartete mal eben bei Twitter oder Bloglines nachschauen, das hatte schon was. Es war nicht immer einfach die Mobil-Ansicht von Web-Seiten zu finden. Mein Blog macht es dank WPtouch-Plugin automatisch, von den großen Nachrichten-Seiten kann das ausgerechnet nur Welt.de. Selbst bei Bloglines muss man die URL (i.bloglines.com) kennen. Hat man aber ersteinmal seine Bookmarks zusammen fällt es auch nicht mehr auf.

Fazit: <Pathos an>Ich habe die Zukunft gesehen<Pathos aus>. Das betrifft nicht so sehr die in einigen Punkten verbesserungswürdige Hardware, sondern die Software. Android dreht die Sicht. Haben früher Telefon-Menschen sich das Internet auf dem Handy gebaut, so sind es nun Internet-Menschen die sich ein Handy bauen. Das mag auch auf das Apple iPhone zutreffen, aber um das geht es hier nicht. Android macht auf mich einen sehr guten Eindruck und ich kann mir gut vorstellen, das es auf Notebooks in allen Größen eine gute Figur machen wird. Ich jedenfalls habe das G1 nur schweren Herzens wieder hergegeben.

Google is reading your email

und sie kennen Deine (Ex-)Freundin:

Werbung in Google Mail

via Reddit

Links for 2008-09-06

Links for 2007-09-11

Mich nicht

Dirk von Gehlen über Google in Jetzt.de:

Google kennt meine Suchanfragen, meine Mails, meine RSS-Feeds, meine Kontakte, meine Kalender – und seit dieser Woche ist klar: Google kennt auch dich persönlich

Ich habe keinen Account bei Google und meine Cookies werden beim schließen des Browsers gelöscht, sie lernen quasi jeden Tag einen neuen Jörn kennen. Nur mein Blog kennen sie und was sonst noch so im Web und Usenet meinen Namen trägt, aber das ist schon OK so.

Google Möchtegern-Trojaner on the run

Eben schneit eine Email mit den Betreff

Entfernung Ihrer Webseite www.aumund.org aus dem Google Index

rein. Sehr schick gemacht mit verweisen auf Maßnahmen, die ich gegen eine Löschung auf den Google-Seiten tun könnte. Damit aber nicht genug. Es gibt einen Anhang namens google webmastertools.zip schaut man sich den Inhalt an

joern@horatio:~/work$ strings google\ webmastertools.exe | more
cmd.exe c\:clear complete harddisc

sieht das nach einer Machbarkeitsstudie aus, denn Schaden richtet soetwas nicht an. Ich bin mal auf das Gejaule der ganzen Profi-Webmaster gespannt.

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