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Know your enemy oder auch nicht

10. März 2007

Der Deutschland-Chef von Sun, Marcel Schneider, gibt der Computerwoche ein Interview. Neben den ganzen Marketing-Gerede offenbart sich, das er nur rudimentäre Kenntnisse von Linux besitzt:

Solaris ist das beste Linux.

Dazu fehlt Solaris die LSB-Zertifizierung, die Solaris Zweifelsohne gut stehen würde um das Pfad-Wirrwarr zu beenden und damit das ‘wo finde ich was’ Suchspiel ein Ende hat. Man-Pages wie für rm in denen vier verschiedene Varianten beschrieben sind haben dann hoffentlich ein Ende. Das hat zwar wenig mit dem Linux-Kernel an sich zu tun, aber der Solaris-Kernel hat auch nichts mit Linux zu tun.

Ich sehe nicht Linux, sondern Red Hat als Konkurrenz zu Solaris.

Red Hat ist eine Konkurrenz für Sun, Linux aber nicht für Solaris. Die Beweggründe dahinter (Build to work, Build for sale) sind zu Unterschiedlich.

Unser Vorteil sind aber beispielsweise die Möglichkeiten zur Konsolidierung. So läuft auf einer Sparc-Maschine das gleiche Solaris wie auf einem x64-Rechner von IBM. Es ist der gleiche Code, nur anders kompiliert.

Äh, Linux unterstützt zur Zeit 24 Architekturen, Debian Linux davon 11 - das nennt sich Homogenität.

Anwender müssten sich zudem nicht um viele unterschiedliche Versionen des Betriebssystems kümmern. Mit den verschiedenen Linux-Derivaten züchten sich die Anwender einen regelrechten Zoo an Betriebssystemen heran. Diese Gefahr besteht bei Sun nicht.

Anwender haben bereits einen Zoo von Betriebsystemen, weil Hersteller propietärer Soft- und Hardware das so wollen. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und hält sich andere durch Support-Matrizen vom Leib. Leider springen Firmen wie Redhat und Novell/Suse auf den Zug auf, um selbst ein Stück von Kuchen zu bekommen. In einer offenen, freier Welt hätte jeder die Wahl wo er was installieren möchte.

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