Archiv

Artikel Tagged ‘Jahresrückblick’

Tschö 2008

30. Dezember 2008

So, das Jahr ist nun fast vorbei - Zeit sich über das zurückliegende Jahr auszulassen. Andere haben das ja schon seit Monaten hinter sich und könnten schon fast einen zweite Zusammenfassung schreiben, aber ich bin da ganz altmodisch und mache das auf den letzten Drücker.

Hier am Haus habe ich dieses Jahr eigentlich nix gemacht. Irgendwie bin ich nur dazu gekommen mir eine Handschwengelpumpe für die Zisterne zu kaufen. An Aufbau war nicht mehr zu denken, daher liegt das für nächstes Jahr. Trotzdem hat sich hier, dank meines Schwiegervaters Ulli, einiges getan. Er hat im Keller die Gittereinsätze gegen echte Isolierfenster getauscht und im Badezimmer ebenfalls das alte Fenster gegen etwas Modernes ersetzt. Damit ihm auch im neuen Jahr nicht langweilig wird liegen in der Garage schon die Fenster für Max sein Zimmer und das Esszimmer. Damit sind wir fast durch. Bei Paul und dem Flur im Obergeschoss sind noch alte Fenster drin, aber wir wissen noch nicht was zu tun ist. Längerfristig planen wir das Dach des Anbaus abzureissen und ein Stockwerk draufzusetzen, was die beiden Fenster überflüssig machen würde. Sollte sich das noch länger hinziehen kommen da Kunstoffenster rein, dann ist das kein zu großer Verlust wenn dann der Anbau gemacht wird.

Die Kinder wachsen und gedeihen von alleine, man muss sie nur füttern. Paul ist seit August in der Schule und macht mich Stolz ohne Ende. Er ist nur vier Monate dort und kann schon Lesen und Schreiben! Ich kann mich noch daran erinnern, wie lange das bei mir gedauert hat, daher finde ich das sehr respektabel. Max ist ein verschmitzter, liebenswerter Filou und Michel weiss genau was er will und was nicht. Manchmal ertappt ich mich, wie ich meine Kinder anschaue und zufrieden lächle - es gab keine bessere Entscheidung in meinen Leben, als Meike zu heiraten und mit ihr eine Familie zu gründen.

Die größten Veränderungen standen bei mir in der Firma an. Seit Anfang Februar bin ich Teamleiter und trage die Verantwortung für einen Haufen Server, einen Berg Storage und ein paar Diven. Sie allen brauchen manchmal ihre Streicheleinheiten oder einen kleinen Schubs. Man führt Mitarbeitergespräche und merkt förmlich wie sich all diese Phrasen, welche man selbst von seinen Vorgesetzten nie hören wollte, sich auf der Zunge vorbereiten gesagt zu werden. Manchmal gelingt es mir, manchmal nicht. Intressant ist auch der Rollenwechsel bei Gesprächen mit Lieferanten. Früher saß ich bei Firmen und wollte denen etwas verkaufen, heute sitze ich auf der andere Seite und lasse mir erzählen wie toll doch all die Dinge sind. Manchmal sind sie das auch, wie zum Beispiel die CMT-Maschinen von Sun. Manchmal muss man aber auch unangenehm werden, wie beim Redhat Network. Es ist schön Dinge zu planen, anzuschieben, am Laufen zu halten und Ergebnisse zu sehen. Davon kann und wird es im nächsten mehr geben und das ist eine schöne Aussicht.

Mit meiner Arbeit hat sich bestimmt auch mein Blog und was gebloggt wird verändert. Das hat natürlich damit zu tun, das ich nicht mehr selbst soviel an den Dingen schraube. Zudem habe ich viele andere Dinge im Kopf die nicht unbedingt in dieses Blog gehören. Ich habe mir öfters Gedanken darüber gemacht, ob diese Veränderungen hier im Blog nun gut oder schlecht sind, aber letztlich ist es mir egal, denn es war für mich immer ein bischen ein Spiegel dessen was ich so mache und wenn sich das ändert ändert sich eben auch mein Blog. Vielleicht fange ich auch an zu zwitschern oder werde lakonisch, mal gucken.

Nachdem bloggen schon im Jahre 2006 Mainstream war, ging es 2007 irgendwie bergab. Manche Blogs gingen thematisch in die Breite, so das man sich fragt ob sie 2009 neben FOSS und Politik als Themen, auch noch der Bunten oder dem Neuen Blatt Konkurrenz machen wollen. Auch platte Polemik mit langen Wortwüsten auf niedrigen Niveau waren sehr 2008. Gute Blogs gab es schon immer wenig und es werden leider auch nicht mehr.

Die meisten Hypes sind auch in diesen Jahr wieder vollkommen an mir vorbeigegangen. Diese kleinen Notebooks mit den großen Preisen fand ich klasse. Nicht die Hardware, sondern den Umstand das sie in Übersee für 300 $ verkauft wurden und hier für 300 € und mehr, wobei der Euro bei 1,50 $ stand. Aber hey, Apple macht das seit Jahren mit seinen Kunden so, warum sollen die anderen es nicht tun? Mit den Netbooks kamen die Atom-Prozessoren von Intel. Ich hatte kurz nachgedacht, ob man damit nicht meine NSLU2 ablösen könnte, aber weder der 230er oder der 330er mit DualCore unterstützen SpeedStepping und verbraten damit immer 40 Watt, egal ob sie nun Idlen oder etwas tun. Es gibt zwar welche die das können, diese gibt aber nur in Komplett-Geräten. Halber Kram also, wie so vieles. Dann lieber ein AMD Sempr0n (wer zur Hölle hat sich den Namen ausgedacht?) LE. Der macht maximal 45 Watt kann dafür aber Powernow! Linux-mäßig gibt es auch nix aufregendes mehr, was ich in vielen Dingen aber gar nicht schlecht finde. Irgendwann muss jeder mal erwachsen werden. Ob OpenSolaris der Riesenwurf wird kann ich nicht sagen. Mein Bauch sagt das Sun einfach Nexenta kaufen sollte und ein Solaris OE (Oldschool Edition) und ein Solaris UE (Ubuntu Editon) herausbringen sollten, aber dafür ist der eigene Schatten wohl noch zu groß.

So und nun hoffe ich das 2008 geht und nie mehr wiederkommt. Selbst wenn, ich hab noch nie der Vergangenheit nachgehangen.

Personal

Tschö 2007

30. Dezember 2007

Das Jahr 2007 geht es wird also Zeit zurückzublicken. Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen es ruhiger angehen zu lassen. Diesmal kein Kind (2002, 2004, 2006), kein Hauskauf (2004), kein Stress mit der Firma (2005/2006). Hat auch soweit gut geklappt. Privat war es also etwas ruhiger dieses Jahr, nur die Zisterne hat mich auf Trab gehalten. Paul, Max und Michel wachsen und gedeihen. Vielleicht geht Paul im kommenden Jahr zur Schule - Leute wie die Zeit vergeht. Alle Drei machen mich sehr Stolz. Meike wächst und gedeiht zwar nichtmehr, aber auch sie macht mich Stolz.

Blog-technisch wiederhole ich mich jedes Jahr: es gibt einfach zu wenig inhaltlich gute Blogs. Viele fangen vielversprechend an geben dann aber zu schnell auf oder man merkt schnell, das der Blogger nicht seine Leser, sondern sein Portemonaie im Blick hat. Eine löbliche Ausnahme ist Otmanix, ich hoffe er hält noch eine Weile aus :) 2007 war aber auch das Jahr der Blogmassen. Das Masse noch nie Klasse bedeutet hat ist eine Binsenweisheit. Es kamen die Suchmaschinen-Spammer und jede Menge anderer Leute die in Blogs irgendetwas reinprojeziert haben. Fast jede Woche kamen irgendwelche Anfragen über Link-Tausch, Blog-Netzwerke oder anderweitige ‘Kooperationen’ welche ich alle abgelehnt habe. Das meiste waren halbgare Ideen oder der Versuch irgendein Google-Ranking zu pushen.

Hinundwieder plagte mich auch Gedanke alles hinzuwerfen, so wie es Martin vom /bin/blog gemacht hat. Nein, so ein Kulturpessimist bin ich nun auch wieder nicht. Natürlich werden wir alle Sterben, aber jeder zu seiner Zeit. Mir macht das bloggen einfach zu viel Spass. Martin anscheinend auch, sonst hätte er kein neues Blog angefangen ;) Ansonsten wird es weitergehen wie bisher. Um mich mal selbst zu zitieren:

Mein Anspruch war es nie ständig die Geschehnisse der (IT-)Welt zu kommentieren, ich wollte immer eigenen Content haben. Das habe ich sicher auch bis zu einen gewissen Punkt geschafft. Für all die Twenty-Something-, Gadget- und Geekplatitüden die so täglich durchs Blogdorf gejagt werden fehlt mir Vielfach der Draht. Sicher klingt das ein wenig abgehoben, aber mit 37 Jahren, Frau, drei Kindern, einen Haus und was sonst noch zum ordentlichen Spießertum gehört sieht mein Blick auf die Welt ein wenig anders aus.
Zur Lage der Nation

Das sogenannte Social Web fand auch 2007 nicht statt. Bei Facebook, Myspace und Co. geht es in Wirklichkeit nur darum genügend Werbefläche für Banner zu generieren um damit die Taschen von Leuten zu füllen die man nicht kennt und im RL vielleicht nichtmal die Hand reichen würde. Denen meine persönlichen Daten geben? No way. Auch Shooting-Starts wie Digg oder Reddit haben daran nichts geändert. Angetreten um das Wirrwarr im Netz durch Empfehlungen aufzudröseln versinken sie in Spam und kleine Jungen Witze - ein Zufallsgenerator würde intressantere Links finden. Auch hier wieder: Masse ist nicht Klasse. Das deutsche Pendant Yigg ist vollends am Absaufen. Eine Handvoll SEOs hat dort die Listen übernommen. Herausgekommen ist ein Newsticker mit Banalitäten oder Tagesklatsch den man auch auf jeder anderen, beliebigen Newsseite finden kann. Einzig der dezentrale Ansatz von Noserub ist mal etwas komplett neues. Damit könnte ich mich am Allerersten anfreunden.

Achja, einen Google-Account besitze ich noch immer nicht. Google wird das nächste Evil-Empire direkt nach Microsoft, daran werden auch die netten Gesichter der Gründer nichts ändern. Bill Gates hat es geholfen, indem man ihn für Harmlos hielt.

Beruflich war dieses Jahr im Zeichen der Veränderung. Seit Mitte des Jahres vertrete ich meinen Teamleiter. Das hatte eine ziemliche Änderung meiner Sicht auf Dinge zur Folge. Als einfaches Team-Mitglied kann man sehr viel kompromisloser sein was Standpunkte angeht, zumal ich von par ordre de mufti nicht viel halte. Wenn man sich einig ist erreicht man wesentlich schneller und besser seine Ziele. Man ist Schlägkräftiger und Effizienter nach oben und zur Seite. Ich verbringe nun wesentlich mehr Zeit damit zu koordinieren, zu organisieren und zu diskutieren um Sachen anzuschieben. Das macht mir auch sehr viel Spass, ich hoffe aber das ich die Technik nicht aus den Augen verliere.

Apropos Technik. Dieses Jahr war das Solaris 10 Jahr für mich. Auf der einen Seite macht es sehr viel Spass damit zu arbeiten, auf der anderen Seite nervt es mit Ballast der letzten 30 Jahre. Privat hat mich der Umstieg auf die Linksys NSLU2 NAS Appliance auf Trab gehalten, was ich im übrigen nie bereut habe. Klar, das Ding ist etwas schwachbrüstig, aber man lernt damit zu leben. Mit meiner Suche für eine neue Distri bin ich noch nicht viel weiter. Das ich im Moment Fedora nutze soll nicht heissen es wäre besser als Archlinux; Fedora bietet mir lediglich im Moment den geringsten Widerstand. Ich habe da im Moment ein paar Prioritäten und die Distri-Wahl hat eine sehr niedrige.

Und Vorsätze für das neue Jahr? Wie immer keine.

Personal ,

Schon wieder ein Jahr vorbei

1. Januar 2007
Comments Off

So, 2006 ist vorbei, nun kann man in Ruhe drüber lästern. Die erste Hälfte des Jahres war zweifellos geprägt von den Problemen mit meinen ehemaligen Arbeitgeber. Zwar habe ich schon mitte Januer eine neue Stelle angetreten, aber Arbeitsgerichte, Gerichtsvollzieher und Pfändungen brauchen so seine Zeit. Letztlich sind wir wohl mit einen blauen Auge davongekommen, trotzdem hat es sehr viel Nerven gekostet.

Meine neue Arbeit hingegen erwieß sich als Volltreffer. Nette Kollegen, selbstständiges Arbeiten und viele Herausforderungen - was will man mehr? Hier im Blog merkt man davon nicht allzuviel, was zum Teil damit zusammenhängt, das ich nicht weiss wie mein Arbeitgeber zum Thema Bloggen steht (vielleicht mal ne Aufgabe für dieses Jahr es herauszufinden). Andererseits sind einige Dinge nicht auf meinem Mist gewachsen oder nicht weiter der Rede wert.

Grosses Highlight war natürlich die Geburt von Michel. Die ersten Wochen mit seiner Verlegung auf die Intensiv-Station, Meikes bei ihm bleiben und Max und Paul abwechselnd bei den Grosseltern unterbringen, entlockt im nachhinein ein kleines Lächeln, aber bei genaueren Erinnern waren doch viele Ängste und Stress dabei.

Meine anderen beiden Jungs haben mir natürlich auch viel Freude bereitet. Paul hat sich einfach aufs Fahrrad gesetzt und ist losgefahren - ohne Stützräder! Max wiederum ist ganz anders als sein grosser Bruder, er geht Dinge ganz anders an. Hat seinen eigenen Kopf und ist trotzdem ein ganz Lieber. Es macht Spaß so unterschiedliche Persönlichkeiten aufwachsen zu sehen. Sie sind das Salz in der Suppe des Lebens.

Und Bloggen? Bloggen ist Mainstream geworden, Don Alfons redet immer offener wie Opa vom Krieg und plant seine Zukunft anscheinend als Landser-Autor, es entstehen immer mehr Ghettos neudeutsch Communities. Paradoxen entstanden wie die des ‘Sozialen Netzwerkes’, die so garnichts mit Sozial zu tun haben. Es geht nur darum, das der Besitzer deine Daten an die Börse bringen oder anderweitig verjubeln kann. Wir brauchen ein Gegenstück zur Wikipedia in dem Bereich. Second Life entsteht - für Leute die im Real Life gescheitert sind. Ansonsten sind viele Dinge passiert, die im Flurfunk der Blogosphäre voller Aufgeregtheit besprochen wurden, nur um auch mal was gesagt zu haben oder in aller Munde zu sein. Mir fehlt immer noch der eigenständige Content bei vielen und genauso fehlen wirklich gute Linux, BSD, Solaris und IT-Blogs. Vereinzelt trifft man sie, aber leider halten viele nicht lange durch. Mit Podcasts bin ich noch immer nicht warm geworden und wenn mich etwas wirklich geärgert hat, dann die mit Videos vollgekleisterten Blogs. In meinen Augen steigert soetwas nicht die Qualität, wie man am Fernsehen jeden Tag aufs neue merkt.

Und was erwarte ich vom neuen Jahr? Etwas mehr Ruhe. Seit ich Meike kennengelernt habe ist eigentlich jedes Jahr grosses passiert. Wir sind zusammengezogen, haben geheiratet, Paul bekommen, ein Haus gekauft und Renoviert, Max bekommen, den Stress mit meinen Ex-Arbeitgeber überstanden und letztlich Michel bekommen. Ich hoffe dieses Jahr passiert nicht soviel aufregendes, ich könnte es mal dringend brauchen ;)

Personal ,

Mein Jahr 2004

30. Dezember 2004

Ich brauche gar nicht lange nachzudenken um für mich als Fazit zu ziehen, das die Höhepunkte in diesen Jahr ausschließlich im privaten Bereich lagen und damit kein falscher Eindruck entsteht, meine Eindrücke zum Jahr in chronologischer Reihenfolge.

Eigentlich das gesamte erste Halbjahr war bestimmt vom Hauskauf und der Renovierung. Während es in den ersten Monaten fast nur Ärger mit den neuen Typen in der Mietwohnung unter uns gab und die Vorfreude auf die Schlüsselübergabe täglich anstieg, waren März, April und ein bischen Mai von der Haus-Renovierung und den Geschehnissen drumherum geprägt. Es gab dabei viele Highlights, aber auch trauriges. Zu den traurigen Dingen zählt das Meike bereits im Februar/März wieder Schwanger war, es aber nicht bei uns bleiben wollte, ein sehr zweischneidiges Schwert. Die eine Seite sagt ‘Gut so, es wollte nicht bei euch bleiben, vielleicht gab es ja ein Problem und es ist besser so’, während man sich doch manchmal fragt was für ein Mensch es wohl geworden wäre. Auch das Meike kurze Zeit später wieder schwanger wurde und Max nun hier auf der Couch liegt und schläft, ändert an den Gedanken nichts. Traurig oder vielmehr nicht so schön war, das sich mein Schwiegervater Uli beim Renovieren fast die Gesundheit ruiniert hätte, das wäre die Sache nicht wert gewesen.

Nun aber genug der trüben Gedanken. Beim Renovieren haben wir alle viel Spass, Arbeit und ich meist einen Muskelkater gehabt. Schön ist es im Nachhinein daran zu denken, wie wir Abends auf den Gartenmöbeln gesessen haben, überall Staub, kein Ende in Sicht und gegessen haben. Paul hat in der Zeit richtig laufen und hinfallen gelernt zwischen all den Kabeln und Trümmern. Dabei erwies er sich früh als gebohrener Handwerker und Beobachter. Einmal hatte er Helmut beim Verputzen der Wände zugeschaut und war später samt Reibebrett verschwunden. Er wurde später im Nebenzimmer gefunden, wo er an der frisch tapezierten Wand kreisende Bewegungen mit dem Brett machte, gerade so als wolle er sie verputzen, zu dem Zeitpunkt war er 15 Monate alt.

Da ich schon beim Thema Paul bin. Kinder haben mir nie viel bedeutet, das hat sich mit Paul grundlegend geändert, wobei ich es immer noch mit Anke Engelke halte, die einmal gesagt hat ‘Kinder sind wie Fürze, die eigenen sind noch am erträglichsten’. Paul erstaunt mich immer wieder zutiefst. Er hat eine Auffassungsgabe die mir unheimlich für so ein kleines Kind scheint. Zudem hat er den Schalk im Nacken und versorgt uns mit genug Stories um sie später genüsslich seiner Freundin erzählen zu können. Auf das er mit roten Kopf im Boden versinkt :-)

Aber zurück zum Renovieren. Wenn ich jetzt vor dem Rechner sitze scheint es unwirklich, denn es gab Zeiten im Haus, wo der Strom nur aus dem Bauverteiler im Keller kam und dicke Kabelstränge aus den offenen Wänden hingen. Wenn ich richtig gezählt habe, gib es nur zwei Wände im gesamten Haus die wir nicht aufgemacht haben. Für mich grenzt es immer noch an ein Wunder was unsere ganzen Helfer in der kurzen Zeit erreicht haben, so das wir nach drei Wochen zumindest das Schlaf- und Kinderzimmer fertig hatten und umziehen konnten. Wir haben in der Zeit und bis heute 700m Elektro-Kabel verbaut, 1,5 Tonnen Sand und 500Kg Estrich-Zement in der Küche als Fussboden versenkt, den Hof und Garten von einen Friedhof zu etwas ausbaubaren umgebuddelt, das Dach isoliert, die Heizkörper erneuert und viele kleine Dinge erledigt, an die man sich nur erinnert wenn man draufschaut. Ich habe bei den meisten Sachen nur eine Nebenrolle gespielt, da ich nur die ersten 3 Wochen Urlaub hatte und Abends lediglich bestaunen konnte was den Tag über fertiggworden ist.

Dafür möchte ich mich bei meinen Schwiegereltern Uli und Birgit bedanken, die uns an allen Ecken geholfen haben und es immer noch tun. Beide haben hier so unendlich viele Dinge getan, das ich sie kaum aufzählen kann. Dann sei Helmut erwähnt, der nach 6 Wochen Umbau das erstemal einen Tag nicht auf dem Bau war und das nur, weil er etwas für uns erledigen musste. Ich hoffe das ich in seinem Alter (67) auch noch so fit bin. Nico, der oft nach der Arbeit vorbeikam und half. Till, Beate, Christian, Kalle, Mark, Eike und Dennis, die Steckdosen und Lampen anbauten und beim Umzug schleppen halfen. Oder Rüdiger der in einer Nacht und Nebelaktion die Küche flieste. Natürlich muss ich auch meiner Frau Meike danken. Zuerst dachte ich, das der Umbau eine ziemliche Zerreisprobe für uns würde, aber es ist glatter gelaufen als erwartet. Natürlich gab (und gibt) es Reibungspunkte und wir könnten uns oft genug an die Gurgel gehen, aber wir wissen wohl beide sehr genau was wir aneinander haben und das es kein zurück mehr gibt. Fast hätte ich Sebastian unseren Chef-Elekriker vergessen, ohne den wir wohl immer noch in einen Haus mit 3 Schraub-Sicherungen und einer Steckdose pro Raum hausen würden. Nun haben wir einen richtigen Sicherungskasten, eine vernünftige Verteilung, ca. 70 Steckdosen im ganzen Haus und meine EDV im Keller ist selbstredend vor den FI-Schaltern mit eigener Sicherung und USV. Unseren Nachbarn Roland darf ich auch nicht vergessen, der zusammen mit Helmut die Stromversorgung im Keller gerichtet hat und natürlich Olaf, dem ich eine astreine Ethernet-Pachtverteilung zu verdanken habe.

Der Sommer in diesen Jahr war erträglich und wir nutzten ihn zur Entspannung und Paul beim Buddeln im Sandkasten zuzuschauen. Unsere Kanninchen vermehrten sich wie eben solche und Meike war wieder in froher Erwartung (ich natürlich auch). Zudem stellte sich bei mir,als Hausbesitzer, ein Gefühl tiefster Zufriedenheit ein. Endlich keine Idoten mehr in der Wohnung unter uns, welche mit der Playstation die Nacht zum Tag machten und das vollkommen Ok fanden, das andere nicht schlafen konnten. Sicher habe ich auch diese Parodie auf den Sparkassen Fernsehspot mit dem Auto-Proll gelesen, aber es hat bei mir nur zu einen müden Grinsen geführt. Ich bin gerne Bausparer und Ihr habt keine Ahnung - basta!

Die letzten Monate waren geprägt von der Vorfreude auf das neue Kind. Wir wussten wieder nicht was es wird, da Paul bis zum ersten Schrei von 4 Ärzten als Mädchen gehandelt wurde, haben wir uns diesmal keine Gedanken gemacht. Die Geburt von Max war ganz anders, als die von Paul, obwohl beide per Kaiserschnitt zur Welt kamen. Meike hatte sich für eine Vollnarkose entschieden und da macht es nicht wirklich Sinn mit in den OP zu gehen (erlaubt ist es auch nicht) und so sahs ich mit einer Zeitung auf der Station und versuchte die Ungeduld zu vertreiben. Irgendwann kam eine Kinderärztin mit einen Brutwagen und ich schaute bei der ersten Untersuchung von Max zu. Als sie fertig war drückte sie ihn mir in den Arm und verschwand. Was folgte war Ungewissheit und Sorge um Meike, eine schlecht geschlafene Nacht und Freude als sich abzeichnete das alles ein gutes Ende nehmen würde.

Übrigends, Max sieht seinen Bruder sehr ähnlich und ist auch genauso ruhig. Er meldet sich nur, wenn er hungrig ist, die Hose voll hat oder friert, was öfters der Fall ist. Sein grosser Bruder Paul zeigt noch keinerlei Anzeichen von Eifersucht, im Gegenteil, er muss manchmal gebremst werden in seiner Führsorge für den kleinen Bruder.

Soweit der persönliche Teil, der Rest wird kurz. Beruflich würde ich dieses Jahr als Stillstand bezeichnen. Es gab einige Dinge die ich gern getan hätte, aus dem Projekt dann aber nichts wurde. Da ich Stillstand als Rückschritt sehe wird sich hier im nächsten Jahr etwas ändern müssen.

Personal , ,