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ZFS Boot

Seit der neuesten Version kann Solaris 10 also auch von ZFS booten und sogar das Jumpstart Enterprise Toolkit (Jet) unterstützt es, also mußte ich mal gucken wie es funktioniert. Tja, was soll ich sagen – es funktioniert nicht, zumindest das Zusammenspiel von JET und ZFS Boot.

Warum, das weiss ich auch nicht genau. Eine aktuelle Doku zu Jet gibt es nicht. Schaut man sich die profile Datei an, welche Jet für den normalen Jumpstart-Prozess erzeugt ist syntaktisch alles in Ordnung. Trotzdem kommt das normale Installations-Programm hoch, ein Zeichen das irgendwas nicht richtig ist.

Ich habs dann irgendwann abgebrochen, weil mir beim Lesen der Beschreibung zwei Dinge aufgefallen sind. Unter ZFS gibt es ja keine Partitionen mehr, sondern man hat einen Pool und kann zusätzlich Datasets anlegen. Im Installationsprogramm kann man nur wählen, ob man alles in den Pool installiert oder ob man /var mit einen Dataset separieren möchte – mehr geht nicht. Das ist keine sonderlich große Auswahl und weicht von dem ab, was ich normalerweise mache. Nun, aber selbst das geht nicht mit Jet. Alles in den Pool, mehr geht nicht. Natürlich könnte ich durch Scripting die Unzulänglichkeiten des Installers umschiffen, aber dazu habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Da warte ich doch lieber auf bessere Zeiten.

Nochmal auf Anfang

Es gibt nur einen sinnvollen Weg Solaris zu installieren und das ist das Jumpstart Enterprise Toolkit. Nun habe ich gerade heute den neuen Server fertig und was müssen meine Augen sehen: eine neue Version mit ZFS-Boot Unterstützung. Seufz.

The Joy of Jumpstart

Ich habe seine Zeit gebraucht um mich in Solaris Jumpstart, richtigerweise JET (JumpStart Enterprise Toolkit), einzufinden. Es hat einige Installationen und Überlegungen gekostet, aber mittlerweile ist es für mich nicht mehr wegzudenken und der einzige wahre Weg um ein Solaris zu installieren.

Wenn man es richtig anstellt bekommt man eine homogene und auf die eigenen Bedürfnisse angepasste Installation, auch über Versions- und Architekturgrenzen hinweg. Egal, ob man Solaris 8, 9 oder 10 hat. Ob die Architektur nun Sparc oder i386 heisst. Das neue System kann mit fertiger Plattenspiegelung, konfigurierten Netzwerk (IPMP, VLANs inklusive), SAN MPIO und gehärtet an den Start gehen. Das man zu jeden erdenklichen Zeitpunkt der Installation Scripte ausführen kann sollte sich von selbst verstehen, genauso wie das übertragen beliebiger Dateien oder die Installation von Drittsoftware wie Veritas oder Blastwave.

Ein paar Features habe ich noch nicht ausprobiert, aber vor kurzem kamen die Flash-Archive hinzu. Dabei werden die Dateien einer Installation in ein Archiv gepackt. Dieses Archiv wiederum kann man JET vorlegen um damit identische Systeme zu installieren. Dabei verliert man aber nicht die oben genannte Flexibilität. Natürlich kann man keine Sparc-Installation auf ein i386-System bringen, aber man kann jede Einstellung ändern. IP-Adressen, Hostnamen – was man will. Auch das Down- oder Upgraden der Hardware ist damit möglich. Die Installation einer V240 auf eine V210 oder Umgekehrt? Kein Problem und Desaster-Recovery wird damit zum Kinderspiel.

Das sind Punkte wo man merkt, das man ein Enterprise-Betriebssystem vor sich hat und so manche Unzulänglichkeiten vergessen macht.

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