Es gibt keine Linux-Community
Es gibt ein untrügliches Zeichen in Artikeln über Linux um festzustellen, ob der schreibende weiss wovon er redet oder nicht. Fallen die Worte die Linux-Community kann man getrosst den Browser-Tab zumachen, denn es gibt die Linux-Community nicht.
Nein, da ist keine zentrale Steuerungs-Einheit, auch nicht die Linux Foundation, die festlegt wie es mit Linux weitergeht. Was es gibt sind viele Communities, die einen Größer, die anderen Kleiner, die alle einen Teil beitragen um etwas Grosses zu schaffen. Da gibt es eine Kernel-Community und Communities zu allen möglichen Open-Source Programmen. Aus diesen Pool bedienen sich die Distributions-Communities und fügen die Einzelteile zusammen. Sie stehen, wie eigentlich alle Communities, miteinander in Konkurenz. Sie schauen ab, was die anderen so machen und übernehmen Dinge, die in ihren Augen Sinn ergeben. Das schöne ist: jeder kann seine eigene Community aufmachen und teilnehmen, niemand sagt: das darfst Du nicht.
Vor diesen Hintergrund ist die Aussage von John Siracusa von Arstechnica zu sehen:
I’ve long seen the Linux community’s inability to design, plan, and act in a holistic manner [..] as its greatest weakness.
Windows Vista wurde nach den hollistischen (ganzheitlichen) Ansatz designed, geplant und programmiert. Ebenso Solaris, AIX, MAC OS und eigentlich jedes andere kommerzielle Betriebssystem. Trotzdem hat es Linux geschafft einen respektablen Marktanteil zu erreichen, ganz ohne Hollistik, so schlecht kann der Ansatz also nicht sein.
Und ein paar letzte Wort zu den Linux und ZFS-Sommertheater: Wenn ZFS Dateisystem und Volume-Management zusammenführt muss man einfach mal die eigene Denk- und Vorgehesweise hinterfragen und nicht von ‘across layer’ faseln. Auf der anderen Seite ist dieses kindische von den Solaris-Leuten immer wieder angeführte ‘Nänänänänä, falsche Lizenz, deswegen dürft ihr ZFS nicht benutzen,Nänänänänä’ kaum besser. Leute, ihr seid Erwachsen, benehmt euch auch so!
Posted: Mai 6th, 2007 under Linux.
Comments: 6