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Artikel Tagged ‘Linksys’

Endlich wieder basteln

12. April 2015 Kommentare ausgeschaltet

Nachdem ich seit Mitte Februar mit der Weiterbildung fertig bin habe ich nun wieder etwas das sich Freizeit nennt. Die hatte ich vorher auch schon, aber sie war eingeschränkt und ich bin niemand der nur für ein paar Minuten etwas anfängt. Nun konnte ich etwas anfangen was ich schon länger machen wollte: eine Basis für Smarthome-Spielereien mit Raspberry PI.

Um das ganze Wohnzimmer kompatibel zu haben hatte ich schon vor geraumer Zeit einen Linksys BEFSR41 gekauft, weil ich dachte die Fritzbox würde gut darauf stehen können. Nun für die alte 7390 stimmte das auch halbwegs, die neue 7490 ist dann doch etwas zu groß.

Apropos Fritzbox. Ich wollte keine zwei Stromversorgungen, daher ist im Linksysgehäuse ein KIS3R33S Spannungswandler verbaut. Das Netzteil der Fritzbox, das 12V liefert, versorgt also über den Spannungswandler den PI gleich mit. Probleme haben sich bisher nicht ergeben. Mittlerweile habe ich auch noch einen Ein-/Aus-Schalter für den Pi im Gehäuse integriert, weil ich sonst die Fritzbox auch ausmachen müsste und das würde einen Aufstand zur Folge haben …

Am Pi selbst habe ich zur Zeit nur eine WH1080 Wetterstation mit WeeWX, es liegt aber schon ein Auslesegeräte für den Stromzähler im Keller. Sobald die Teile für Selbstbau CUL und Jeelink da sind geht es dann weiter.

Links for 2007-08-13

14. August 2007 2 Kommentare

Umzug auf die Linksys NSLU2

7. April 2007 10 Kommentare

Als ich mir vor über einen Jahr das Energiemessgerät kaufte wusste ich nicht, welche langfristigen Konsequenzen das haben sollte. Mir wurde klar, das es so mit meinen Heim-Server nicht weitergehen konnte, 150W fürs nix tun sind einfach zu viel.

Zuerst versuchte ich den Server selbst zu optimieren. Ein AMD Geode Prozessor musste her und mit eigenen Kernel backen lag ich bei 71 Watt im Idle und 110 Watt unter Vollast. Ein kleiner Schritt, aber noch nicht das Wahre.

Als nächstes kam mir der Linksys WRT54GL mit OpenWRT ins Haus geflattert. Er brachte zwar adhoc keine Entlastung, sondern 13 Watt mehr auf den Stromzähler. Das macht aber auch nichts, denn er war Teil eines größeren Plans.

Schließlich die Linksys NSLU2. Mit Debian hatte ich sie recht schnell versorgt, ich wollte aber vor dem Umzug meine MP3s zu Ogg konvertiert haben und das dauerte etwas. Hat leider nicht funktioniert, weil die ID3-Tags zum Großteil zerstört wurden. Am Freitag war also der grosse Tag. Die Daten von /home, meinem allgemeinen Daten-Verzeichnis und Mail wurden vom alten Server transferiert. NFS-Server und Sendmail konfiguriert, Samba mit Windows-Domäne fertiggemacht, was zuerst einfacher ging als gedacht. Die Probleme mit den Profilen haben mich dann heute eingeholt.

NSLU2 aufgebaut mit 2 USB-Festplatten
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Die 32 MB RAM der NSLU2 ist mit NFS, Mail, IMAP4, Samba, SSH und den anderen Systemteilen zur Hälfte ausgelastet. Später hinzukommen wird noch CUPS. Von der gefühlten Performance ist das System mehr als Ausreichend. Gut, man sollte es mit Verschlüsselung nicht übertreiben (scp frisst die CPU), aber es ist gut benutzbar.

Heute habe ich alles im Rack eingebaut und nochmal nachgemessen. Mein alter Server mit USV, DSL-Modem und 5 Port-Switch lag bei 125W im Idle. Nach dem Umbau und Abschalten lag die NSLU2 mit 2 USB-Festplatten (einmal System, einmal Backup) und obigen Foo bei 52 Watt. Rechnet man noch die 13 Watt des WRT54GL hinzu bin ich bei 65 Watt, also knapp die Hälfte. Das kann alles noch ein bischen nach oben und unten schwanken, da die Seagate-Festplatten sich im Idle selbsttätig herunterfahren (auch die Systemplatte obwohl da ständig Betrieb drauf ist).

Nun fehlen noch Kleinigkeiten. Die Systemplatte soll nachts auf die Backupplatte gesynced und CUPS muss konfiguriert werden. Vielleicht tausche ich noch Programme aus, also ein kleinerer MTA (sollte SMTP-AUTH können) und Dovecot statt UW-IMAP. NFSv4 soll auch noch kommen.

Das gesamte Rack
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Was mir wirklich fehlt ist ein Tastatur- und Monitoranschluß an der NSLU2. Man kann wohl eine serielle Schnittstelle anlöten und könnte ein serielles Terminal anschließen, aber das wäre mir zuviel gebastel.

Nachtrag: Martin hat die Spassbremsen-Frage nach den Kosten der Aktion gestellt. Nun, bei 3,5KWh am Tag, wie in der Ausgangssituation, entstehen bei einen KWh Preis von 20 Cent jährliche Kosten von ca. 256 Euro (21 Euro im Monat). Der WRTG54GL-Router kostet 55 Euro, die NSLU2 75 Euro und die beiden Festplatten je 90 Euro macht 310 Euro. Also nach 1 Jahr und 3 Monaten rechnet sich soetwas. Bei den späteren 70 Watt sieht die Sache natürlich schon anders aus und man liegt bei über 2,5 Jahren.

Die letzten 24 Stunden verbrauchte die neue Lösung 1,6KWh, macht im Jahr 117 Euro oder 9,75 Euro im Monat.

Linkssys NSLU2 mit Debian als alternative Firmware

22. März 2007 2 Kommentare

Gute Nachricht zuerst: Man muss die NSLU nicht mehr „übertakten„, denn seit längeren wird sie mit der vollen Taktfrequenz von 266Mhz ausgeliefert. Bevor es los geht, ein paar Überlegungen hinsichtlich der anzuschließenden Storage.

Die NSLU verfügt über zwei USB-Anschlüsse. Zuerst spielte ich mit dem Gedanken sie durch einen USB-Hub zu erweitern. Am ersten Anschluss wollte ich einen USB-Stick anschließen und am zweiten den Hub mit den beiden USB-Festplatten. Klar, USB-Sticks haben eine begrenzte Lebendauer was Lese- und Schreibzyklen angeht, aber das Risiko wollte ich eingehen, der Stromverbrauch ist einfach zu verlockend. Bei geschickter Partitionierung (/home und Datengrab auf den Platten, der Rest auf dem Stick) kann man nachts die Platten in den Sleep-Modus laufen lassen und dann liegt die NSLU bei 10 Watt. Allerdings war dafür der Stick, warum auch immer, viel zu langsam. Also doch eine Platte an den ersten und eine mit den Hub an den zweiten, so kann auch der Drucker angeschlossen werden. Beim USB-Hub muss man, wie bei jeden anderen Hub (Netzwerk- oder Storage-Hub), daran denken das der Datentransfer blockiert für andere Dinge ist, wenn bereits ein anderes Gerät Daten überträgt. Also zwei Festplatten zugleich ist keine gute Idee.

Aber nun zur Installation. Es gibt fertige Installations-Images für Debian, einmal das offizielle und ein Inoffizielles. Beim Original Debian Image muss man mit einer USB-Netzwerkkarte arbeiten, da die interne Netzwerkkarte nur mit einen propitären Treiber Module zur Arbeit zu bewegen ist. Diesen Umstand umgeht man mit dem inoffziellen Image, welches das richtige Module enthält. Ich beziehe mich im weiteren auf das inoffielle Image.

Bevor man Debian installiert, sollte man die NSLU vorher einmal in Betrieb nehmen. Also mit einer IP-Adresse, Gateway, Netzwerkmaske und Eintrag für den DNS-Server versorgen, denn drauf greift die Installation später zurück. Hat man das Image heruntergeladen und entpackt, kann es einfach via Web-Interface hochgeladen (Administration/Upgrade) werden, jedoch sollte man vorher alle Platten/USB-Sticks abgestecken. Das Hochladen dauert einen Moment, generell sollte man etwas Geduld mitbringen, denn alles dauert ein bischen länger als sonst. Wenn das Gerät dreimal gepiept hat ist es soweit, man kann es wieder aus machen und die Festplatte-/Sticks wie gewünscht anstöpseln und anschließend wieder einschalten.

Nun kann man sich via ssh installer@IP-Adresse (Passwort: install) einloggen und stößt dann auf einen normalen Debian-Installer den ich nicht weiter vorstellen möchte. Er kümmert sich um die Partitionierung, Installation der Software und dem bootfähig machen des Systems. Ist man soweit durch steht vor einen ein normales Debian-System.

Meine erste Installation dauerte ewig und lief mehrfach in einen ssh timeout. Sie war mit USB-Stick und Festplatten via Hub am ersten Anschluss aufgebaut und ich testete mit

dd if=/dev/zero of=test.dat bs=1M count=100

die Geschwindigkeit. Das ist sicher kein echter Benchmark, aber die Ergebnisse lassen sich schnell ermitteln und gut vergleichen, auch wenn sie anfangs sehr erschütternd waren. Gerade einmal 1.4MB/s standen auf den Tacho, sowohl beim Stick als auch bei der Platte. Ich richtete dann das mounten via UUID ein, um die Platte frei umherstecken zu können und siehe da: die Platte lag, wenn sie alleine angeschlossen war, bei 13.5MB/s. Der USB-Stick war also zu langsam, obwohl er mit USB2 arbeitete. Komischerweise liefert er bei meinen Desktop-PC die volle Leistung. Keine Ahnung warum.

Also neu installiert und die Firmware mit Upslug2 via Netzwerk eingespielt. Tolle Sache, denn so kann man im Prinzip die NSLU nicht zerflashen. Die Installation ging durch die am ersten Anschluss hängende Festplatte recht fix und auch das fertige System lag dann wieder bei 13.5MB/s Datentransfer im System.

Zeit sich mit der Netzwerkgeschwindigleit zu befassen. Beim normalen NFS-Mount lag sie bei 4.6MB/s, per FTP bei etwa 5.2MB/s. Der begrenzende Faktor war bei allen Messungen (welch Überraschung) die CPU. Mal NFSv4 probiert, welches von der Performance besser sein soll. Nunja, es lag mal etwas unter, mal etwas über NFSv3, insgesamt nichts nennenswertes. Spasseshalber hatte ich mein /home vom jetzigen Server (der etwa 8MB/s macht) auf die NSLU verlegt und es war ein ganz normales Arbeiten für mich möglich – Test also bestanden.

Was noch aussteht ist die Übernahme der Funktion des jetzigen Servers. Also NFS, SMB/CIFS, IMAP und SMTP. Ich bin mal gespannt wie ich mit den 32MB RAM hinkomme.

Stromfresser

4. Januar 2006 12 Kommentare

Wattmeter von Tchibo Diese Woche gibt es bei Tchibo ein Energieverbrauchs-Messgerät, auf Deutsch Wattmeter, für schmale 13 Euro. Da ich soetwas schon länger haben wollte und die Angebote bei Ebay und Co deutlich drüber liegen und auch keine 3 Jahre Garantie bieten habe ich zugegriffen.

Zuerst musste mein Server dran glauben, denn unsere letzte Stromrechnung umfasste 4000KWh, was laut Auskunft der Stadtwerke ca. 1000 KWh über den Durchschnitt liegt. Ich habe noch keine Vergleichs-Erfahrungen um das einzuordnen zu können. Unsere ‚grossen‘ Stromverbraucher wie Kühlschrank, Gefrierschrank, Geschirrspüler und Waschmaschine sind fast neu. Genauso der Heisswasser Kleinspeicher in der Küche, nur der in der oberen Toilette ist uralt, ist aber meistens aus. Sogar die Fernseher schalten wir mittlerweile nachts aus. Jedenfalls verbraucht mein Serverchen mit seiner 900er Duron CPU, 3 Festplatten, DVD-Brenner und seinen Netz- und ISDN-Karten ca. 3,5KWh am Tag, was im Jahr etwa 1280 KWh entsprächen. Ich schreibe das extra, denn er wurde erst vor kurzem aufgerüstet, vorher tat ein Via 600 darin seine Dienste.

Danach musste unser Wäschetrockner dran glauben. Das Gerät ist auch noch nicht alt und verbraucht pro Ladung etwa 2,2 KWh, das macht bei 8 Waschladungen pro Woche knapp 17KWh (ca.900KWh/Jahr). Zum Vergleich: Der Miele Gefrierschrank liegt bei etwa 1KWh am Tag!

Was sind nun die Konsequenzen? Gute Frage. Ich könnte den Server abschalten und vielleicht auf weniger stromfressendes wie den Linksys NSLU und WRT54GL oder ähnlichen ausweichen. Genauso könnten wir den Wäschetrockner abschaffen, wenn denn genug Platz für die Wäsche da wäre – bei 4 Personen ist das nicht gerade wenig. Toll ist das alles nicht. Vielleicht werde ich damit erstmal damit anfangen zu schauen, ob ich an der Server-Hardware etwas optimieren kann, ein Messgerät hab ich ja nun :)