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Linux vs Solaris

Gibt es unproduktiveres als Betriebssystem-Evangelismus und Lizenz-Diskussionen? Fand ich schon immer und darum habe ich mich bis jetzt auch immer aus solchen Dingen rausgehalten. Ich bin Pragmatiker durch und durch. Für jedes Problem gibt es mehrere Lösungen, es gilt lediglich das kleinste Übel zu wählen, denn eigentlich sind alle Betriebssysteme gleich Scheisse. Alle haben ihre Macken – ohne Ausnahme. Nehmen wir mal Linux:

  • Seit 2.6 gibt es keine stabilen Kernel-Releases mehr. Grandiose Idee das anderen zu Überlassen
  • Durch obiges ändert sich ständig irgendetwas im Umfeld, sei es devfs, udev – you name it
  • Mangelhafte Dokumentation – vielleicht gibt es sie, wenn dann aber verstreut im Internet
  • Die Preise für Enterprise Versionen sind ein sehr schlechter Witz
  • Der OOM-Killer fühlt sich wie eine Notlösung an und ist auch eine

Oder Solaris

  • In ganz Solaris kann man mit ndd Netzwerkkarten-Daten abfragen und einstellen – NOT
  • Wer auch immer sich die VLAN-Konfiguration (1000 * VLAN-ID + Interfacenummer) ausgedacht hat, muss extrem stoned gewesen sein
  • Tagged VLANs geht nur mit bestimmten Karten
  • Wer Solaris patchen will sollte sich einen Tag Zeit nehmen – es dauert ewig und noch viel länger
  • Das GNU-Userland ist besonders für Umstiegswillige ein Witz. Sie liegen entweder nicht im Pfad und/oder den Namen wurde ein g voran gestellt. Viel Spass beim Compilieren
  • Apropos GNU. Wer fertige OSS-Software installieren möchte muss länger suchen und Blastwave ist weit vom Packaging eines Debian oder CentOS entfernt

Ich könnte sicher noch länger weiter lästern, aber irgendwie ist es die Sache nicht wert. Immer werden nur die tollen, neuen Überfeatures vorangestellt, anstatt mal die wirklichen Probleme anzugehen. Und nein, BSD ist keine Lösung – nie gewesen.

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