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Open Source Data Center Conference – OSDC
Es vergeht eigentlich kein Tag an dem ich nicht Mails von irgendwelchen Leuten zwecks Linktausch bekomme. Oder die Frage, ob ich nicht auf diesen oder jenes hinweisen möchte. Hab ich im Prinzip keinerlei Probleme mit wenn, ja wenn es denn thematisch passen würde. Leider habe ich bis jetzt (bis auf zwei oder drei Ausnahmen) immer Nein sagen müssen, manchmal noch mit dem Hinweise, das ich auch zukünftig kein Intresse habe.
Umso mehr freut es mich heute mal eine Mail von Christian Fiedler von Netways bekommen zu haben, in der es um die OSDC – Open Source Data Center Conference geht, einer Konferenz zum Einsatz von Open Source Software in Rechenzentren und großen IT Umgebungen. Damit kann ich etwas Anfangen, hab ich doch bei meinem Arbeitgeber jeden Tag überwiegend mit Open-Source zu tun. Wir haben ein (bald zwei) TÜV IT Level 3 zertifiziertes Rechenzentrum (davon gibts nicht allzuviele) und mit nen Haufen Rechner kann ich auch dienen.
Liest man die Referenten-Liste trifft man auf Kristian Köhntopp, Charly Kuehnast und Michael Prokop. Das Programm sieht Intressant aus, aber vermutlich nicht ganz so spannend wie die Gespräche mit Gleichgesinnten, wo man Erfahrungen ausstauschen kann. Also geht in Scharen hin :)
Disclaimer: Dies ist ein vollkommen freiwilliger Beitrag. Ausser einer Mail hat der Autor nix bekommen.
Neulich in der Anleitung
Das immer mehr Open-Source in kommerziellen Produkten verwendet wird, darüber hatte ich schon berichtet. Die Software wird dadurch nicht unbedingt sicherer, wie man hier sehr schön sehen kann:
Achja, und Root-Passwörter für Mysql werden sowieso überschätzt.
Warum kommerzielle Software lähmt und Open Source ehrlicher ist
Ich finde den Unterschied zwischen proprietärer/kommerzieller Software und Open Source manchmal recht frappierend. Man merkt es den Leuten an welche Art der Software sie bevorzugen. Da sind die, die scheinbar auf Nummer sicher gehen. Grosse Hersteller-Firma, grosse Versprechen von Support, das typische Cover-your-Ass Business. Sie sind zögerlich im Umgang mit der Software, nur nichts falsch machen und lieber dreimal den Lieferanten fragen oder besser gleich ihn machen lassen. Entschädigt werden sie dafür aber kaum, denn das Support-Versprechen hat oft eine Fussnote die in etwa mit denen in Handy-Werbungen vergleichbar ist. Kleine Schrift und viele Fussangeln. Da ist dann die Rede von Support-Matrizen, es wird geprüft ob überhaupt ein Fehler vorliegt, immer neue Daten oder Konfigurationen angefordert. Das dauert, es lähmt. Denn Reaktions- und Wiederherstellungszeiten sind äußert dehnbare Begriffe und das am Ende ein Lösung steht ist auch nicht immer gegeben.
Auf der andere Seite gibt es Menschen die ganz bewusst auf Open Source setzen. Sie kennen sich aus, haben keine Berührungsängste mit ihrer Software, gehen mit Fehlern anders um. Für sie gibt es kein Support-Versprechen, denn sie wissen von Anfang an: Wenn Du ein Problem hast dann ist es dein Problem. Das macht Open Source ehrlicher, berechenbarer.

