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Artikel Tagged ‘Raspberry Pi’

Endlich wieder basteln

12. April 2015 Kommentare ausgeschaltet

Nachdem ich seit Mitte Februar mit der Weiterbildung fertig bin habe ich nun wieder etwas das sich Freizeit nennt. Die hatte ich vorher auch schon, aber sie war eingeschränkt und ich bin niemand der nur für ein paar Minuten etwas anfängt. Nun konnte ich etwas anfangen was ich schon länger machen wollte: eine Basis für Smarthome-Spielereien mit Raspberry PI.

Um das ganze Wohnzimmer kompatibel zu haben hatte ich schon vor geraumer Zeit einen Linksys BEFSR41 gekauft, weil ich dachte die Fritzbox würde gut darauf stehen können. Nun für die alte 7390 stimmte das auch halbwegs, die neue 7490 ist dann doch etwas zu groß.

Apropos Fritzbox. Ich wollte keine zwei Stromversorgungen, daher ist im Linksysgehäuse ein KIS3R33S Spannungswandler verbaut. Das Netzteil der Fritzbox, das 12V liefert, versorgt also über den Spannungswandler den PI gleich mit. Probleme haben sich bisher nicht ergeben. Mittlerweile habe ich auch noch einen Ein-/Aus-Schalter für den Pi im Gehäuse integriert, weil ich sonst die Fritzbox auch ausmachen müsste und das würde einen Aufstand zur Folge haben …

Am Pi selbst habe ich zur Zeit nur eine WH1080 Wetterstation mit WeeWX, es liegt aber schon ein Auslesegeräte für den Stromzähler im Keller. Sobald die Teile für Selbstbau CUL und Jeelink da sind geht es dann weiter.

MPEG-2 auf dem Raspberry PI

27. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Seit heute kann man im Raspberry Pi Shop Lizenzen für MPEG-2 und VC-1 bekommen. Nützlich ist MPEG-2 hauptsächlich für DVD und DVB-S Inhalte, während VC-1 für Windows-Inhalte wie WMVs oder Blurays zu gebrauchen ist.

Für den Bestellvorgang benötigt man die Seriennummer des Gerätes, die man durch cat /proc/cpuinfo (letzte Zeile) erhält. Es kommen dann mehrere Emails, in der Letzten ist dann der Code enthalten. Die Installastion unter OpenElec ist recht einfach:

mount -o remount,rw /flash
vi /flash/config.txt

decode_MPG2=$KEY Zeile einfügen

mount -o remount,ro /flash
reboot

Damit MPEG-2 auch funktioniert benötigt der PI mindestens Firmware vom 08 August 2012. Überprüfen kann man dies mit:

vcgencmd version

Ist dies nicht gegeben vom Pi Github diese Dateien herunterladen:

bootcode.bin
loader.bin
arm128_start.elf
(umbenennen in start.elf)

und nach /flash verschieben. Vorher mount -o remount,rw /flash nicht vergessen. Ein Reboot – fertig.

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OpenElec auf dem Raspberry Pi

15. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Nachdem ich meinen Raspberry Pi nun schon eine Weile im Einsatz habe, wollte ich meine Erfahrungen im Zusammenhang mit OpenElec hier loswerden.

Voraussetzungen

Natürlich benötigt man einen Raspberry Pi, dann ein Gehäuse (Bilder von meinem hier). Sehr wichtig ist ein gutes Netzteil. Ich habe oft gelesen man benötige mindestens 1A, da die 5V immer (auch mit angeschlossener Tastatur und anderen USB-Equipment) gehalten werden müsse. Bei mir läuft ohne Problem ein 300mA Netzteil, welches ich zusammen mit dem Pi bei RS-Components bestellt hatte. Es kommt also, wie so oft, auf die Qualität an.

Systeminfo des Raspberry Pi mit OpenElec

Als nächstes wäre eine SD-Karte wichtig. Da ich nie vor hatte viele Daten auf dem Pi selbst zu speichern ist aus meiner Sicht eine 4GB Class 6 die beste Wahl. Man sollte aber vorsichtig sein, da nicht alle Karten im Pi funktionieren.

Den späteren Betrieb erleichtert ein sauber aufgesetztes Avahi/Zeroconf, um Rescourcen sicher zu erkennen.

Installation

Zunächst einmal muss man sich vor Augen führen, dass OpenElec sich zwar Distribution nennt, aber von der Ausführung eher mit einer Embedded-Firmware zu vergleichen ist. Das merkt man beim später beschriebenen Update, den Pfaden, als auch an dem Umstand, dass es keinen Paket-Manager gibt über den man umfangreich Software nachinstallieren kann. OpenElec bringt eine gewisse Grundinstallation mit um XBMC sinnvoll zu betreiben und das war es dann auch.

Die Installation ist im Wiki beschrieben und besteht grob aus dem Herunterladen des Images und aufspielen per Script. Danach ist die Karte fertig zum Booten und wenn es dann soweit ist wird beim Starten auch gleich die Firmware der Pi upgedatet. Letztlich lächelt der Standard-Bildschirm von XBMC aus dem Fernseher.

Die Konfiguration-Möglichkeiten sind als Plugin innerhalb von XMBC abgebildet und beschränken sich auf Netzwerk-Themen.

Einstellungsmöglichkeiten von OpenElec

Fernbedienung

Vor der Erstinstallation hatte ich mir eine Fernbedienung mit IR-Empfänger zurechtgelegt, die ich schon lange herumliegen hatte. Sie meldet sich als Jess-Link mit der USB-ID 0766:0204 und ist sehr gut unterstützt. Letztlich benötigt man aber keine zusätzliche Fernbedienung, wenn der Fernseher HDMI-CEC unterstützt. Diese Unterstützung ist für meinen Samsung-TV sehr vollständig, kann aber bei anderen Herstellern variieren.

Tuning

Generell ist der Pi XBMC gewachsen. Das Abspielen von MPEG4-Inhalten stellt überhaupt kein Problem für ihn dar, auf der Konsole merkt man keinerlei Unterschied zum normalen Betrieb. Was dem kleinen Kästchen zu schaffen macht ist das Verarbeiten von Daten, also Scraper, Menüs anzeigen und dergleichen.

An OpenElec an sich gibt es keine ersichtlichen Möglichkeiten etwas zu drehen, bleibt also nur XBMC. Generell sollte man „Arbeiten“ auf der SD-Karte möglichst vermeiden und alles was möglich ist ins Netz auslagern. Bei mir liegen Bild-Material und die Metadaten dazu auf meinem Heimserver, der dies via NFS und MySQL erledigt. Letztlich kann man noch RSS in XBMC abschalten und das GUI-Timing ein wenig verändern, damit die Eingaben etwas prompter kommen. Zusammen sieht es dann so in /storage/.xbmc/userdata/advancedsettings.xml aus.

Updates

Hierzu kann man dieses Script nutzen, welches allerdings nicht auf die Original-Images von sources.openelec.tv zurückgreift. Wenn man das nicht möchte kann man sich das Script anpassen. Wichtig: /storage/.update muss vorher vorhanden sein, sonst funktioniert das Script nicht.

 

Fazit

Generell bin ich recht zufrieden. Ok, es legt manchmal eine Gedenkminute ein, aber das ist zu verkraften. Was mich am meisten stört ist das Fehlen von MPEG2. Die Hardware kann es, es ist nur eine Frage der Lizenz zwischen Broadcom und der Raspberry Pi-Foundation. Vielleicht tut sich hier durch den überwältigen Erfolg der kleinen Box noch etwas, weil ich dann meine Dreambox besser integrieren könnte. Nicht alles ist heutzutage in HD, nicht immer muss es HD sein und so ist SD keine Option. Schade.

Gut wiederum ist der Stromverbrauch: 4 Watt. Egal ob Decodierung, Idle oder Standby – immer 4 Watt.

Ausblick
Als nächstes werde ich mir Raspbmc anschauen. XBMC auf raspian Basis. Da hat man dann eine komplette Distri drunter, die nicht nur XBMC kann.

Update: Mittlerweile kann man im Raspberry Pi Shop MPEG2-Lizenzen kaufen.