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Redhat Network – Es nervt
Wenn es etwas auf dieser Erde gibt, das mich schon beim Anklick erschaudern lässt, dann ist es das Redhat Network. Ich verstehe diese ganzen Subscription-Foo nicht und will es auch nicht. Dem Kunden vertrauen? Nein, das wäre ja zu einfach!
Links for 2008-08-25
- Redhat perl. What a tragedy. – OMFG!
- Wenn Computer sich wehren könnten – via Dirk
- Sun for sale? – “also mentioned Microsoft as a possibility” *shudder*
Manchmal muss man seine Meinung eben ändern
Zugegeben, Redhat (resp. CentOS) und ich waren nie Freunde. Über das Clustern zu Fedora hat sich meine Einstellung in den letzten Monaten geändert. Sogar mit RPM hab ich meinen Frieden geschloßen, denn das Rollback ist einfach ne tolle Sache. Nur mit dem Redhat-Support werde ich im Leben nicht mehr glücklich. Das ist aber letztendlich egal, denn mit CentOS hab ich davor meine Ruhe.
Es könnt alles so einfach sein, ist es aber nicht
Die Entscheidung vermehrt auf CentOS resp. Redhat zu setzen ist mir beileibe nicht leicht gefallen, aber der extrem niedrige Frickelfaktor bei der Installation und die sehr gute Treiber-Unterstützung sind nicht von der Hand zu weisende Argumente. Redhat schenkt einem aber nichts, denn man bezahlt an anderer Stelle dafür. Besonders hart trifft es einen, wenn man von Debian kommt. Von deren Aufgeräumtheit und Verlässlichkeit im Konfigurationsbereich sind die Rothüte Kilometer weit entfernt.
Beispiel Bind unter Redhat/CentOS: Man installiert bind mit yum install bind, man startet es mit service named start, die Konfiguration liegt in /var/named. Unter Debian liegt die Konfiguration, egal ob Bind8 oder Bind9 unter /etc/bind, man installiert mit apt-get install bind(9) und startet mit /etc/init.d/bind(9). Dieses /var/named erinnert mich immer an bind4-Zeiten *schauder*
Oder Apache: Das Debian Konstrukt mit sites-available und sites-enabled ist simpel und effektiv, bei Redhat gibt es soetwas nicht. Dort heisst der Apache-Prozess auch httpd und nicht apache(2) wie bei Debian. Genau das gleiche Spiel bei der Installation: yum install httpd gegen apt-get install apache(2). Alles voll krass logisch und durchdacht.
Ich könnte jetzt wieder über die Netzwerk-Konfiguration lästern, aber das möchte ich nicht nochmal wiederholen.
Redhat Cluster 4 – Überblick und eine einfache Konfiguration
Cluster sind für viele etwas schwer greifbares. Ich habe es schon oft erlebt, das Firmen einen HA-Cluster hingestellt und es von den Mitarbeitern mit Ehrfurcht betrachtet wurde. Nur nicht anfassen, es könnte ja etwas kaputt gehen.
Dabei gibt es hierfür keinen Grund, denn in der IT wird auch nur mit Wasser gekocht und das beste Mittel gegen Ehrfurcht und Berührungsängste ist es immer noch sich damit auseinander zu setzen.
Wer also einen Einstieg haben möchte kann recht problemlos mit dem Redhat Cluster beginnen, welches es auch von CentOS gibt. Besondere Hardware ist nicht nötig, das folgende Beispiel, auf Basis von CentOS 4.6, läuft zum Beispiel in einem VMWare Server.
Qualitäts-Software
Gegeben Redhat Enterprise Linux AS 4 Update 6 mit neuesten Updates:
[root@zapbrannigan ~]# system-config-cluster
Traceback (most recent call last):
File "/usr/sbin/system-config-cluster", line 52, in ?
from ConfigTab import ConfigTab
File "/usr/share/system-config-cluster/ConfigTab.py", line 27, in ?
from ConfigTabController import ConfigTabController
File "/usr/share/system-config-cluster/ConfigTabController.py", line 35, in ?
from FaildomController import FaildomController
File "/usr/share/system-config-cluster/FaildomController.py", line 213
if val == "Yes" or val == "yes" or val="1":
^
SyntaxError: invalid syntax
Dafür gibt es natürlich auch einen Bug-Report. Am besten finde ich die letzte Zeile:
Looking for qa ack…please.
Die spannende Frage ist doch: wo war die Qualitäts-Sicherung vor Auslieferung des kaputten Programmes?
Redhat Lizensierung im Überblick
Die Redhat-Seiten sind mehr als mißverständlich was die Lizensierung (Ja, ich weiss Redhat hat keine Lizenzen nur Subscriptions) angeht. Hier eine kleine Hilfe.
- Man benötigt grundsätzlich eine Subscription, um irgendetwas von Redhat zu bekommen, seien es Sicherheitsupdates oder Hilfe bei Problemen. Wenn man eine hat, ist es gleichgültig ob man RHEL4 oder RHEL5 betreibt.
- Basic – Zugriff auf Patche, Upgrades und Websupport. Reaktionszeit: 2 Werktage
- Standard – Zugriff auf Patche, Upgrades, Telefon- und Websupport (12×5). Reaktionszeit: Je nach Schwere von 1 bis 4 Stunden
- Premium – Zugriff auf Patche, Upgrades, Telefon- und Websupport (24×7). Reaktionszeit: Je nach Schwere von 1 bis 4 Stunden
- Mit Socket oder Sockeln sind wirklich Prozessor-Sockel gemeint (ob bestückt oder nicht ist egal). Cores (Dual- oder Quadcores werden nicht mitgezählt
- Bei der RHEL5 Advanced Platform sind Cluster-Manager und GFS ClusterFS enthalten
Die Supportform Basic ist nicht für die RHEL5 Advanced-Platform erhältlich.
Die Preise findet man im Redhat-Shop.
Links for 2007-11-4
- Can a Bayesian spam filter play chess? – Intressanter Ansatz
- 10 Ways to Secure your Wordpress Install – Nichts wirklich neues, da aber die Wordpress Entwickler immer wieder zeigen das ihnen Sicherheit nichts bedeutet, schon lesenswert
- How badly is CentOS hurting Red Hat? – Allein der erste Satz Why does Red Hat tolerate CentOS? ist ganz grosses Kino
Nochmal Glück gehabt
Ich hab heute die Preise für einen Redhat Enterprise Server mit Cluster-Lizenz gesehen und bin nur knapp dem Herzkasper entkommen *hust*